In den 80ern errichteten Freiwillige hinter dem echten Parlamentsgebäude in Ottawa ein „Parlament“ in Katzengröße—mit Heizungen, Katzenklos und Futterstellen. Seit 1960 versammeln sich dort also Hunderte streunender Katzen, um der winterlichen Kälte zu entkommen. Angeblich stammen die süßen kleinen Bastarde alle von den mutigen Kreaturen ab, die im 19. Jahrhundert von den Angestellten des Parlaments angeschafft wurden, um die im Gebäude wohnenden Nager auszurotten. Diese Aufgabe übernahm in den 50ern dann die Chemie und die ihres Lebenszwecks beraubten Katzen landeten auf der Straße. Zumindest bis sie wie in einem verdammten Disneyfilm gerettet, als „Parlamentskatzen“ umgetauft wurden und ein neues Zuhause bekamen. (Was ehrlich gesagt nur damit zu tun hat, dass die Angestellten im Parlament einfach die Schnauze voll hatten, ständig Katzenkadaver aus den Heizungsschächten zu ziehen.) Steven Harper und seine Frau Laureen haben ein für sie sonst eher untypisches Mitgefühl für die Katzen gezeigt und wiederholt die gute Arbeit der Freiwilligen des Katzenparlaments gelobt. Währenddessen erlebt die obdachlose Bevölkerung, von denen ein großer Teil Inuit sind, die schlimmste Crackepidemie des Landes und wichtigen Drogenrehabilitationsprogrammen stehen dank der neuen, strengen Antikriminalitätsgesetze schwere finanzielle Einschnitte bevor.
More
From VICE
-

Photo by Tim Roney/Getty Images -

Photo by John Shearer/Getty Images for ACM -

Screenshot: Darrington Press -

Photo by Al Pereira/Michael Ochs Archives/Getty Images