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G20-Gipfel

Das sind die schlimmsten 20 Gäste vom G20-Gipfel

Diktatoren und rechte Vollidioten kommen zum Gipfel. Wir werfen einen Blick auf die Gästeliste und die Leute, die ohne Einladung kommen. Und klären, was Coldplay mit allem zu tun hat.

von VICE Staff
05 Juli 2017, 4:01pm

Der G20-Gipfel ist ein Klassentreffen der Weltmächte – und jeder schickt seinen Klassensprecher. Doch nicht nur den: Viele Staatschefs reisen mit ihren Partnern an. Auch für die gibt es ein Extra-Programm: Hafenrundfahrt, Rathausbesichtigung, Konzert in der Elbphilharmonie. Organisiert wird die Ehegattenbespaßung von Angela Merkels Ehemann, dem Quantenchemiker Joachim Sauer. Der hat in subversiver Protestmanier erstmal einen Besuch beim Deutschen Klimarechenzentrum mit auf die Liste gesetzt. Ohren spitzen, Frau Trump.

Nicht nur die First Lady und Rüpel-Präsident Trump sind streitbare Gäste auf dem G20-Gipfel. Gegen das, was sich andere schon geleistet haben, ist die Leugnung des Klimawandels noch harmlos: Wir präsentieren die Liste der 20 schlimmsten G20-Gäste.

1. Xi Jinping (China)

Foto: Global Panorama | Flickr | CC BY-SA 2.0

Was Chinas Staatschef nicht mag: Menschenrechte, eine freie Justiz und Presse, Tibet. Was er dagegen liebt: sich selbst. Xi Jinping, das sind 1,80 geballter Sex. Absolutes Marriage-Material. Darüber lässt er zumindest einen trashigen Song verbreiten: "Wenn du jemanden heiraten willst, heirate jemanden wie Onkel Xi"

2.+3. Jacob Zuma (Südafrika) und seine Prügel-Leibwächter

Foto: Linh Do | Flickr | CC BY 2.0

Er will Schwule verprügeln, Teenager-Eltern auf eine Gefängnisinsel schicken und singt nach seinen Reden rassistische Lieder: Jetzt ermitteln die Behörden – mal wieder wegen Korruption – gegen den südafrikanischen Präsidenten. Zumas zweiter Vorname Gedleyihlekisa bedeutet übrigens: Der, dessen Lächeln die Gegner zermalmt. Und wenn das Lächeln nicht reicht, hat Jacob Zuma noch seine Prügel-Leibwächter, die gern gemeinsam Journalisten attackieren.

4.+5.+6. Wladimir Putin, Recep Tayyip Erdoğan, Donald Trump (Russland, Türkei, USA)

Über dieses Autokraten-Trio haben wir alles gesagt. Alles. Ernsthaft. Schaut mal hier. Hier. Hier. Oder hier für den Rest.

7. + 8. Die Delegation von Saudi-Arabien und ihre 30 Lämmer

Foto: Tribes of the World | Flickr | CC BY-SA 2.0

Weil König Salman ibn Abd al-Aziz gerade die Katar-Krise lösen muss, die er selbst ausgelöst hat, schickt er nur seinen Staatsminister Ibrahim al-Assaf als Vertretung. Der reist dafür umso pompöser an. Die Delegation hat das komplette Hotel Vier Jahreszeiten gemietet und dort einen Festsaal umbauen lassen – um dort einen Thron aufzustellen. Mit dabei: 30 Lämmer, schlachtbereit.

9. WaWe 10.000

Foto: JouWatch | Flickr | CC BY-SA 2.0

Der feuchte Traum deutscher Beamten. Buchstäblich. Denn das Wasserwerfer-Modell WaWe 10.000 verschießt rund 3.500 Liter pro Minute. Vor dem ersten Einsatz bewarfen Polizisten einen der Wasserwerfer mit Eiern, Tennisbällen und halbleeren PET-Flaschen. Nur so, zur Probe. Es kam zu "drei faustgroßen Schäden an der Panzerverglasung des Einsatzfahrzeuges".

10 + 11 + 12. Links(extreme) Gruppen und ihre "Anführer"

Die Hamburger Polizei fürchtet sich vor Autonomen. Deshalb listet sie auf der Webseite der Innenbehörde ihre "Anführer" und welche "Taten" ihnen vorgeworfen werden:

Andreas Blechschmidt aus der Roten Flora, der sich nicht grundsätzlich von Gewalt distanziert, "tritt auf Veranstaltungen als öffentlicher Sprecher auf" und ist "Anmelder zahlreicher Versammlungen".

Deniz Ergün von Roter Aufbau Hamburg nennt die G-20-Teilnehmer "Verbrecher" und spitzt Protestankündigungen zu: "Wenn sich die Bonzen in Anzügen in Hamburg treffen wollen, dann kommen wir in Adiletten und sprengen ihr Klassentreffen."

Emily Laquer (Interventionistische Linke) kündigte an, die Teilnehmer des Gipfels aushungern zu wollen: "Wir wollen den Gipfel einkesseln und festsetzen, sodass kein Catering mehr durchkommt."

13. Die Jungen Nationaldemokraten

    imago Christian Ditsch
    Auch rechte Aktivisten haben was gegen das Gipfeltreffen. Unter dem Motto "G20 – Protest gegen Globalisierung und Ausbeutung" hat die Jugendorganisation der NPD Protestambitionen bekundet. Wann, wie, wo, sagt sie nicht. Zur Motivation der rechten G20-Gegner heißt es: Es brauche nationale Lösungen für globale Probleme. Es könne kein ewiges und hemmungsloses Wachstum geben. Was kommt als Nächstes? Groß angelegte Umtauschaktionen Mein Kampf gegen Das Kapital?

14. Die Kameradschaft "Nationaler Widerstand Schleswig-Holstein"

Auch diese Typen vom rechten Ufer wollen gegen den G20-Gipfel demonstrieren. In ihrem Aufruf erklärten die selbsternannten Widerständler in archaischer Uralt-Sprache: Als "nationale Sozialisten" wolle man dem "kapitalistischen Ungeist" entgegentreten und "für ein besseres Deutschland und eine gerechtere Welt" kämpfen.

15.-19. Coldplay (Ja, wir zählen hier ALLE Bandmitglieder inklusive Creative Director mit, sonst kommen wir nicht auf 20 und unsere Überschrift ist nicht so schön)

Foto: Nabanan | Wikipedia | CC BY 3.0

Die schlimmste Band der Welt tritt beim Global Citizen Festival in der Hamburger Barclaycard Arena auf. Da können die vier Briten dann auf magenbekömmlichen 85 Dezibel "Something Just Like this" spielen: einen Song so harmlos wie der Sonntagsausflug der Welpenschule Hansehund. Aber passt ja. Der Veranstalter verbietet Waffen und Pyro-Technik beim Festival. Und rauchen darf man – natürlich! – auch nicht. Dafür soll man "ganz viel Energie und gute Laune" mitbringen!

20. Kampfhundstaffel

Foto: Daniela Magallon | Flickr | CC BY-SA 2.0

Hundekacke-Alarm in Hamburg: 140 Einsatzhunde sollen für Sicherheit sorgen. 70 davon werden als Wachhunde eingesetzt, die andere Hälfte als Schnüffel-Hunde. Auf ihrer Liste stehen Sprengstoff, Waffen und Munition. Fündig werden sie garantiert: Mindestens 21.000 Waffen sind auf dem Gipfel im Einsatz – legal.

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