Politik

Diese 10 Tweets zeigen, wie bescheuert das neue FDP-Video ist

"Nie war Bildung wichtiger als heute" sagt die FDP und meint damit: "Zeigen wir Nazis, wie sie rassistische Graffitis richtig schreiben."
25.10.19
Lindner und eine Spraydose
Foto: Imago Images | Metodi Popow || Imago Images | Panthermedia || Imago Imges | Winfried Rothermel || Bearbeitung: VICE

Gleich vorab: Nein, wir werden das Video der FDP nicht verlinken. Es zeigt, grob zusammengefasst, einen Sprayer, der rassistische Schmierereien nicht übersprüht, wie es jeder Mensch mit Sprühdose und Gewissen machen würde – sondern korrigiert. Die Botschaft soll heißen: Bildung ist wichtig. Seit der Veröffentlichung am 24. Oktober hat der Beitrag alleine auf Twitter über 450.000 Abrufe. Wer sich das geben möchte, muss also selber googeln. Vielleicht reicht es aber auch, wenn ihr euch diese Twitter-Takes anseht, um zu verstehen, wie daneben es ist. Wir haben für euch die besten Tweets dazu gesammelt.


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Dieses Meme fasst bestens zusammen, welche Message das Video verbreitet. Neonazi-Sprüche an Wänden: Ja, ok, warum eigentlich nicht. Aber dann doch bitte richtig geschrieben.

Eines Tages wird Christian Lindner auf sein politisches Werk zurückblicken und einer seiner stolzesten Momente wird die Veröffentlichung dieses Videos sein. Bildung für alle – vor allem für Rechte, die rassistische Sprüche an die Wände schmieren.

Neben der Tatsache, dass der FDP-Beitrag Rassismus verharmlost, basht er auch Personen, die vielleicht nicht die Bildung genießen konnten, die sie sich gewünscht hätten.

Bitte alle sofort aufhören, antirassistische Workshops zu geben, Demos zu besuchen, Petitionen zu unterschreiben, gratis Bildungsarbeit zu leisten. Korrigiert stattdessen die Rechtschreibfehler von Neonazis. Verwendet dafür aber bitte wasserlösliches Spray wie die FDP. Nicht, dass euch die "Polisei" erwischt.

Alles für Thüringen!

Wer unreflektiert Neonazi-Sprüche in einem Video verbreitet und Wert darauf legt, dass "Sieg Heil" richtig geschrieben wird, der muss auch OK damit sein, als orthographischer Arm des Rechtsradikalismus bezeichnet zu werden.

Ja, man hätte eine antifaschistische Aktion starten können, sowie es die Menschenrechts-Aktivistin Irmela Mensah-Schramm tut. Dann würde man aber Gefahr laufen, zu einer Geldstrafe verurteilt zu werden.

Zugegeben, wir sind uns nicht so sicher, dass man in allen Teilen Deutschlands für ein "Sieg Heil" auf die Schnauze bekommen hätte. Aber die Sache mit den Nachhilfe-Unterricht, die ist doch sehr treffend.

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