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Niemand schneidet dein Dönerfleisch so präzise wie dieser Roboter

Kürzere Wartezeiten und dünnere Streifen vs. traditionelles Schneidehandwerk.

von Emiko Jozuka
20 August 2015, 10:40am

Bild: Shutterstock

Hakan Gorenli, geschäftstüchtiger Inhaber der Londoner Dönerbude Super Kebab Takeaway, hat die Fast-Food-Erfahrung auf ein neues Level gehoben. Wie der Guardian berichtete, investierte er 7.000 Euro in die Anschaffung eines Döner-Roboters, der innerhalb von Sekunden präzise und hygienisch einwandfreie Fleischstreifen abschneidet.

„Ich habe mich für diese Maschine entschieden, weil sie schneller schneidet [als ein Mensch], hygienischer ist und generell einfach besser ist, als mit der Hand zu schneiden", erzählte mir Gorenli und betonte die besonders dünnen, von der Maschine gleichmäßig abgeschnittenen Stücke. Oft wird den menschlichen Dönerschneidern sehr heiß, wenn sie nah am Grill die Scheiben vom Fleischspieß herunterschneiden. Da ein Roboter nicht schwitzt, minimieren sich so auch die hygienischen Risiken.

Nachdem Freunde ihm von dem Gerät erzählt hatten, ließ sich der aus Izmir stammende Gorenli die Schneidemaschine von dem türkischen Hersteller Atalay direkt zuschicken.

Gorenli gibt seinen Kritikern zwar recht, dass der maschinelle Superschneider die traditionellen Praktiken des gekonnten Fleischabtrennens vom brutzelnden Dönerspieß in eine staubige Vergangenheit befördert, doch bei ihm schlagen die Argumente der Effizienz jegliche althergebrachten Techniken.

Die Vorteile überprüfte er auch bereits in einer eigenen Haus-Umfrage. „Ich habe jeden Kunden gefragt: 'Was ist besser? Handgeschnitten oder maschinengeschnitten?' und 99% antworteten, dass der Roboter besser ist", sagte er. Die Argumente für die Dönermaschine begründen sich vor allem auf den dünneren Streifen und der schnelleren Performance.

Bild: Gurkan Sadıkoğlu/YouTube

„Bisher mussten meine Kunden bis zu einer Stunde in der Schlange stehen und warten. Jetzt hat sich diese Zeit auf maximal zehn Minuten reduziert", quittiert Gorenli seine Erfolgsentscheidung.

Andererseits halbiert sich mit der Wartezeit möglicherweise auch das Gesamterlebnis. Erfährt der ausgehungerte Fast-Food-Fan überhaupt den vollen Geschmack, wenn er zum Beispiel bei Mustafas Gemüsekebab in Berlin-Kreuzberg nicht mindestens 45 Minuten in der Schlange gestanden hat?

Doch wer weiß, was der Döner-Roboter noch so alles aus „Salat komplett" und „Soße scharf" zaubern kann, wenn er sich wie dieser Koch-Roboter noch ein paar Gerichte mittels Youtube-Tutorials draufschafft?