Mit jedem ordentlichen Kater folgt ein schmerzvolles Ritual: Wie Hänsel und Gretel den Kieselsteinen folgten, gehst du durch dein Portemonnaie und die Bons von letzter Nacht auf der Suche nach dem verlorenen Geld. Da war dieser Gin Tonic zum Start, dann der Wein und dann … du hast wie viel genau für Orgasmus- und Tequila-Shots ausgegeben?
Doch dann sind da auch noch Leute wie Jason Wong, ein Geschäftsmann aus China, der einfach mal 68.000 HK$ [umgerechnet circa 8.275 Euro] für einen 4cl-Shot Cognac auf den Tisch gelegt hat. Letzte Woche hat er den exklusiven Drink vor laufenden Kameras im InterContinental Hotel in Hongkong geext.
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Doch das wir nicht irgendein Schnaps: Was er da getrunken hat, war ein Croizet Cuvée Leonie 1858, ein Jahrgangs-Cognac aus einer einzelnen Ernte, den angeblich Winston Churchill und Präsident Eisenhower tranken, als sie 1944 den D-Day planten. Es war eine der letzten Cognac-Flaschen aus der Zeit, bevor die Reblaus in den 1870ern große Teile der Reben in Frankreich zerstört hat.
Glaubt man Francis Audemard, einem berühmten Cognac-Händler und Tasting-Experten, dann hat Wong einen „kraftvollen” Cognac mit Mohn-, Passionsfrucht- und Kokosnoten getrunken.
Ein bisschen eleganter also als ein Pfeffi.
Den teuren Shot hat sich Jason Wong genau an dem Tag gegönnt, als Donald Trump gewählt wurde. Er trank auf den designierten Präsidenten mit einem Toast: „Ich wünsche mir, dass er der Welt Frieden und mehr Geschäftsmöglichkeiten bringt.”
Jason Wong war wahrscheinlich nicht der Einzige, der an diesem Tag einen starken Drink gekippt hat. Prost.
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