Mit Schlachtermessern schnitzt Li Hongbo Schattenbilder gegen das Töten von Tieren
Mit ihren eleganten Kunstwerken kontrastiert die Ausstellung „Shadow of Knives“ des chinesischen Künstlers mit den brutalen Methoden des Schlachtens von Tieren.
Hawk, Metal, 35 x 9,8 x 1,7 cm, 2014, Fotos: Contemporary by Angela LiDer chinesische Künstler Li Hongbo hat mit seiner jüngsten Ausstellung Shadow of Knives ein rasiermesserscharfes Statement zur menschlichen Kultur abgegeben. Mit den traditionellen Hackebeilchen „der älteren Generation" schnitzt er Bilder von Menschen, Tieren und Skeletten. Einige der Schnitzereien bleiben über einen schmalen Metallstreifen mit den Messern verbunden. Die formbaren Figuren erzeugen einen „Schatten“, der an Hongbos bewegliche Papierskulpturen erinnert, die wir im Februar vorgestellt hatten. Auf den Messern bleibt eine leere, gleichermaßen grazile Silhouette derselben Figur zurück, so dass ein Spiegeleffekt entsteht.
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Shadow of Knives ist derzeit in der Galerie Contemporary by Angela Li zu sehen und wird dort als Warnung an die Gesellschaft angekündigt: „Die Menschen werden sich aufgrund ihrer Maßlosigkeit und ihrem Missbrauch von Tieren letztendlich selbst zerstören“. Hirsche, Vögel, ein Gepard und ein menschliches Skelett, unter anderem, stechen aus den Metallklingen hervor und erinnern den Betrachter dieser Kreaturen daran, dass dieselben Messer dafür gemacht wurden, Tiere zu zerschneiden. Mit einem makaberen Unterton erinnern die Kunstwerke an die entsprechenden Konsequenzen für die Menschheit und kontrastieren durch ihre Eleganz mit den rauen und brutalen Methoden des Schlachtens.
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