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Eine Wurstverkäuferin soll Aufschnitt im Wert von 7.900 Euro aufgefuttert haben

Der Supermarkt beschuldigt sie, täglich bis zu fünf Scheiben Schinken gestohlen zu haben – über einen Zeitraum von acht Jahren müssten das etwa 130 Kilogramm sein.

von Jelisa Castrodale
14 September 2018, 4:00am

Foto: imago | teutopress

"One Piece at a Time", so heißt einer der letzten großen Songs von Country-Legende Johnny Cash. Das Lied handelt von einem Automechaniker, dem klar wird, dass er sich die teuren Cadillacs, an denen er täglich schraubt, niemals leisten können wird. Also klaut er sich über 25 Jahre lang jeden Tag genügend Einzelteile für ein eigenes Auto zusammen.

Wesentlich ernüchternder liest sich da die Geschichte einer Mitarbeiterin eines US-amerikanischen Supermarktes in Oregon. Sie wird beschuldigt, Aufschnitt im Wert von 9.200 US-Dollar gestohlen zu haben, das entspricht in etwa 7.900 Euro. Doch ähnlich wie der Automechaniker im Song machte sie sich nicht mit einem unsagbar großem Stück Schinken oder Salami davon: Sie soll das mutmaßliche Verbrechen über Jahre hinweg scheibchenweise verübt haben. Laut dem Canton Repository arbeitete die Frau seit acht Jahren an der Frischetheke im Giant Eagle Supermarkt in Bolivar.

In dieser Zeit soll die Frau sich täglich zu bis zu fünf Scheiben Schinken verholfen haben, manchmal sei es auch Salami gewesen. Ein Mitarbeiter der Schadenspräventionsabteilung des Supermarktes meldete den Diebstahl, nachdem er einen Hinweis erhalten hatte. Die Frau gab den Schinken-Klau gegenüber dem örtlichen Sheriff's Department am vergangenen Freitag zu.


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Jemand bei Giant Eagle hat sich anscheinend die Mühe gemacht, den Wert der unerlaubten Snacks auszurechnen, und kam zu dem Ergebnis, dass die Frau Aufschnitt im Wert von über 9.200 US-Dollar vertilgt habe. Auf Facebook warf diese Summe einige Fragen auf. Ein Nutzer merkte an, dass Giant Eagle ganz schön hochklassigen Schinken verkaufen müsse: Denn wenn die Frau jeden Tag 50 Gramm Schinken gegessen hätte, fünf Tage die Woche, über einen Zeitraum von acht Jahren – ohne einen einzigen Urlaubstag oder Vegi-Tag einzulegen – entspräche das in etwa 130 Kilogramm Schinken. Da der Supermarkt den entstandenen Schaden auf etwa 7.900 Euro schätzt, müsste ein Kilo Aufschnitt somit 60 Euro kosten – ein mehr als stolzer Preis.

"Wir haben den Fall auf Wunsch des Supermarktes aufgenommen, aber bisher wurde keine Anklage erhoben", sagte Sheriff Orvis Campbell. "Der Bericht wird nun an die Staatsanwaltschaft übergeben, die über die nächsten Schritte entscheidet." Campbell stellte außerdem klar, dass die Frau nicht festgenommen wurde und es seiner Meinung nach unwahrscheinlich sei, dass es zur Anklage kommt.


Dieser Artikel erschien zuerst auf MUNCHIES US.

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