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Drogen

Ein Schüler hat seinen Hash-Brownie mit seiner Lehrerin geteilt

Aber die wusste davon nichts. Von wegen „sharing is caring".
11.12.14

Dumme Vorfälle, in denen Gras irgendeine Rolle spielt, ​gibt es ja immer wieder. Erst vor wenigen Monaten machten ​diese Selfie-Gangster auf sozialen Medien auf sich aufmerksam und wanderten damit ganz schnell ins Gefängnis. Aber es geht auch harmloser: Ein Schüler der Broadneck High School in Annapolis, Maryland, USA, teilte sich im Unterricht mit seiner Freundin einen Haschbrownie. Die Lehrerin bekam das mit und ​wollte gerne einen Bissen abhaben. Der Teenager, aller Wahrscheinlichkeit nach schon unglaublich stoned, bekam es mit der Panik zu tun und gab der Lehrerin ein Stückchen ab, ohne sie darauf hinzuweisen, dass der Brownie mehr als nur Schokolade enthält. Die Lehrerin begann wenig später, sich unwohl zu fühlen—sogar so schlecht, dass sie zur Schulschwester ging, die sie ins Krankenhaus schickte. Die Ärzte dort diagnostizierten dann, dass sie high war.

Als die Schulverwaltung den Teenager zur Rede stellte, gab dieser zu, dass der Brownie Marihuana enthalten habe und dass er versäumt habe, der Lehrerin dieses mitzuteilen. Ihm werden nun die Verabreichung einer gefährlichen Substanz, Körperverletzung und grob fahrlässige Gefährdung zur Last gelegt.

Schulleiter David Smith schickte nach dem Vorfall einen Brief an alle Eltern, in dem er die Geschehnisse darlegte und die Eltern darum bat, mit ihren Kindern über dieses Thema zu sprechen. Die Schüler mögen doch bitte nur noch Essen konsumieren, das sie selber zur Schule mitgebracht oder von der Schule erworben haben. In anderen Worten: Traue Niemandem, denn alles kön​nte mit Marihuana versetzt sein.

Auch ohne diesen Vorfall war es schon ein ereignisreiches Jahr für essbare Cannabisspezialitäten in den USA. ​Levy Thamba, ein 19-jähriger Collegestudent, sprang von einem Balkon in den Tod, nachdem ein Haschkeks ihn „unruhig" gemacht hatte. ​Ein zwei Jahre altes Mädchen aus Colorado wurde ins Krankenhaus eingeliefert, nachdem es mit Marihuana versetzte Lebensmittel gegessen hatte—insgesamt hat sich die Zahl der Kinder, die nach versehentlichem Marihuanaverzehr ins Krankenhaus eingeliefert wurden, ​im letzten Jahr verdoppelt. Und dann gab es natürlich noch ​den Vorfall mi​t Maureen Dowd. Der ist zwar durch nichts zu entschuldigen, wirft aber dennoch ein schlechtes Licht auf die Dosierbarkeit von essbaren Cannabisprodukten.

Der schlechte Ruf von Haschkeksen ist dabei aber in keinem Fall gerechtfertigt. Eigentlich sind die Regeln doch recht einfach: Check die Dosierung, bewahr deine Schätzchen außerhalb der Reichweite von Kindern auf und gib sie nicht an ahnungslose Personen weiter. Damit wäre dann auch eigentlich alles gesagt. Genieß deine kulinarischen Kreationen verantwortungsvoll und bitte—um Himmelswillen—gib deinen Lehrern keine Drogen.