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Die wichtigsten Tracks von Masters At Work laut der DJs, die sie inspiriert haben

MAW haben die Blaupausen von House für immer verändert. Wir haben mit den DJs gesprochen, die darauf aufgebaut haben.
7.10.15

Es braucht ordentlich Eier, um sich selbst Masters at Work zu nennen. Wir haben sie nicht in ihren Unterhosen gesehen, aber basierend auf ihrem musikalischen Output der letzten 25 Jahre gilt es als relativ sicher, dass Kenny „Dope" Gonzalez und „Little" Louie Vega eher Straußen- als Wachteleier da unten eingepackt haben.

Man braucht sogar noch größere Eier, um den Namen von Todd Terry zu nehmen, aber das haben sie gemacht. Todd hat auch unter seinem eigenen Namen eine unglaubliche Karriere hingelegt und Gonzalez und Vega haben sich die Zeit genommen, gute Sachen zu produzieren. Sich durch ihre riesige Auswahl an Musik zu hören, ist wie ein Spaziergang durch das Naturkundemuseum des House. Du siehst komplette Genres, komplette Szenen entstehen, wachsen und aufblühen. MAW sind House und House ist der Sound von Masters at Work.

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Von „Deep Inside" über „The Ha Track" zu „Lean On Me", Masters at Work haben mehr Hits in ihrem Kofferraum als die Meisten. Wer sonst hat Michael Jackson, Mel B und Madonna geremixt? Letzten Monat erschien House Masters: Masters at Work Volume Two bei Defected Records. Die vier CDs lassen dich tief in die MAW Archive blicken und dort eine Mischung aus Remixen, Originalen und Alternativen Versionen finden. Um das zu feiern, haben wir ein paar DJs und Produzenten gefragt, warum sie Masters At Work genauso sehr lieben wie wir.

Dimitri From Paris

Ich würde sagen, der Schlüsseltrack von Masters At Work ist für mich „The Boss" von The Braxtons. Mit diesem Remix haben sie bewiesen, dass Disco auch heutzutage aufgenommen werden kann und sich dabei auch wie das echte Disco anhören kann. Sie haben außerdem den Disco-Produzenten Vince Montana Jr. dazugeholt, um daran zu arbeiten. Er war eine große Inspiration für mich und hat mir die Augen geöffnet.

Andy Butler (Hercules & Love Affair)

Es war schwer, eine MAW Produktion auszuwählen. Tracks wie „The Ha Dance", „Deep Inside", „What A Sensation" und viele der unglaublichen India-Kollaborationen sind mir direkt in den Kopf gesprungen, aber ich wollte zunächst nachdenken, bevor ich zu einem Entschluss komme. Nach langer Überlegung muss es „Voices In My Mind" von Voices sein. Der Sound von Michael Watford, Carol Sylvan UND India, die von ganzem Herzen über Freiheit singen, war für meine 16 Jahre alten Ohren unglaublich und was soll ich sagen: Es hat die Dinge für mich verändert. Ich war auf dem Dancefloor, habe herausgefunden, wer ich war und dieser Track war definitiv einer meiner Lieblingsmomente, wenn ich unterwegs war. Einfach nur diese drei Sänger zusammenzubringen, ist eine Ode an die abenteuerlichen, wagemutigen und geistreichen Statements, die Kenny und Louis regelmäßig im Studio setzen. Kraftvoller Gesang erfordert eine kraftvolle Produktion—man muss nicht extra sagen, dass dieser Track reinhaut.

