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Mars auf Erden

Nur zwanzig Minuten von der kleinen Stadt Hanksville entfernt, steht in einem Tal mitten in der kargen Wüste Utahs, ein zylinderförmiges Gebäude.
16.9.10

Nur zwanzig Minuten von der kleinen Stadt Hanksville entfernt, steht in einem Tal mitten in der kargen Wüste Utahs, ein zylinderförmiges Gebäude. Das ist die Mars Desert Reseach Station, die wie ein abgespactes Raumschiff aussieht. Diese Station wurde von der Mars Society, einer florierenden Non-Profit-Organisation entworfen. Sie beschäftigen sich damit, die Umsiedlung der Menschen auf den roten Planeten zu erforschen.

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Das San Rafael Tal in Utah wurde deshalb als Ort der Simulation ausgewählt, weil es eine ähnliche Beschaffenheit mit dem Mars aufweist und den Wissenschaftlern die Möglichkeit bietet, dort so realitätsnah wie nur möglich zu leben und zu arbeiten. In der Mars Analog Station lebt eine kleine Gruppe Mars-Nerds und Wissenschaftler, die ihre Sache sehr, sehr ernst nehmen. Wenn sie aus der Station rausgehen, ziehen sie ihre Kostüme an, die den originalen Anzügen nachempfunden sind, sie verzehren ausschließlich nur selbsthergestelltes Essen und leben im Bezug auf Flüssigkeiten nach dem Motto: „ist es gelb-ist es schlecht.“ Unsere Motherboard Kollegin Kelly Loudenberg hat neulich die Station besucht um zu erfahren, wie es sich auf dem irdischen Mars so lebt. Im Gegensatz zu den staatlichen Experimenten wie dem Unterwasser NEEMO Projekt der NASA und dem Isolationstest Mars 500 der ESA, sieht das Leben in der Wüste wie ein netter Picknickausflug aus. Aber es ist mehr, als eine bloße theoretische Übung, denn laut dem Crewmitglied Nori Cassman ist es eine gute Vorbereitung auf das Leben auf dem Mars.