Hangover-News

Die AfD hat eine neue Anführerin, in einer Hamburger Sportsbar sind 900 Hanf-Pflanzen gefunden worden, Griechenland hat abgestimmt und Yanis Varoufakis ist zurückgetreten.

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06 Juli 2015, 3:32am

Die AfD hat eine neue Anführerin

Foto: Imago | Sven Simon

„Das Problem sind eher Randgruppen wie Sinti und Roma, die leider in großer Zahl kommen und nicht gut integrationsfähig sind." Zitat Bernd Lucke, die ehemalige Galionsfigur der AfD. „Ehemalig", weil er seinen Parteimitgliedern nicht rechts-konservativ genug ist. Am Samstag wurde auf dem AfD-Parteitag in Essen über eine neue Parteispitze entschieden. Dort sprach Lucke in seiner Begrüßungsrede davon, dass die AfD niemals beschlossen hätte, eine Pegida-Partei zu sein. War keine so gute Idee. Das Partei-Publikum buhte in aus und zeigte ihm selbstgebastelte rote Karten. Als rechte Alternative zu Bernd Lucke stand auch Frauke Petry zur Wahl. Sie gewann mit 59,7 Prozent der Stimmen und gilt nun als neue Hoffnung für die Hardliner in der AfD.

Bücherdieb klaut einer Fachhochschule Bücher im Wert von 20.000 Euro

Foto: Imago | Fotoimedia

Hochschulbibliotheken gehören zu jenen Orten, wo sich der Grad an Asozialität in einem Menschen sehr gut messen lässt. Wer ausgeliehene Bücher mit eigenen Notizen und unterstrichenen Textpassagen vollkritzelt, bewegt sich auf der Arschloch-Skala noch im mittleren Bereich. Wer Bücher versteckt, damit Andere sie nicht ausleihen können, gehört ins obere Drittel, wer aber Bücher im Wert von 20.000 Euro klaut, um sie im Internet wieder zu verkaufen, der bildet das Extrem der obersten 0,001 Prozent. So geschehen bei einer Hochschulbibliothek in Kempten, wo Mitarbeiter die fehlenden Buchexemplare zum Angebot im Netz wiederfanden. Als die Polizei die Wohnung des 32 Jahre alten Verdächtigen durchsuchte, entdeckte sie 380 geklaute Bände. Wie viel der Dieb über die Jahre hinweg bereits entwenden und verscherbeln konnte, wird noch momentan zu ermitteln versucht.

Der Sohn und der Enkel des Primark-Gründers sowie die Freundin des Enkel ertrinken im Meer

Foto: Imago | Becker & Bredel

Mode zu derart niedrigen Billigpreisen, dass selbst H&M nicht mithalten kann, ist das Erfolgsrezept des irischen Textil-Discounters Primark. Gründer des Imperiums ist der 82-jährige Arthur Ryan. Wie jetzt am Wochenende bekannt wurde, sind sein Sohn Barry, dessen Sohn Barry Junior und dessen Freundin bei einem Angeltrip auf hoher See ums Leben gekommen. Mit von der Partie in Baltimore Harbour war auch Arthur Ryans Enkelin. Bei starkem Seegang traf eine hohe Welle das Boot, wodurch die Freundin des Primark-Enkels ins Wasser fiel. Barry Junior sprang ihr zur Rettung nach und auch als er mit dem Wellengang nicht zurechtkam, sprang sein Vater hinterher. Übrig blieb dessen 13-jährige Tochter, die vom Boot aus die Rettungskräfte alarmierte. Barry Senior und die Freundin seines Sohnes konnten nur noch tot aus dem Wasser geborgen werden, von Barry Junior fehlt immer noch jede Spur.

In einer Hamburger Sportsbar wurde eine Hanf-Plantage mit 900 Pflanzen entdeckt

Hierbei handelt es sich nicht um die Hamburger Plantage, aber es sah so ähnlich auch. Foto: Imago | Blickwinkel

UV-Lampen, Bewässerungssystem, das volle Programm. In Hamburg-Eilbeck haben sich die Betreiber einer Sportsbar gedacht, keine Spielwetten mehr anzunehmen, sondern den gesamten Innenraum ihres Etablissements in ein Gewächshaus umzuwandeln. Die Fenster wurden von außen verklebt, so dass niemand die 900 Pflanzen von insgesamt 25 Kilogramm Gewicht und ca. 200.000 Euro Marktwert sehen konnte. Nur bei dem Bewässerungssystem haben die Hobby-Gärtner geschlampt. Es trat Wasser bis auf die Straße aus, worauf eine Nachbarin die Feuerwehr wegen eines Rohrbruchs alarmierte.

Griechenland sagt ,Nein' und Yanis Varoufakis tritt zurück

Foto: Imago | ZUMA Press

Am Sonntag sollten die Griechen in einem Referendum ihre Zukunft wählen. Sie wählten ein ,Nein'. ,Nein' ist die Antwort auf die Frage, ob die griechische Regierung dem Sparprogramm der europäischen Gläubigergemeinschaft zustimmen soll. 61,3 Prozent der Wähler wollten, dass Alexis Tsipras und sein Stab für ein demokratischeres Europa weiterkämpfen—oder wie es Yanis Varoufakis nach dem Referendum formulierte: Gegen die „dystopische Vision einer Eurozone". Am Montagmorgen verkündete er dann zurückzutreten.

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