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Menschen

Wahre Geschichten über Blowjobs im Auto

Oralverkehr bei 100 Stundenkilometern ist keine sonderlich gute Idee—manche Leute tun es trotzdem. Uns haben sie erzählt, warum.

von Mish Barber Way
09 Mai 2016, 6:30am

Illustration: Katherine Killeffer

Es gibt viele Dinge, die man beim Autofahren lieber nicht tun sollte. Telefonieren, rauchen, seinen Facebook-Status aktualisieren und Selfies machen zum Beispiel. Bei all den Diskussionen darüber, welche Aktivitäten am Steuer gesetzlich untersagt werden sollten und wie groß die Risiken dabei wirklich sind, wird ein Thema gerne außen vor gelassen: Oralverkehr. Aber woran liegt das?

Während ein normaler Blowjob zuhause äußerst selten mit großen Überraschungen verbunden ist, hat Oralverkehr in einem fahrenden Fahrzeug etwas gefährliches. Wer sich langsam aber sicher auf den Höhepunkt zubewegt, ist eben nicht mehr ganz so aufmerksam, was Spurwechsel, Blinken oder rechtzeitiges Abbremsen angeht. Genau darin liegt aber für viele auch der Reiz—neben der Tatsache, dass Sex im öffentlichen Raum immer irgendwie ein bisschen aufregender ist, weil man jederzeit erwischt werden kann.

Erst wollte mir niemand von seinen Auto-Blowjob-Erfahrungen berichten, schließlich haben sich aber doch ein paar Leute gemeldet und ihre Geschichten zum Besten gegeben. Eine von ihnen hat sich sogar an einem Penis verschluckt. Was wir an dieser Stelle aber wirklich noch mal klar machen wollen: Es gibt auch andere Möglichkeiten, sein Sexleben aufzupeppen, die nicht beinhalten, dass man bei 130 auf der Autobahn durch seine ausgesprochene Zungenfertigkeit einen Unfall mit womöglich tödlichem Ausgang provoziert. Also fühlt euch durch diesen Artikel nicht dazu aufgerufen, das Ganze unbedingt mal selbst ausprobieren zu müssen.

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Adriane*

Als ich 16 war, bin ich mit einem älteren Typ aus meiner Schule gegangen. Er war groß, hatte zerzauste blonde Haare (im Skater-Look) und blaue Augen. Unsere Beziehung dauerte nicht lange und bestand hauptsächlich daraus, dass wir herumfuhren, Pot rauchten und auf dem Rücksitz oder in seinem Zimmer rummachten. Ich habe ihm meistens während dem Fahren einen geblasen, weil wir fast immer in seinem Wagen unterwegs waren. Er wohnte ziemlich weit weg (25 Minuten Fahrt, was damals schon ziemlich weit war).

An ein Mal erinnere ich mich besonders gut. Wir fuhren durch das „Zentrum" unserer kleinen Vorstadthölle, das eigentlich nur aus einer vierspurigen Straße mit einem riesigen Einkaufszentrum auf jeder Seite bestand. Wir hatten gerade einen im Auto geraucht, als ich anfing, ihm einen zu blasen. Wir hielten unter einer Laterne und während ich gerade dabei war, fing er plötzlich an zu lachen. Ich hob meinen Kopf und sah vor mir aus dem Fenster der Fahrerseite. Neben uns stand noch ein Auto. Auf dem Fahrersitz des anderen Wagens saß ein Mann, der den Sitz zurückgelehnt hatte. Seine Arme waren ausgestreckt auf dem Lenkrad abgelegt. Dann sah ich, wie langsam eine Frau nach oben kam—zuerst ihre Schultern, dann ihr Hinterkopf und schließlich der Rest ihres Körpers. Als sie wieder in ihrem Sitz saß, drehte sie den Kopf in meine Richtung. Einen kurzen Moment lang sahen die Frau und ich uns direkt in die Augen, während mein damaliger Freund und der Mann im anderen Wagen sich ebenfalls ansahen. Die Frau grinste kurz und begann dann laut zu lachen.

Der Moment, als ich bemerkte, dass die Frau im Wagen neben uns, zur selben Zeit dasselbe tat wie ich, wirkte irgendwie surreal. Kurz darauf ging das Licht des anderen Wagens an und der Mann fuhr davon. Mein Freund musste fast zehn Minuten lang unkontrolliert lachen und erzählte sich selbst immer wieder, was gerade passiert war—wie bekiffte Leute das eben tun: „Weißt du noch als wir vor ein paar Minuten diesen Typ gesehen haben, der im Auto einen geblasen bekommen hat, während du mir einen geblasen hast!?"

