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Lutz Bachmann hat anscheinend "seinen Lebensmittelpunkt nach Teneriffa verlegt"

Mit Cocktails und Sonnenbrille die Heimattreue von den Kanarischen Inseln aus propagieren? Dieses länger kursierende Gerücht bestätigt nun auch die Ex-Pegida-Frontfrau Tatjana Festerling.

von VICE Staff
21 September 2016, 4:00am

Foto: imago | epd

"Ich wollte Lutz Bachmann nie (!) die Führungsposition streitig machen, jedoch mit Sigi gemeinsam dafür sorgen, dass Pegida weiter kraft- und anspruchsvoll bestehen bleibt, wenn LB seinen Lebensmittelpunkt nach Teneriffa verlegt und nur noch alle 2 Wochen für seine Widerstands-Show einfliegt."

Wenn diese Aussage von Tatjana Festerling stimmen sollte, dann sind alle Parolen Bachmanns so lächerlich und wirkungslos wie ein Furz im Wind. Denn wie absurd wäre es bitte, wenn der größte Schreihals für den Erhalt altdeutscher Werte und Heimattreue ausgerechnet aus dem sonnigen Teneriffa mit dem moralischen Zeigefinger umherfuchteln würde? Mit eisgekühlten Piña Coladas die Re-Germanisierung Deutschlands von einer Kanarischen Insel aus voranzutreiben, ist ähnlich wahnwitzig, wie von der arisch-blonden Herrenrasse zu schwadronieren, während man schmächtig und dunkelhaarig ist und Gerüchten zu Folge einen Mikropenis besitzt—siehe Hitler.

Dann noch Flüchtlinge aller Couleur zurück in ihre Länder schicken wollen, aber sich selbst in der Ferne die Eier zu schaukeln und den Einheimischen die Lebensräume wegzugentrifizieren—für solch einen Schaumschläger hat das Englische eine wunderbare Bezeichnung: to be full of shit.

Ob Lutz Bachmann diese Bezeichnung tatsächlich verdient, lässt sich nicht so einfach bestimmen. Wie die Dresdner Neueste Nachrichten berichten, ist es nicht nur die Aussage Festerlings, die Bachmann in einem schlechten Licht dastehen lässt—er selbst verweigert seit Monaten jeden Kontakt zu den Journalisten. "Eine telefonische Nachfrage", so die Zeitung, "zu den Festerling-Vorwürfen ließ er nicht zu und legte sofort auf. Auch Pegida und Siegfried Däbritz ließen entsprechende Anfragen bislang unbeantwortet."

Hinzu kommt, dass der ehemalige Pegida-Frontmann Edwin Wagenveld in dieser Angelegenheit auf Facebook Klartext redet:

Beides Screenshots von Kommentaren unter diesem Facebook-Post

Noch ein Bild von dem vorwurfsvollen Traumpaar Festerling und Wagenveld. Screenshot von einem Facebook-Post Wagenvelds

Sollte sich Lutz Bachmann eine PR-Abteilung von den PEGIDA-Spenden zugelegt haben, so werden die Jungs und Mädels in den nächsten Tagen wohl ordentlich Überstunden fahren müssen. Ob hier oder in Spanien ist dabei egal.