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"Wenn das Leben dir Zitronen gibt": Eine thematische Analyse von Beyoncés Überraschungsalbum "Lemonade"

Wer ‚Lemonade‘ auf Jay Z's fremdgehen reduziert, macht es sich zu einfach. Wir haben alle Songs und Themen analysiert, die im Laufe des visuellen Albums behandelt werden.

von Sajae Elder
28 April 2016, 7:00am

Ob es nun die Unmengen an Zitronenemojis oder die aufgeregten Tweets in deiner Timeline waren: Die Veröffentlichung von Beyoncés sechstem Studioalbum #LEMONADE war alles, was am Wochenende und wahrscheinlich den Rest des Jahres wichtig war und sein wird. Mit dem Nachfolger ihres selbstbetitelten Albums von 2013 hat Bey noch einmal einen draufgesetzt und zu jedem der Songs ein Video veröffentlicht, die zusammen einen ganzen Film ergeben. In den USA hat dieser Film auf HBO Premiere gefeiert, Zuschauer außerhalb der USA—so wie ich—mussten zwischen Livestreams und Periscope-Links hin- und herspringen, die nach ein paar wunderbaren Minuten wieder entfernt wurden. Eingeblendete Titel unterteilen den Film in Kapitel, in denen die Palette an Emotionen durchlaufen wird, die im Zusammenhang mit Untreue für gewöhnlich aufkommen. Der Film deutet schließlich stark eine harte Zeit in ihrer Ehe mit Jay Z an.

Wie so oft in unserer von Promis besessenen Kultur, gibt es die Neigung, solch persönliche Musik als direkte Aussage zu interpretieren, um sie für die Klatschspalten zu analysieren. Doch natürlich ist es Kunst und offen für Interpretationen. Trotzdem bietet das einstündige Projekt eine Menge Eindrücke, also haben wir die Songs und Themen analysiert, die im Laufe des visuellen Albums LEMONADE behandelt werden.

Vorahnung—„Pray You Catch Me”

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Nach ein paar wirklich schönen Eröffnungseinstellungen wird deutlich, dass wir uns in Louisiana befinden, eine Hommage an Beys kreolische Wurzeln. Auf ein kurzes Intro zu „Pray You Catch Me“ folgt der erste von vielen Monologen, der zunächst nach normaler Kreativkost klingt, bis Beyoncé sagt: „You remind me of my father, a magician. Able to exist in two places at once.” Die Untreue ihres Vaters und ehemaligen Managers ist weithin bekannt, also liegt es durchaus im Bereich des Möglichen, dass sie ihn mit ihrem Ehemann vergleicht. Anschließend singt sie: „I pray I catch you whispering / I pray you catch me listening“ und hofft auf konkrete Beweise und eine Möglichkeit, ihn zu konfrontieren. Als sie von der Kante eines Gebäude springt und in Wasser eintaucht, wird sehr deutlich, dass es visuell noch tiefgründiger werden wird. In fast jedem Glaubenssystem wird Wasser als ein Pfad zur persönlichen Transformation und Wiedergeburt angesehen.

Leugnung—„Hold Up“

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Während Beyoncé in einem unheimlichen Unterwasserschlafzimmer umherschwimmt und wie eine schlafende Version von sich selbst wirkt, beginnt ein weiterer Monolog—dieses Mal mit Zeilen aus einem Gedicht des somalisch-britischen Poeten Warsan Shire namens For Women Who Are Difficult To Love. Beyoncé tritt schließlich aus dem Gebäude heraus. Hinter ihr stürzt Wasser die Treppen hinab, bevor das von Diplo produzierte „Hold Up“ mit Reggae-Einschlag loslegt. Hier wird auch zum ersten Mal Vodoo und westafrikanisch-basierte religiöse Symbolik benutzt, wie ein paar wissende Zuseher herausgestellt und belegt haben. Beyoncés gelbes Kleid erinnert auf bildsprachlicher Ebene an Oshun, eine verrückte Göttin, die gelb trägt, über Liebe und Sexualität herrscht und lacht, wenn sie Rache verübt. „What a wicked way to treat the girl who loves you“, singt sie, während sie einen Baseballschläger namens Hot Sauce schwingt, vor dem keine Windschutzscheibe, kein Hydrant und keine Kameralinse sicher ist.

Wut—„Don’t Hurt Yourself“

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Eine weitere Hommage an die Südstaaten-Wurzeln der Sängerin zeigt sich in Form einer Marschkapelle und Tänzern, die durch eine belebte Straße ziehen, während ein weiterer Monolog beginnt, der gleichzeitig eindringlich und herzzerreißend ist. „If it’s what you truly want / I can wear her skin over mine.“ Beyoncé scheint die Wut über die Untreue ihres Ehemanns *hust* JAY Z *hust* direkt anzusprechen und wieder bedient sie sich Worten von Shire. Es ist spekulativ, ob sie sich uns gegenüber öffnet oder eine Geschichte der Heilung erzählt, die sie in sich trägt und die einige ähnliche Elemente aufweist.

