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Bushido gegen die Polizei Buxtehude – Das Finale

Nachdem Bushido wegen eines Phantombilds Anzeige gegen die Polizei erstattet hatte, gibt es jetzt eine Entscheidung.

von Noisey Staff
16 Mai 2017, 10:35am

Foto im Header: Collage von Bildblog.de aus dem Artikel "Polizei und Medien gehen mit Bushido auf Verbrecherjagd"

März 2017, Buxtehude. Eine Frau wurde ausgeraubt, nach dem Täter wird mit einem Phantombild gefahndet, das verblüffende Ähnlichkeit zu Bushido aufweist. Dann gibt das Landeskriminalamt Niedersachsen zu, dass sie wirklich ein Foto des Berliner Rappers als Grundlage benutzt haben. Der findet das erst noch witzig und bedankt sich für den Style-Tipp.

Das Cap hat er sich später auch wirklich zugelegt. Mit dem Spaß war es dann aber vorbei: "Anzeige ist raus, meine Damen und Herren." Auf Anraten seines Anwalts erstattete Bushido Anzeige beim LKA Niedersachsen gegen Unbekannt wegen Verfolgung Unschuldiger, Beleidigung und Verleumdung. "Die sind mit meinem Bild auf Verbrecherjagd gegangen! Geht echt überhaupt nicht klar."

Die Staatsanwaltschaft Niedersachsen teilte uns damals mit, dass es bei einem möglichen Strafverfahren üblicherweise lediglich um eine Bestrafung des Täters gehen würde – nicht um möglichen Schadensersatz für Bushido. Dem ging es vielleicht eher um eine Entschuldigung. Jetzt kommt es zu keinerlei juristischem Nachspiel, das Verfahren wurde eingestellt. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft erklärte, dass Bushido weder beleidigt noch falschen Verdächtigungen ausgesetzt worden war. Und der Paragraph 24 des Kunsturheberrechts-Gesetzes besagt: "Für Zwecke der Rechtspflege und der öffentlichen Sicherheit dürfen von den Behörden Bildnisse ohne Einwilligung des Berechtigten sowie des Abgebildeten oder seiner Angehörigen vervielfältigt, verbreitet und öffentlich zur Schau gestellt werden." Also alles kein Problem, mit einem Bild von Bushido auf Verbrecherjagd zu gehen. Selbst hat sich der Rapper noch nicht zu dem Ausgang geäußert. Auf eine Entschuldigung wird er aber wohl noch lange warten können.


Hier wäre die Polizei vermutlich nicht so locker ...

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