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March to Outta Space—Die Arenatermine im März, Part I

Die obere Riege des NYHC hat sich nämlich dafür entschieden, im März Wien zu belagern und es geht nichts über die Katharsis, die dir ein Tornado aus Schweiß, Ellenbogen und Schmerz bereitet.

von Sebastian Rossböck
01 März 2016, 11:00am

Foto via Flickr | micadew | CC BY-SA 2.0

Wir haben den Winter so gut wie hinter uns, das Frühlingserwachen ist in vollem Gange und die Fastenzeit ist auch bald vorbei. So weit, so gut. Das Beschissene ist, dass auch das Studium wieder anfängt. Dafür hast du aber in den ersten zwei Märzwochen schon mal genügend Gelegenheiten, deinen Frust in dem Moshpit auszuleben. Die obere Riege des NYHC hat sich nämlich dafür entschieden, im März Wien zu belagern und es geht nichts über die Katharsis, die dir ein Tornado aus Schweiß, Ellenbogen und Schmerz bereitet.

1.3. King Dude (us) / Bruch (aut)

Foto via Facebook

Blues, Folk und Americana haben seit jeher eine düstere Seite. Johnny Cash hat davon gesungen einen Typen zu erschießen und Blues spielst du bekanntlich nur „damit es anderen schlechter geht“. TJ Cowgill aka King Dude ist in dieser Hinsicht unangefochtener Meister. Zum einen ist sein Americana-Sound unheimlich wie Schauergeschichten aus den Südstaaten, zum anderen ist er offizieller Botschafter der Greater Church of Lucifer—somit ist es auch das erste mal, dass ich eine Kirche zitieren kann: „The music of King Dude begs the soul to lift itself up from the darkness of ignorance, towards the ever shining glorious light that exists outside of all of us yet that which we are eternally connected to and at once connects everyone on earth.

2.3. Together Fest feat. Gorilla Biscuits (us) / Modern Life is War (us) / Touche Amore (us) / GWLT (ger) / Miles Away (aus)

Es ist vermutlich Zufall, aber ich bekomm nicht aus dem Schädel, dass „Together und festdie perfekte Beschreibung für ein gutes Hardcore-Konzert ist. Gorilla Biscuits haben 1989 mit Start Today einen Klassiker unter den Hardcore-Alben veröffentlicht und sich leider drei Jahre später wieder aufgelöst. Weil wir Spätgeborenen aber verdammt viel Glück haben, spielen sie immer wieder sporadisch Konzerte, um ein kleines bisschen der 80er-Hardcore-Magie unter die Menschheit zu bringen—schau dir nur unten die endlose Stagediverei an. Der Rest des LineUps lässt keine Wünsche offen: Modern Life Is War, Touche Amore, GWLT und Miles Away decken zusammen alle emotionalen, metallischen und modernem Ecken des Hardcore ab.

3.3. Saviours (us) / Pastor (aut)

Saviours

Wenn dich eine Band dazu bringt, unweigerlich die Devil Horns in die Luft zu halten, dann ist das ein Indikator für richtig guten Metal. Saviours schaffen das mit ihrem Sound, der im Grunde nach dem traditionellen, britischem Heavy Metal klingt. Zu der Glorie der Doppelgitarren-Melodien—die Iron Maiden stolz machen würden—gesellen sich Stoner-Riffs und ein bisschen thrashiger Hardcore-Einfluss, wie es sich für Westküstenamerikaner gehört.

6.3. Anna von Hausswolff (swe) / LSD and the Search for God (us)

Foto via Facebook

Ihr aktuelles Album The Miraculous hat die Schwedin in Piteå aufgenommen, mit der monströsen Acusticum-Orgel, die aus 9000 Pfeifen, einem Glockenspiel, einem Vibraphon und einer Pfeifensektion in einem Wasserbad besteht. Die mächtigen Orgel-Drones erzeugen eine epische Landschaft über der Anna von Hausswolffs Stimme zu schweben scheint. Als Vorband hat sie die amerikanischen Shoegazer LSD and the Search for God dabei, die melodiösen Pop unter dichten Gitarrenwänden begraben und mit sanften Vocals und Noise bedecken.

7.3. Rebellion Tour feat. Madball (us) / Rykers (ger) / Crown of Thornz (us) / Knuckledust (uk) / Tausend Löwen unter Feinden (ger) / Last Hope (bul)

Foto via flickr | Montecruz Foto | CC BY-SA 2.0

Die Rebellion Tour ist ein internationales Lineup von sechs Hardcore-Bands, angeführt von den New York Hardcore-Granaten Madball. Die feiern das 20-jährige Jubiläum von Demonstrating My Style und werden das gesamte Album performen. Auch wenn du dir vielleicht denkst, dass du zu alt für das Moshpit bist: Plan zur Sicherheit ein paar Tage zur Erholung ein.

9.3. Årabrot (nor) / Bug (aut)

Foto via Facebook

Es spricht einiges für Norwegen, wenn eine brachiale Noiserockband wie Årabrot dort einen Grammy gewinnt. Vielleicht stimmt aber auch einfach meine verzerrte Wahrnehmung, dass dort die Nacht 23 Stunden dauert, alle Leute auf den Tod fixiert sind und ausschließlich Black-Metal hören. 2014 hat Frontman Kjetil erfahren, dass er Kehlkopfkrebs hat. Als direkte Antwort darauf sind Årabrot auf Tour gegangen und erst danach hat sich Kjetil in Behandlung begeben. Während dieser Zeit ist das neue Album The Gospel entstanden. Wir haben mit ihm geredet und haben auch den exklusiven Albumstream für euch.

10.3. Up in smoke vol.7

Bild via Sound of Liberation

Up in Smoke: Belzebong, Stoned Jesus und Mars Red Sky. Ich glaube, du hast schon erraten, was dich erwartet: Schwere Riffs, grooviges Schlagzeug und Songs, die sich wie ein psychedelischer Trip entwickeln. Songs in denen du komplett die Zeitwahrnehmung verlieren kannst und die dir dann reinfahren wie ein überdimensionierter Bong-Hit.

11.3. Sick Of It All (us) / Broken Teeth (uk) / Crowned Kings (aus)

Foto via flickr | Montecruz Foto | CC BY-SA 2.0

Zum dritten Mal in neun Tagen spielt eine legendäre—wenn nicht die legendärste—NYHC-Band in der Arena. Also bewege deinen geschundenen Kadaver wieder in Richtung Moshpit und feiere mit Sick Of It All ihr 30-jähriges Bestehen.

Wie immer verlosen wir 2x2 Tickets, die ihr unter Nennung der jeweiligen Band an gewinnen könnt.

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