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Hochzeit

Leute erzählen von ihren unpassendsten Reaktionen auf einen Antrag

"Hast du dir von der Stadt eine Genehmigung für das Feuer geben lassen?"

von Charlotte Buxton
17 Februar 2017, 11:50am

Photo by Tina Teel via Stocksy

Heiratsanträge sehen in der Realität nur selten so aus wie im Film. Angesichts einer derart lebensverändernden Frage ist nicht jeder in der Lage, mit einem einfachen, euphorischen "Ja!" zu antworten. Als mein Mann mir einen Antrag gemacht hat, war ich so nervös, dass ich rief "Mir ist zu heiß!" und losrannte, um die Klimaanlage in unserem Hotelzimmer aufzudrehen. Es war nicht unbedingt die filmreife Reaktion, die ich mir vorgestellt hatte und sicherlich auch nicht das, was er erwartet hatte. Immerhin: Ich bin nicht die Einzige, deren Reaktion absolut unpassend war.

Lizzie
Ich hatte meinem Verlobten erzählt, dass mein Bruder um die Hand seiner Freundin anhalten wollte, aber nicht genug Geld hatte, um ihr einen Ring zu kaufen. Ich meinte damals zu meinem Bruder, dass sie bestimmt Ja sagen würde – auch wenn er nur einen Ring aus dem Kaugummiautomaten hätte. Zwei Monate später sind mein Partner und ich dann zusammen in den Urlaub gefahren. Als wir gegen zwei Uhr nachts gerade ziemlich betrunken auf der Suche nach dem nächsten Taxistand waren, drehte er sich plötzlich zu mir um und streckte mir eine Ringschachtel entgegen.

Er: Wenn ich dich damit fragen würde, ob du mich heiraten möchtest, würdest du dann auch Ja sagen?

Ich: Bryan, du bist so ein Arsch!

Er: Ich meine es ernst!

Ich: Oh, wirklich? Ja!

Mehr lesen: Heiratsanträge sind immer noch Männersache – warum eigentlich?

Kaye
Wir waren gerade auf dem Weg zu meinen Eltern, die nicht weit entfernt in der nächsten Stadt leben. Am erstbesten Rastplatz machte mein Mann dann urplötzlich Halt, sprang aus dem Wagen, machte die Autotür auf meiner Seite auf und ging vor mir auf die Knie. Meine Reaktion war: "Aber wir kommen noch zu spät zu meinen Eltern!" Mittlerweile sind wir seit 18 Jahren verheiratet.

Sarah
Ich saß in Unterwäsche auf dem Bett und ließ meine Haare trocknen, weil ich gerade vom Sport kam. Es war der Geburtstag meines Partners. Er hatte sich gerade hingesetzt, um seine Karten zu öffnen, als er sich zu mir umdrehte und meinte: "Ich habe noch ein Geschenk für dich." Dann überreichte er mir den Ring und meinte: "Ich habe mir überlegt, dass wir vielleicht für immer zusammenbleiben könnten." Ich bin selten sprachlos, aber in dem Moment war ich vollkommen platt. Aus irgendeinem Grund machte es mich mit einem Mal total wütend, dass ich nichts geahnt hatte, weshalb ich nur zu ihm meinte: "Wer wusste noch davon?" Dann ließ ich ihn aufzählen, wem er davon erzählt hatte, bis ich schließlich meinte: "Na gut." Ich muss über meine Reaktion immer wieder lachen und zum Glück findet er es mittlerweile auch ganz witzig.

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Scarlett
Bei unserer ersten Verabredung hat Mark mich zu einer aufwendigen Audioführung durch die Stadt, in der wir mittlerweile leben, eingeladen. Um um meine Hand anzuhalten, hat er die Führung in dem Park vor unserer Haustür im Kleinformat nachgebaut. Wir gingen essen, hatten ein paar Gläser Champagner und kamen im Park an, als es bereits dunkel war. Er hatte Freunde gebeten, alles vorzubereiten – unter anderem auch ein kleines Lagerfeuer. Da wir beide als Anwälte arbeiten, war meine erste Reaktion auf seinen Antrag: "Hast du dir von der Stadt eine Genehmigung für das Feuer geben lassen?"

