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Wenn ihr den Hochglanz-Lack mal ein bisschen abkratzt, ist die eigentliche Geschichte nämlich die vom Frankenstein-Monster WWE – das aus den Leichenteilen der früheren WWF und der vermoderten WCW zusammengeflickt wurde und über die Jahre zur unberechenbaren Bestie mutiert ist –, und seinem ohnmächtigen Schöpfer: Dem visionären, aber leider auch vermessenen Doktor Mac-Man, der glaubt, das Wrestling-Business mithilfe seiner Mainstream-Maschine in etwas Nobles, Unterhaltendes, Bühnenreifes verwandeln zu können, und schließlich doch vom proletoiden Paranoia-Mob seiner eigenen hirnlahmen Wrestler (und von einer fiktiven Autobombe) in Stücke gerissen wird.Wenn das auch nur im Geringsten mit McMahons Selbstbild zu tun hat, muss der alte Mann das Wrestling-Geschäft wirklich hassen. Nicht, dass es nicht immer wieder Stimmen gäbe, die genau das behaupten, aber bis zum Fake-Tod seines TV-Charakters am 11. Juni 2007 war zumindest ich ums Verrecken nicht bereit, mit von der paranoiden Partie zu sein und den Irren recht zu geben, die ihn immer schon als selbstmitleidig, größenwahnsinnig und angewidert beschreiben.Seither bin ich mir nicht mehr so sicher – im Bezug auf so ziemlich alles. Irgendwie warte ich immer noch auf die eine klärende Folge von WWE Monday Night Raw, die mir die Augen wie Popcorn aufgehen lässt; aber gleichzeitig weiß ich, dass jede vernünftige Erklärung für, naja, DAS ALLES im selben Zeitpunkt gestorben ist wie diese ganze Storyline.
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