Ein spärlich beleuchtetes Parkhaus bildet die Bühne für „Don’t Hurt Yourself“, einen Track, der mit Hilfe von Jack White entstanden ist und in dem sie sich an vulgärem Rock versucht und sogar Led Zeppelin sampelt. „Who the fuck do you think I am? / You ain’t married to no average bitch, boy.“ Ein schneller Zusammenschnitt von verschiedenen Frauen in Louisiana wird mit einer Tonaufnahme von einer Rede von Malcom X unterlegt, in der er sagt: „Die am wenigsten geachtete Person in Amerika ist die schwarze Frau“. Dies verdeutlicht, dass das gesamte Projekt nicht nur für Beyoncé sondern für schwarze Frauen generell eine Art Katharsis darstellen soll. Ihre Rolle ist politischer geworden, wenn auch auf subtile Weise, und ihre Auswahl der Bildsprache und des Inhalts spiegeln diese Veränderung wieder.

Apathie—"Sorry"

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Hier sehen wir Beyoncé zusammen mit einem dutzend Frauen in einem Bus. Sie alle tragen eindrucksvolle und aufwändige weiße Körperbemalung, die vom nigerianisch-amerikanischen Künstler Laolu Senbanjo gestaltet wurde und einer spirituellen Praxis entstammt, die in der Yoruba-Kultur den Maler mit den Seelen seiner Musen verbindet. Kurz danach sieht man sie in einem Thron-ähnlichen Stuhl, während Serena Williams daneben ihre beste Twerk-Darbietung vollführt. Das verspielte „Sorry“ sampelt Isaac Hayes’ „Walk On By“ und liest sich wie der Spott einer sitzengelassenen Liebenden, die gleichgültig und unberührt ist. „Today I regret the night I put that ring on.”

Im Verlauf dieses Stücks setzt Beyoncé die Arbeiten von Frauen aus der ganzen afrikanischen Diaspora mit dem amerikanischen Süden in Verbindung. Sie macht diese Verbindung, ob absichtlich oder nicht, um etwas zu erschaffen, das sowohl ihre Hautfarbe als auch ihr Geschlecht thematisiert.

Leere—"6 Inch"

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Das Kapitel beginnt mit einer Beyoncé, die in einem roten Kleid in der Mitte eines Feuerrings sitzt—ein weiteres Element, das ebenso für Erneuerung wie Zerstörung steht. Nachdem wir einen verwinkelten Flur entlang gegangen sind, stoßen wir auf diverse Szenen in rot, was eine Abkehr von der farbigen oder monochromen Szenerie der vorherigen Songs darstellt. Nachdem wir nachts durch die Stadt gefahren sind, fällt der Fokus wieder auf Beyoncé, die den sexy Midtempo-Track „6 Inch“ in einem leeren Raum singt, begleitet von der leichten Stimme von The Weeknd. „Six-inch heels, she walked in the club like nobody's business / Goddamn, she murdered everybody and I was her witness“, singt sie und bezieht sich damit mutmaßlich auf die namenlose Gespielin ihres Ehemannes. Als das Haus hinter ihr in Flammen steht, lässt sie ihre Wut hinter sich, anstatt ihn zur nächsten Ebene weiterzutragen.

Rechenschaft—„Daddy Lessons“

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Der Fokus wird jetzt sowohl auf Kindheit als auch auf Erziehung gelegt, während ein weiterer Monolog die Arten diskutiert, mit denen Frauen durch ihre emotionale Arbeit als Ehefrauen, Mütter und Töchter entkräftet werden. „Am I talking about your husband or your father?”, fragt sie, bevor sie sich mit „Daddy Lessons“ in Country-Territorium begibt. Vermischt mit Szenen, in denen Bey auf Pferden reitet und Beispielen für funktionale Vaterschaft, bekommen wir einen Eindruck von der eigenen Kindheit der Sängerin, da Heimvideos von ihr und ihrem Vater Aufnahmen von ihm und ihrer Tochter Blue in der Gegenwart entgegengestellt werden. Nachdem sie sich 2011 auf professioneller Ebene von ihrem Vater getrennt hat, hielten sich Gerüchte, dass seine Untreue auch auf persönlicher Ebene zu einem Bruch geführt habe. Durch die bitteren Wahrheiten ihrer eigenen Ehe ist sie in der Lage, darauf hinzuarbeiten, sowohl ihrem Vater als auch ihrem Ehemann zu vergeben, und sie begräbt jegliche Feindseligkeit durch eine traditionelle Begräbniszeremonie.

