
Anzeige

Charlie Louthrey, Fan der Königsfamilie: Ja, mein Name steht in den Unterlagen [zum Gerichtsverfahren zu Dianas Tod]. Ich bin zu den Untersuchungen gegangen; ich stehe in den Unterlagen. Ich habe draußen gestanden und auf meiner Stirn stand in fett gedruckt „Diana“ und auf meinen Wangen „Dodi.“ Und du hast ausgesagt?
Nein, ich bin da jeden Tag als Fan hingegangen und ich wurde in der Untersuchung erwähnt. Warum das denn?
Weil ich ein großer Fan der Royal Family bin. Schon seit Jahren. Und der Gerichtsmediziner hat dich nur erwähnt, weil du die Royals unterstützt?
Ja. Ich war der erste bei der Royal Hochzeit. Ich war auf der Titelseite der Times—Ich war sehr berührt. Mein Portrait wurde auch gemalt. Es hat 60 Stunden gedauert. Es geht an die National Portrait Gallery. Ich habe die ganze Zeit auf dieser Bank geschlafen [zeigt auf eine Sitzbank] und ich werde hier bleiben, bis das Baby geboren ist. Auf was hoffst du, wenn es kommt—einen Bub oder ein Mädchen?
Nun ja. Ich bin sehr aufgeregt. Letzte Nacht konnte ich es donnern und blitzen hören und das ist ein gutes Zeichen—die Götter waren auf der Erde, deshalb muss das Baby bald hier sein. Aber das Wichtigste ist, dass es ein gesundes Baby wird und die Mutter auch gesund ist. Dann können wir sehen, ob es ein Junge oder ein Mädchen ist. Ich hätte gern ein Mädchen, aber was auch immer es sein wird, es wird sein. OK. Warum magst du die Royal Family so sehr?
Als ich noch ein kleiner Junge war, hat meine Mutter mir die falsche Medizin gegeben. Sie gab mir rote, weiße und blaue [Pillen]; die Farben der britischen Flagge. Und das hat es entfacht. Alles klar.
Anzeige

Ja klar. Wir waren hier erst zu dritt, aber meine Freundin ist jetzt nach Hause gegangen. Und mein Partner ist zu Hause und sieht uns im Fernsehen. Was hält er davon, dass du hier herkommst, um zu zelten?
Er sagt, ich soll einfach gehen und machen, was ich mag. Das ist nett. Wo wascht ihr euch hier alle und so?
Die Krankenhausmitarbeiter ließen uns ihre Waschräume benutzten. Die waren absolut großartig.


Anzeige

Nein, ich bin kein Fan. Ich komme her, um den Leuten das hier zu zeigen [zeigt uns eine Broschüre für die Osho Meditationsschule]. Alles klar. Ist das deine Organisation?
Nein, nein, sie ist mein Herr. Über die ganze Welt. Ich erzähle Leuten davon, wenn jemand fragt. Also verbreitest du das Wort des Herrn?
Nein, nein—ich bin nur hier wegen der Feierlichkeiten für das neue Kind. Ob ich das Baby sehen werde oder nicht, ich bin mir nicht sicher. Ich kann nicht in das Krankenhaus gehen. Aber ich kann herausfinden, ob es ein Junge oder ein Mädchen ist. OK, Ich bin jetzt verwirrt. Was machst du, wenn du das nicht machst?
Meine Familie lebt hier. Ich bin ein Tourist aus Mumbai. Mein Visum läuft im Oktober aus. OK, tschüss.

Kaya Mar, Künstler: Nein, ich komme hier seit ein paar Wochen her. Wie lange hat es gedauert, das zu malen?
Das hat zwei Tage gedauert. Beeindruckend. Was steckt hinter der Symbolik?
Symbolik? Sie stellt Zuwendung dar und das Neugeborene ist wie ein neuer Heilsbringer. Die rote Socke hat zwei Löcher, weil das Baby zu einer Zeit der Enthaltsamkeit geboren wird. Aber die Royal Family ist nicht arm, oder?
Ja, aber es ist eine Metapher. OK.
Ich bin anti-Royal. Ich glaube, die Royal Family ist korrupt. Man hätte sie vor langem in der Vergangenheit lassen sollen und wir sollten eine moderne Verfassung haben, die uns dabei hilft, nach vorne zu schauen. Dieses Land, England, ist in den Krieg gezogen, ohne das Parlament oder die Leute zu fragen—das ist Korruption einer Institution. Was hat das mit den Royals zu tun?
Nein, es hat was mit der Institution zu tun. Alles klar. Was hat dich dazu bewegt, dieses Bild zu malen?
Das ist Satire! England: nette Leute, ordentlich, mitfühlend. Aber zu traditionell. Sie sind in der Vergangenheit gefangen.
