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Der "Krieg dem DFB"-Rapsong geht gerade viral

Der Fanrapper M.I.K.I greift in seinem neuen Video frontal den DFB an. Kritik daran, das Wort "Krieg" zu verwenden, kontert er auf Facebook.

von VICE Sports
10 Juli 2017, 9:58am

Screenshot von YouTube aus dem Video „Krieg dem DFB“ von M.I.K.I

"Ihr könnt uns hassen, doch ihr könnt nicht unsere Liebe nehmen. Für die große Liebe lohnt es ich immer in den Krieg zu gehen", rappt M.I.K.I in seinem neuen Song "Krieg dem DFB". Darin schwimmt der für seine BVB-Lieder bekannt gewordene M.I.K.I auf der derzeit immer größer werdenden Kritikwelle von Fans gegen den DFB. So vereint er im Video seiner Hymne bekannte Elemente der Kommerzkritik: Red-Bull-Dosen, ein asiatischer Investor mit Plänen für die chinesische U20 in der Regionalliga und die "Krieg dem DFB"-Camouflage-Shirts des Dresdner Auswärtsspiels in Karlsruhe. Im Text mahnt er vor Madrider Europapokal-Besuchen auf dem Dorf und stellt nach Timo Werners Schwalbe dessen Funktion als Vorbild in Frage.

Der Song wurde auf diversen Portalen schon hunderttausende Male geschaut. Dennoch gab es auch vereinzelte kritische Stimmen. So warf ein Facebook-User dem Rapper aus Herne vor, dass dieser das Wort "Krieg" für den Song ausgewählt habe: "Wisst Ihr überhaupt, was Krieg bedeutet? Wen wollt ihr töten? Wem das Haus wegbomben? Wen zur Flucht in die Ferne treiben? Ihr habt sie doch nicht alle!" M.I.K.I reagierte auf seiner Facebook-Seite: "Dass das 'Krieg' und die ganzen Szenen als Stilmittel genommen wurden, sollte man als gebildeter Mensch eigentlich verstehen. Dass ein Protest bei dem man nur 'bitte, bitte' sagt nichts bringt, das weiß auch jeder! Es ist bewusst so dargestellt und die ganze Bewegung hat bewusst diesen Namen (Lest euch einfach das Statement der Ultras Dresden durch)."

Auch auf die Vorwürfe, dass er mit dem Song selbst nur Geld einstreichen will, ging der Rapper ein: "Wir haben auch von Anfang an gesagt, dass das eingenommene Geld für weitere Aktionen gespendet wird und haben direkt einige Gruppierungen angeschrieben. Der Erlös geht wieder komplett in die Kurve!" Und der Rapper erklärte auch, was es mit dem "Krieg dem DFB"-Shirts auf sich hat, die er umsonst für den Videodreh bekommen habe: "Ich habe die Aktion der Dresdener Ultras gesehen und fand das Statement danach klasse." Und er erklärte auch: "Es war nicht nur eine Aktion - Es ist eine Bewegung! Hört auf unseren Volkssport Fußball zu zerstören und hört endlich auf uns Fußballfans zu ignorieren! Wenn ihr uns schon kein Gehör schenkt, müssen wir halt diese Schiene fahren!" Seinen persönlichen Grund für den Song erklärte er auf Facebook auch noch: "Ich musste diesen Text einfach mal verfassen, weil mir diese ganze Kommerzlaberei auf den Sack geht. Jeder der mich kennt, weiß ich wie ich für Fußball, dem BVB und der Musik brenne."

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