Daniela

Das letzte Mal als ich jemandem im Wagen einen geblasen habe, standen wir im Drive-in eines Fastfood-Restaurants. Dieser Typ, mit dem ich schon öfter ausgegangen war, und ich kamen gerade aus einer Bar. Ich war wirklich ziemlich betrunken, ziemlich hungrig und ganz offensichtlich auch ziemlich geil. Ich fragte ihn, ob wir noch was essen fahren könnten, weil ich unbedingt einen Cheeseburger haben wollte (er isst kein Fastfood und hält sich an tausend Diätvorschriften, weswegen er auch nichts bestellt hat). Er fuhr mich zu dem nächstgelegenen Fastfood-Restaurant, wo Tag und Nacht die Hölle los ist. Als wir in der Schlange des Drive-in standen, habe ich zum Spaß mit ihm geflirtet. Anscheinend hat das so gut funktioniert, dass er wirklich Sex haben wollte, also habe ich ihm einen geblasen. Genau in dem Augenblick als wir zum Bestellschalter kamen, habe ich geschluckt und mir einen Cheeseburger (ohne Zwiebeln) und Fritten bestellt. Anschließend fuhr er mich nachhause und ich habe schon während der Fahrt mein ganzes Essen verputzt. Es war wunderschön.

Foto: State Farm | Flickr | CC BY 2.0

Frank

Das erste Mal, als mir jemand während der Fahrt einen geblasen hat, kam unerwartet und war ziemlich aufregend. Mein Freund und ich kamen gerade von einer Feier, auf der ich ihn ein paar meiner Freunde vorgestellt hatte. Auf dem Rückweg wollte er mir dann einen blasen. Ich habe den Fahrersitz zurückgeschoben, meine Jeans runtergezogen und er fing an. Ich habe dauernd nach anderen Autos Ausschau gehalten, weil ich wusste, dass jeder, der dicht genug hinter uns fuhr, sehen konnte, was wir da gerade machten. Ich genoss den Blowjob zwar, war gleichzeitig aber auch ein nervöses Wrack. Ich war ständig auf der Hut. So fuhren wir also die Straße entlang und gerade als ich entspannt genug war, um diesen großartigen Moment zu genießen, fuhr ich an einem Polizeiauto, das am Straßenrand geparkt war, vorbei. Ich versuchte cool zu bleiben und mir nichts anmerken zu lassen. Doch ungefähr anderthalb Kilometer weiter, passierte ungefähr das Schlimmste, was ich mir hätte vorstellen können.

Ich kam und kurz darauf sah ich das Blaulicht im Rückspiegel.

Mein Freund fuhr erschrocken hoch. Ich fuhr rechts ran und versuchte, mich zu sammeln. Der Polizist lief mit einer Taschenlampe in der Hand vor zu meinem Wagen. Er wollte wissen, warum wir so spät noch unterwegs waren und ob wir getrunken hätten. Er hatte mich wegen eines defekten Rücklichts angehalten. Ich fühlte mich wie ein Häufchen Elend mit halb aufgeknöpften Hosen. Er beließ es bei einer Warnung, aber ich war ziemlich sicher, dass er wusste, was passiert war.

Anna

Ich habe meinem ersten Freund auf der High-School ständig einen im Auto geblasen, während wir mit dem BMW M3 seiner Mutter die Autobahn entlang rasten. Wenn man aus derselben Gegend kommt wie ich, dann ist sowas ganz normal. Wir machten das andauernd. Ich war damals ziemlich leichtsinnig, es hat mir aber tatsächlich gefallen und ich habe es auch in meinen späteren Beziehungen immer wieder gemacht—wenn auch nicht ganz so häufig. Wenn er nicht fuhr, machten wir in seinem Auto auf dem Parkplatz vor der Schule rum. Deswegen schien es nur eine natürliche Steigerung zu sein, ihm während dem Fahren einen zu blasen. Ich fand es ziemlich aufregend, dass er so schnell fuhr. Einmal, als ein anderer M3 neben uns fuhr—in dem Moment saßen wir aber ganz züchtig nebeneinander—schwöre ich, sind wir mindestens 200 gefahren. Einerseits haben wir immer gehofft, dass uns keiner der vorbeifahrenden Leute sieht. Andererseits wäre das aber auch ziemlich aufregend gewesen.

Lola

Das letzte Mal, als ich jemandem während der Fahrt einen geblasen habe, war ich Anfang 20. Mein Freund und ich fuhren im Minivan seiner Mutter. Ich weiß nicht mehr, wo wir hingefahren sind oder was wir gemacht haben; Ich weiß nicht mal mehr, wie das alles angefangen hat, aber ich kann mich noch daran erinnern, wie er plötzlich bremsen musste, um nicht auf das Auto vor uns aufzufahren. Sein Penis stieß hinten an meine Kehle und ich musste würgen. Das war aber nichts im Vergleich zu den Schmerzen, die er erlebte. Für ihn wäre es wohl weniger schmerzhaft gewesen, wenn er einfach in das Auto vor uns reingefahren wäre.


*Alle Namen wurden geändert.

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