Als wir die Geschichte später meinem Vater erzählt haben, war das auch seine erste Reaktion. Ich schätze, der Apfel fällt nicht weit vom Stamm.

Be
Wir waren gerade dabei, unser Schlafzimmer umzugestalten, als mein Mann mit einer der Farbproben an die Wand schrieb: "Willst du mich heiraten?" Ich meinte nur: "Ja, aber ich hasse diese Farbe. Die sieht echt scheiße aus."

Foto: Pixabay | Pexels | CC0

Charlie
Sam hatte sich schon den ganzen Tag über komisch benommen. Wie ich später erfahren habe, lag das daran, dass er ein unglaublich komplexes Netz aus Lügen und Ablenkungsmanövern aufbauen musste, damit ich nichts von seinem Plan ahne. Er hat sogar zwei Stunden damit verbracht, ein Essen zu kochen, das wir nie gegessen haben, um mich nach dem Antrag mit einer Reservierung in unserem Lieblingsrestaurant überraschen zu können.

Wir gingen dann schließlich etwas am Strand spazieren. Normalerweise ist Sam immer total entspannt und kaum aus der Ruhe zu bringen, aber an dem Abend machte es ihn seltsamerweise extrem wütend, dass Leute auf der Bank saßen, zu der wir immer gehen, wenn wir am Strand sind. Ich konnte mir einfach nicht erklären, was mit ihm los war. Als er mich dann fragte, ob ich ihn heiraten wollte, war ich so schockiert, dass ich meinte: "Nein, nein, nein, lass den Scheiß!" Ich nahm den Ring, steckte ihn mir an den Finger und meinte, dass ich beruhigt sei, dass das alles sei. Ich war der festen Überzeugung, dass er langsam, aber sicher verrückt werden würde. Er hatte schon zuvor eine Flasche Champagner im Gebüsch versteckt, die wir dann dort tranken, um zu feiern (und wieder runterzukommen).

Beth*
Ich glaube, meine genauen Worte waren: "Was? Aber es ist Montagabend? Kein Mensch verlobt sich an einem Montag!"

Georgia
Paul und ich lebten damals in wilder Ehe in Abu Dhabi. Zu der Zeit fand dort gerade die FIFA-Klub-Weltmeisterschaft 2010 statt. Also gingen wir was trinken, sahen uns mit Freunden ein paar Spiele an und holten uns auf dem Rückweg libanesische Pizza. Als wir zu Hause ankamen, legte ich die Pizza in die Mikrowelle und sah betrunken dabei zu, wie sie sich im Kreis drehte. Paul sagte etwas zu mir, aber ich hörte ihm nicht richtig zu. Dann meinte er: "Ich sollte dafür wohl besser auf die Knie gehen."

Als ich mich zu ihm umdrehte und meinte ich nur: "Was tust du da unten?" Dann erst habe ich verstanden, dass er auf dem Küchenboden kniete, um um meine Hand anzuhalten. Ich wurde schlagartig nüchtern und sagte Ja. Als ich am nächsten Tag wach wurde, waren meine ersten Worte: "Haben wir uns gestern verlobt?"

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Nathalie
Wir machten gerade Urlaub in den Bergen. Ich hatte schon so eine Vermutung, dass er mir einen Antrag machen würde, weil er mich noch ein paar Tage vor der Abfahrt gefragt hatte, ob Schmuck auch außerhalb des Hauses versichert sei.

Als er mich fragte, waren wir gerade wandern. Vor lauter Aufregung kniete er sich auf beide Knie, woraufhin ich nur meinte: "Eigentlich musst du nur auf ein Knie gehen!" Dieser Satz war dicht gefolgt von: "Die Kuhherde da drüben kommt immer näher!" Wir mussten uns letztendlich ziemlich schnell aus dem Staub machen. Sehr romantisch.

Jacqui
Als ich mich umdrehte und sah, wie mein Verlobter auf die Knie ging, war ich so verdattert, dass ich ihm zurief: "Was machst du da, du Idiot? Steh auf!" Zugegeben, ich reagiere nicht besonders gut auf Überraschungen.


*Name wurde geändert.

Foto: Unsplash | Pexels | CC0