Detroit Swindle

Es ist schwer, nur einen Track auszuwählen, da diese Typen dafür verantwortlich sind, ein komplettes Genre erschaffen zu haben. Unser Favorit ist tatsächlich kein MAW-Track, sondern der Kenlou-Track „The Bounce", aber das ist wahrscheinlich Betrug. Dennoch, dieser Track, ihre Kenlou-Sachen allgemein und ihr experimentelles Zeug altern besser als der Rest der 90er-Jahre-Tracks, die komplett besungen sind. Aber darum geht es hier nicht. Einen Remix auszuwählen, würde nicht genug Respekt an sie als eigene Produzenten zollen, aber trotzdem ist ihr Remix von Loose Joints „Is It All Over My Face" zu gut, um ihn nicht zu erwähnen. Sofern es Eigenproduktionen angeht, welchen soll man da nehmen? „The Nervous Track"? Oder „Work"? Ein Ganzkörper-Tribal-Sound, der superviel Spaß macht. Wenn wir uns wirklich entscheiden müssen, nehmen wir wahrscheinlich einen Track mit India, da die Kombination der MAW-Sounds und ihrer unglaublichen Stimme wirklichen ihren Sound in den 90ern geformt hat. Also hier: „When You Touch Me". Ein klassischer Garage-Track und vermutlich genauso viel Inspiration für Produzenten heute wie damals, als es das erste Mal veröffentlicht wurde.

DJ Sneak

Wenn ich an die beste MAW Musik denke, würde ich sagen, dass von all ihren veröffentlichten Tracks das Nuyorican-Album ihr Meistwerk ist. Dieses Album hat die Grenzen durchbrochen, Styles verschmolzen und Musiker hinzugenommen um einen „Picasso" der House-Platten zu erschaffen. Jeder Song schlug ein, wie eine Bombe und als Puerto Ricaner war ich sehr stolz, dass Latinos für ihre großartige Arbeit im Rampenlicht stehen. Ich erinnere mich noch an ihre Nuyorican Soul Party beim WMC in Miami… das war eine Party: kubanische Zigarren, Puerto Ricanisches Essen, Feiern an einem Pool mit großartigem Wetter und solide Musik. Danke Louie & Kenny, ihr seid wirklich Masters At Work.

Sonny Fodera and Purple Disco Machine

Sonny Fodera: Mein Lieblings-MAW Track ist „To Be In Love", ich liebe die Vocals einfach und…er ist soooo geschmeidig. Ich habe ihn das erste Mal vor 6 Jahren im Electric Circus Nightclub in Australien gehört und er bringt immer wieder gute Erinnerungen zurück.

Purple Disco Machine: Ich habe meine erste Masters at Work-Platte gekauft als ich 19 war, damals 1999. Das war „To Be In Love". Danach habe ich mich total in House verliebt und dieser Track war einer der Gründe dafür. Indias zuckersüße, seelenvolle Stimme funktioniert perfekt mit dem geschmeidigen House Beat. Auch jetzt ist es noch einer meiner MAW Essentials.

Radio Slave

Ich bin ein großer Fan von Louie und Kenny und habe vermutlich mehr als 100 MAW Tracks in meiner Kollektion. Inklusive Box Sets, 7" Platten, Remixen und natürlich ihre eigenen Produktionen und es ist unmöglich, nur einen zu nehmen, also hier die zwei, die gerade in meinem Plattenkoffer sind. Der erste ist ein Dub Mix der Tony Touch Single „I Wonder Why" von 2000. Es ist ein großartiger Track für die Panorama Bar und hat all die Erkennungszeichen des MAW-Sounds. Es hat den Party-Vibe aber ist dennoch deep, stimmungsvoll und haut jedes Mal rein. Der andere Track ist „Bounce" von KenLou. Ich liebe diesen Track, er ist einfach perfekt für mich. Superguter, roher House. Diese 12" hat in den letzten 24 Jahren meinen Plattenkoffer nie verlassen und ich liebe es.

Derrick Carter

Mein essentieller MAW-Track ist auf jeden Fall ihr Mix von „Thrill Me" von Simply Red. Ich habe es geschafft, mir in den 90ern in London eine Promo-Version zu schnappen und es war eine lange Zeit über eine Geheimwaffe. Ich spiele es IMMER noch und es funktioniert noch IMMER.

Defected presents House Masters Masters At Work Volume Two erhältst du hier.

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