silvester

7 Dinge, die Silvester zum besten Tag des Jahres machen

Champagner und Explosionen—was willst du denn noch?

von Bjoern Tolgensen
21 Dezember 2015, 3:51pm

Imago

Was ist trauriger, als Weihnachten und Valentinstag alleine zu verbringen? Richtig: an Silvester einsam rumzusitzen. Die ganze Welt ist an diesem Tag auf den Beinen und du hast nichts Besseres zu tun, als Rotwein in deiner Badewanne zu trinken und Dinner For One zu schauen, weil du immer noch der Meinung bist, dass Silvester scheiße ist. Wird endlich Zeit, dass wir dich bei THUMP eines Besseren belehren.

Gigantische Partyauswahl

Jeder, wirklich jeder, Club hat geöffnet und bemüht sich um das bestmöglichste Line-Up. Wann hattest du das letzte Mal eine so riesige Auswahl an großen Namen in deiner Nähe? OK, die Clubs sind auch ziemlich voll, aber auch, wenn du keine Lust darauf hast, inmitten einer riesigen Menge Partymenschen ins neue Jahr zu tanzen, kannst du so richtig die Sau rauslassen. Wir reden hier von Hauspartys. Jeder ist auf unglaublich vielen Partys eingeladen, du stehst vor der freien Auswahl: Willst du lieber zu dem etwas trotteligen Typen, bei dem man sich wahnsinnig gut unterhalten kann und für alles gesorgt ist oder doch lieber auf die Red-Cup-Party deiner Bekannten, bei der nur der Bass der extra angemieteten Funktion-One-Anlage das Chaos regiert? Du musst dich nur um deinen Alk und ein paar Kondome kümmern, sonst ist alles gratis.

Mach deine eigene Party

Dir ist das irgendwie doch zu viel Auswahl und deine engsten Freunde können sich auch nicht entscheiden, welche Party es werden soll? Dann mach doch einfach deinen eigenen kleinen Silvester-Rave. Eine Anlage hast du bestimmt rumstehen; wenn du THUMP liest, hast du sicher den ein oder anderen DJ-Freund, der für Stimmung sorgt und du musst nicht einmal vor die Haustür, um das neue Jahr gebührend zu begrüßen. Klar, das Aufräumen am Tag danach könnte stressig werden, aber du kannst dir mit einem einfachen Trick Abhilfe schaffen: Biete Leuten, die dir beim Aufräumen helfen, am Abend vorher Gratis-Alkohol und einen Schlafplatz (auf der Isomatte am Boden, natürlich) an. Leute, die sich am nächsten Morgen/Mittag/Nachmittag trotzdem mit einer fadenscheinigen Ausrede verpissen, fallen das darauffolgende Jahr einfach aus dem Raster. Diese Methode braucht zwar zwei oder drei Jährchen, um zum besten Kosten-Nutzungsverhältnis zu kommen, aber dafür sind die eigenen Partys doch auch immer die legendärsten.

Die Vorfreude beim Einkauf

Um Alkohol zu verschenken, brauchst du: Alkohol. Verdammt viel Alkohol. Also schnapp dir deine engsten Kameraden und macht euch auf in den nächsten Großhandel. So eine Shopping-Tour wird doch gleich besser, wenn es nicht um irgendwelche Schuhe geht, sondern um Hochprozentiges. Du wolltest schon immer mal sechs Flaschen Pfeffi? In den Einkaufswagen damit. Der Champagner ist im 12er-Pack im Angebot? In den Einkaufswagen. Die 20-Liter-Wodka-Flasche kostet nur 40 Euro? In den Wagen. Du bekommst zu jedem Kasten Bier eine Packung Feuerwerk? Noch mehr Einkaufswägen holen ... Wenn du dann mit deinem klirrenden und kristallklaren Einkauf an der Kasse stehst und dein ganzes Weihnachtsgeld ausgibst, schüttet dein Körper doppelt Dopamine aus: Das Glücksgefühl, wenn du etwas kaufst wird mit der Vorfreude deines Körpers auf den ganzen Schnaps vermischt.

Scham ist ein Fremdwort

Das Gute an dem ganzen Alkohol und der ausgelassenen Stimmung: Jeder auf einer Silvesterparty ist so stramm, dass du dir wirklich viel erlauben kannst. Na gut, die Straight-Edge-Veganerin, die ständig laut hustet, um darauf aufmerksam zu machen, dass Rauchen ungesund ist, solltest du vielleicht nicht unbedingt befummeln. Aber was spricht gegen einen intensiven Kuss auf den Mund deines besten Freundes um 00:00 Uhr? Schliesslich ist ja Neujahr und du kannst endlich mal herausfinden, wie er schmeckt. Sag einfach ganz schnell „hashtagnohomo" und auch deine erzkonservativen Freunde werden es dir verzeihen und nicht an deiner Sexualität zweifeln. Immerhin ist fucking Silvester, da stürzt doch jeder gezielt ab und leistet sich den ein oder anderen Fehltritt.

Kollektiver Katertag am 1. Januar

Feiertag. Da ist doch die Feier schon im Namen. Deswegen feiert man ja auch am Abend vorher, um in den Feiertag, das neue Jahr (und vielleicht die kurzfristige Bekanntschaft) kurz reinzuschlittern und dann verkatert die Reste vom Raclette zu essen, während du dir die Wiederholungen von Stirb Langsam 1-6 reinziehst. Das Gute dabei: Jeder Mensch auf der ganzen Welt ist verkatert. Niemand wirft dir vor, dass du erst um 16 Uhr aufstehst und dein Sofa nur verlässt, weil noch keine bequemere Möglichkeit erfunden wurde, aufs Klo zu gehen.

Explosionen!

Explosionen! Mehr Explosionen! Wer keine Explosionen aus Farben und Funkeln mag, hat entweder einen Krieg miterlebt oder ist ein verdammter Waschlappen. Es gibt doch nichts Geileres, als etwas anzuzünden, das dann in tausend Teile zerplatzt. OK, OK, Silvesterknaller können voll gefährlich sein und Hunde und Katzen finden die auch nicht so cool... aber Alter, HAST DU SCHONMAL GESEHEN, WAS PASSIERT, WENN DU ZWEI VULKAN-BATTERIEN MITEINANDER VERBINDEST? Versuch doch einfach, niemandem deine illegalen China-Böller aus Polen an den Kopf zu werfen und alle können sich an dem hell erleuchteten Nachthimmel und dem süßen Geruch von Schiesspulver erfreuen. FUCK YEAH, EXPLOSIONEN!

Keine Polizei

Böhmermann hat Polizei. Man munkelt aber, dass er sich an Silvester nicht auf die Strasse traut, denn da sind unsere Freunde und Helfer schlicht und einfach komplett überfordert. Hier eine Schlägerei, da ein Brand, dort ein Typ, der sich aus Spaß einen „Bombengürtel" aus China-Knallern gebastelt hat und von betrunkenen Pegida-Anhängern verprügelt wird, während diese mit Brandbeschleuniger auf dem Weg zum nächsten Flüchtlingsheim sind. Zünde einfach nichts an, was kein Feuerwerk ist und brich niemandem die Nase, weil er es witzig findet, dass du deinen besten Freund geküsst hast und du kannst machen, was du willst. Die Polizei wird nicht kommen. Falls doch, finden sie nur ein paar Druffis auf der Straße, die Raketen aus ihrer Poritze starten lassen und klug genug waren, ihren ganzen Stash im Haus zu lassen.

Fotos: Imago

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