Erneuerung—„Love Drought“

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Im verträumten „Love Drought“ sehen wir Beyoncé und eine Armee von Frauen in einen Ozean marschieren, womit sie sich sowohl auf die heilenden Qualitäten von Wasser als auch von Schwesternschaft konzentriert. Durch das gemeinsame Heben der Arme stellen die Visuals einen erneuten Bezug zur Bildsprache von Yoruba Orisha her, die sich um Yemaya dreht, eine heilende Göttin, die sowohl Frauen als auch Kinder beschützt. Während sie in „Daddy Issues“ die Wut gegenüber ihrem Vater aussöhnt, zeigt „Love Drought“ die Erkenntnis, dass ihre Ehe es wert ist, gerettet zu werden. „You and me could move a mountain/ you and me could calm a war down“, proklamiert sie über den wehmütig produzierten Track. Wir sehen auch Material, das vor Beyoncés viel besprochenem Auftritt beim Super Bowl aufgenommen wurde. Während die Familie auf dem leeren Spielfeld spielt, sehen wir Ruhe zwischen ihnen. Auch wenn es nicht sicher ist, könnte dies für den Punkt stehen, an dem ihre Ehe anfing, echten Frieden zu finden.

Vergebung—„Sandcastles“

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An diesem Punkt ist ziemlich eindeutig, dass Beyoncé auf Vergebung hinarbeitet, jedoch aus sich selbst heraus. All die Reflexion, Selbstbeobachtung und heilende Arbeit der vorherigen Songs kulminiert in „Sandcastles“, einer emotionalen, vom Klavier getriebenen Ballade, in der Beyoncé alleine in einem leeren Raum an den Tasten sitzt und in der Jay Z zum ersten Mal auftaucht und weitaus verletzlicher erscheint, als es die Öffentlichkeit wahrscheinlich gewöhnt ist. Es ist die sanfte Betrachtung eines Künstlers, dessen Karriere auf Street Credibility aufbaut und der einmal behauptete, dass er sein Herz nie einer Frau schenken würde. Indem er sich selbst erlaubt, das Ziel der Wut und Verachtung des Albums, ob echt oder nicht, zu sein, verleiht seine Verletzlichkeit zwei Künstlern, die uns immer gebührend auf Abstand gehalten haben, eine ganz neue Dimension. Der Text, geschrieben von Vincent Berry und Beyoncé, zeigt Beyoncé immer noch schmerzerfüllt aber hoffnungsvoll und ihre sonst so kontrollierte Stimme überschlägt sich fast, als sie fragt: „What is it about you, that I can’t erase baby?”

Auferstehung—„Forward“

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Mit Passagen von Shire, die wieder ihren Weg in das Stück finden, gehen wir zu „Forward“ über. Darin tauschen Beyoncé und James Blake Harmonien aus, um den eindringlichen Hintergrund für die folgenden kraftvollen Szenen zu erschaffen. „It’s time to listen, it’s time to fight / Forward“, singen sie und fügen dem Prozess des Vergebens den wichtigen Schritt des Loslassens hinzu. Wir sehen verschiedene schwarze Frauen und Mädchen, die Bilder von verlorenen Geliebten zeigen, inklusive der Schauspielerin Quvenzhané Wallis, der Menschenrechtsaktivistin Leah Chase und den Müttern von Trayvon Martin und Michael Brown, zwei schwarzen Männern, die durch Polizeigewalt getötet wurden. Dadurch lenkt Beyoncé den Fokus von ihren inneren Problemen auf das Äußere und fördert eine Form kollektiver Heilung. Außerdem bringt sie mehr von ihrer Südstaaten-Abstammung ins Spiel, indem ein Mädchen mit einer traditionellen Mardi-Gras-Indianer-Tracht bekleidet um einen leeren Esstisch herum Tamburin spielt.

Hoffnung—„Freedom“

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Kendrick Lamar ins Boot zu holen, schien für die Visuals von „Freedom“ perfekt zu passen, einem Schlachtruf für schwarze Frauen mit ausgeprägtem Gospeleinfluss und einer pulsierenden Co-Produktion von Just Blaze. Zusammen mit jungen und unabhängigen Frauen wie Zendaya Coleman und Amandla Stenberg, Blue Ivy und dutzenden anderen nimmt Beyoncé die Rolle einer Predigerin ein und teilt die Bühne mit Balletttänzerin Michaela DePrince, während die Frauen sich für ihre Botschaft zusammenfinden. Sie steht mit anderen schwarzen Frauen beisammen, mit denen sie sich aufgrund gemeinsamer Erlebnisse verbunden fühlt. Mit Coleman und Stenberg sehen wir eine neue Generation von Künstlerinnen, die ihren Aktivismus in ihre Kunst einfließen lassen oder zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung diesbezüglich offen sind.

