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Was wir bisher über den Pariser Einsatz gegen Abdelhamid Abaaoud wissen

Im Pariser Stadtteil Saint-Denis begann heute morgen ein Großeinsatz der Polizei und des Militärs gegen den mutmaßlichen Drahtzieher der Anschläge von Paris. Mittlerweile ist der Einsatz beendet worden.
18.11.15
Titelfoto: Imago | Xinhua​

Im Pariser Stadtteil Saint-Denis begann heute Morgen ein Großeinsatz der Polizei und des Militärs. Der Einsatz ist mittlerweile laut Angaben der französischen Regierung beendet. Polizeikräfte vermuteten, dass der gesuchte Abdelhamid Abaaoud, der unter dem Kampfnamen Abu Umar al-Baljiki auftritt, sich dort in einer Wohnung mit mehreren Komplizen verschanzte.

— EWN Reporter (@ewnreporter)November 18, 2015

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Laut diesem Tweet, fährt die Metro in Paris derzeit die Stationen im Stadtteil in Saint-Denis nicht mehr an.

Das öffentliche Leben im Stadtteil Saint-Denis ist unterbrochen. Die Anwohner werden angehalten, die Häuser nicht zu verlassen. Die Metro in Paris fährt derzeit die Stationen im Stadtteil in Saint-Denis nicht an.

Bei dem Einsatz sollen laut Agenturmeldungen zwei mutmaßliche Terroristen getötet und sieben festgenommen worden sein. Unter den Toten ist auch eine Selbstmordattentäterin, die sich mit einer Weste selbst in die Luft sprengte.

Bei dem Einsatz sollen fünf Polizisten verletzt worden sein, ein Polizeihund wurde getötet. Reporter vor Ort berichten von mehreren Detonationen und Schusswechsel.

MOTHERBOARD: Die digitale Spur von Abaaoud

Am 8. Oktober flog die französische Luftwaffe Angriffe auf ein Trainingscamp des Islamischen Staats in Raqqa, der Hauptstadt des selbsternannten Kalifats. Laut CNN ist schon damals Abdelhamid Abaaoud das Ziel der französichen Luftangriffe in Syrien gewesen. Dort soll Abaaoud trainiert haben, ob er während der Angriffe vor Ort war, ist bislang unklar. Laut der Nachrichtenagentur AP soll Abaaoud eine Schlüsselfigur von externen Zellen des Islamischen Staates sein, an der amerikanische Geheimdienste seit Monaten schon dran sind. Abaaoud soll in enger Verbindung zum Anführer des Islamischen Staates stehen, Abu Bakr al-Baghdadi. Jean-Louis Bruguiere, ehemaliger oberster Ermittlungsrichter in Frankreich, sagte CNN, dass Abaaoud natürlich mit al-Baghdadi in Kontakt gewesen sein muss, für die Durchführung solch eines Attentats.

Bekannt ist mittlerweile, dass Abaaoud den derzeit gesuchten Salah Abdeslam persönlich kannte. Beide wohnten im Stadtteil Moleenbek in Brüssel. Sie sollen Mitglieder dortiger Banden gewesen sein und durch Diebstähle und kleinere Delikte aufgefallen sein. Wie Le Monde berichtet, kamen die beiden Männer im Jahr 2010 gemeinsam ins Gefängnis in Belgien.


Titelfoto: Imago | Xinhua