Sogar nach ihrem Tod wird die Künstlerin präsent sein. Im Rahmen ihrer zwölftägigen Künstlerresidenz bei den Kaldor Public Art Projects in Sydney hat Marina Abramović bei einer Keynote vorläufige Pläne für ihr letztes Kunstwerk enthüllt: ihr eigenes Begräbnis.
Auf drängende Nachfrage verriet Abramović, dass sie sich bereits seit 2004, als ihre Freundin und Autorin Susan Sonntag verstarb, auf ihren Tod vorbereitet. Zu den öffentlich gewordenen Details ihres Begräbnis zählen ein bunter Dresscode, jede Menge schwarzer Humor,ein Auftrittt von Anthony Hegarty, seines Zeichens Frontmann von Antony & The Johnsons sowie insgesamt drei Marinas.
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„Ich möchte drei Marinas. Natürlich ist nur eine echt und zwei sind Fake, da man nun mal nicht drei verschiedene Körper haben kann. Ich möchte, dass diese drei Marinas in den drei Städten begraben werden, in denen ich am längsten gelebt habe: Belgrad, Amsterdam und New York.” In welcher Stadt sich dann der echte Körper befinden werde, solle geheim bleiben.
Wie die 67-jährige Performance-Künstlerin, die noch bei bester Gesundheit ist, erklärte, „sollte ein Künstler bewusst und ohne Angst sterben”. Außerdem sei „das Begräbnis das letzte Werk des Künstlers, bevor er geht.”
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Über die Beerdigung von Susan Sontag sagte Abramović: „Es war eines der traurigsten Begräbnisse meines Lebens und sie ist einer der großartigsten Menschen, die ich jemals kennengelernt habe. Sie war voll des Lebens, neugierig und einfach eine unglaubliche Autorin. Ich kam zurück nach New York und ging sofort zu meinem Anwalt und sagte ihm, dass mein Begräbnis so sein würde. Und dann erstellte ich ein komplettes Script.
Ob Antony Hegarty tatsächlich singt, steht wohl allerdings noch nicht fest: „Er hat noch nicht ja gesagt, aber er wird wahrscheinlich so traurig sein, dass ich sterbe, dass er es wahrscheinlich machen wird.”
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