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Dave Grohl hat seine Sauf-Routine vor einem Foo-Fighters-Gig verraten und sie ist böse

"Das ist schlimm. So habe ich die letzten anderthalb Jahre jeden Abend verbracht!" – Dave Grohl, nimmt das Rockstar-Klischee ein bisschen zu ernst.

von Julius Wußmann und Noisey Staff
26 September 2018, 3:49pm

Foto: imago | STAR-MEDIA

Machen wir uns nichts vor, Dave Grohl ist einer der größten Rockstars unserer Zeit. Wir meinen nicht dieses kindische, sich selbst aufgeklebte Label eines Post Malone, sondern Rockstar im klassischen Sinne. Der Typ hat schon im Alter von 21 bei FUCKING Nirvana getrommelt, ein paar Jahre später mit Foo Fighters seine eigene Band gegründet, tourt quasi seitdem durch sämtliche Arenen dieser Welt und hat dabei schon jedes Rock'n'Roll-Klischee mehrmals durchgespielt.

Mittlerweile ist er 49, dreht immer noch bei jedem Konzert wie ein Teenager ab und scheint auch den Lifestyle eines solchen zu pflegen. Denn wer dachte, dass es der Familienvater inzwischen ruhig angeht, wurde jetzt in einem Radio-Interview eines Besseren belehrt.

Beim Los-Angeles-Sender 95.5 KLOS gab Grohl sozusagen allen Teeschlürfern und Ingwerknollen-Kauern eine Backpfeife und erläuterte fast schon neurotisch detailliert seine Trinkroutine, bevor er auf die Bühne geht.

Wir haben sie mal kurz zusammengefasst:

1,5 Stunden vorher:

  • drei Schmerztabletten

1 Stunde vorher:

  • erstes Light-Bier mit 4,2 Prozent Alkohol

50 Minuten vorher:

  • erster Shot Jägermeister
  • zweites Bier
  • dritter bis vierter Shot
  • drittes Bier

15 Minuten vor der Show:

  • fünfter bis sechster Shot
  • ein letzter großer Schluck Jägermeister
  • viertes Bier für den Weg auf die Bühne

Ergebnis:

Wir haben mal nachgerechnet. Bei drei 0,33 Liter Bier à 4,2 Prozent Alkohol und fünf 44 Milliliter Shots (entspricht einem Single-Shot in den USA) à 35 Prozent hätte ein Mann mit einem Dave-Grohl-Gewicht von 75 Kilo unfassbare 1,59 Promille intus. Eine Frau von gleicher Statur würde 1,81 Promille vorweisen können. Und wir gehen hier von der Mindestmenge aus.

Wie formuliert die Seite alkoholrechner.de so schön den Zustand, den man dann hat: "Gesteigerte Enthemmung und maßlose Selbstüberschätzung sind häufig feststellbar." Na, damit trabt es sich bestimmt schon leichter auf die Bühne, vor der Zehntausende grölende Menschen warten ... Und Dave weiter Jägermeister trinkt, wie er lachend ergänzt. Natürlich.

Wir wollen lieber nicht sein Arzt sein, der dessen Leberwerte sehen muss. Zumal der Sänger ja zwischendurch leicht entschuldigend zugibt, diese Routine die letzten anderthalb Jahre "jeden Abend" durchgezogen zu haben und das "schlimm" sei.

Die drei Schmerztabletten braucht er übrigens gegen die Kopfschmerzen, die durch dreistündiges Singen, Brüllen und Schreien ausgelöst werden. Wir müssen nicht darauf hinweisen, dass die Kombination aus massig Alkohol und Tabletten nicht gerade so gesund wie ein frischer Zitronentee ist, oder?

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