„I break chains all by myself“, knurrt Beyoncé trotzig. „I’mma keep running cause a winner don’t quit on themselves.” Im wahrscheinlich kraftvollsten Song des Albums spricht Beyoncé nicht nur über ihre eigene Befreiung, sondern liefert auch einen wichtigen Kommentar über die Arbeit, die immer noch vor uns liegt, um die systematischen Ungleichheiten anzusprechen, die besonders in den USA noch vorherrschen. Während sie in der Vergangenheit vielleicht subtil war oder für Außenstehende distanziert erschien, wird klar, dass Beyoncé einen Punkt erreicht hat, an dem sie sich nicht dafür rechtfertigen muss, wie sie die Welt als schwarze Frau versteht.

Wiedergutmachung—„All Night“

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Hier wird deutlich gemacht, worum es auf dem Album wirklich geht: Widerstandsfähigkeit durch Liebe und Heilung. Es wird Jay Zs Großmutter gezeigt, wie sie eine Geburtstagsrede hält, in der sie sagt: „Mir wurden Zitronen gegeben, aber ich habe Limonade gemacht.“ Indem sie das Limonaden-Rezept ihrer Großmutter teilt, macht Beyoncé klar, wie viel Kraft die Generationen von Frauen verbindet und beweist die Widerstandsfähigkeit schwarzer Frauen in Zeiten sowohl kollektiven als auch individuellen Kampfes. Da die Fälle von Polizeibrutalität und der damit zusammenhängende Mangel an Gerechtigkeit anhalten, sind die Familien, die zurückgelassen werden, die Verkörperung dieser Widerstandsfähigkeit. Und auch wenn diese Ideen universell sind und von jedem gefühlt und verstanden werden können, ist klar, dass es einen gewollten Rezipient dieser Ode gibt.

In „All Night“ greift Beyoncé das Thema von Outkasts „Spottieottiedopaliscious“ auf und entschließt sich dazu, der geschädigten Beziehung eine weitere Chance zu geben. „Found the truth beneath your lies / And true love never has to hide / I'll trade your broken wings for mine“, singt sie, während sie durch Ruinen läuft. Aufnahmen der sonst privat gehaltenen Hochzeit des Paares sind zusammen mit anderen Darstellungen der Liebe zu sehen, wie ihrer Großmutter, die wieder heiratet, diversen glücklichen Paaren und sogar einer schwangeren Beyoncé, bevor es auf dem Höhepunkt mit der ganzen Familie endet.

„Formation“

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Auch wenn beim visuellen Album „Formation“ nur zu den Credits läuft, war das Video (was im Anschluss kommt) ein früher Vorbote der großen Hommage des Albums an New Orleans. Es in New Orleans spielen zu lassen, macht es zu einem spezifisch schwarzen und südlichen Kunstwerk, das Verrat, Liebe, Schwesternschaft, Familie und die Bedeutung von Heilung erforscht. Es ist selbst für eine Künstlerin, deren nächsten Schritt wir alle mit angehaltenem Atem erwarten, eine ambitionierte Sache, aber die beeindruckenden Visuals bieten mehr als jemand hätte erwarten können.

Wie durch die Stufen der Trauer arbeitet sich #LEMONADE auf eine Art durch diese wichtigen Themen und Emotionen, die uns eine noch nie zuvor gesehene Seite von Beyoncé zeigt. Normalerweise ist sie sehr vorsichtig, was die Teile ihres Lebens angeht, die sie mit uns teilt, und lässt uns nach ihren eigenen Bedingungen an den Prüfungen und Sorgen ihres Lebens teilhaben. Fragen nach dem Wahrheitsgehalt der Geschichte haben die Neugierde befeuert, wer „Becky mit den schönen Haaren“ sein könnte und einige Fans sogar so weit gebracht, Modedesignern Rachel Roy für etwas anzugreifen, was sie in diesem mittlerweile gelöschten Instagram-Post anscheinend impliziert hat. Spekulative Analysen der Videos haben zu einem ziemlichen Spektakel geführt, aber es ist wichtig, Raum für künstlerische Freiheiten zu lassen und diese Gedanken gegenüber der Arbeit selbst hinten anzustellen.

Auf ehrliche, rohe und reflexive Art habe ich mich in fast jeder Einstellung von #LEMONADE wiedergefunden. Es hat mich daran erinnert, dass schwarze Weiblichkeit magisch ist, aber nicht über ernsthafter Heilung steht, und ich habe sofort eine Verbindung zu den Referenzen an alte Rituale und Ikonografie gespürt, die in Amerika und der Karibik noch bewahrt werden und uns, ob wir es realisieren oder nicht, mit Afrika verbinden.

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