Amos Dov Silver sitzt zwischen israelischen Polizisten
Foto: Avi Dishi | Flash90
Drogen

Gras per App: Amos Dov Silver hat den illegalen Cannabis-Markt revolutioniert

Kartell, Community oder Start-up? Mit der israelischen App Telegrass kann jeder illegal Gras besorgen – oder verkaufen. Die Hintermänner wurden dafür bis nach Deutschland gejagt.
19.5.20

"Wir sind dem Pharao entkommen, wir schaffen auch das", postet Amos Dov Silver am 8. April 2020 auf Facebook. Es ist sein zweites Pessach-Fest im Gefängnis. Sein Moses-Vergleich mag größenwahnsinnig klingen, aber seine Fans halten ihn tatsächlich für einen Befreier aus der Sklaverei.

Am 12. März 2019 verkündete die israelische Polizei, dass sie 42 Leute festgenommen habe, die im Verdacht stehen, Top-Positionen in einem international agierenden Kartell innezuhaben. Es ist das letzte Kapitel einer langen Jagd, die von Israel in die USA, die Ukraine und bis nach Deutschland führte. Die Anklagen reichen von Steuerflucht über Geldwäsche zu Beihilfe im Drogenhandel: In kaum zwei Jahren soll die Organisation laut Polizei mit Hilfe von 4.659 Dealern nicht nur vier Tonnen Marihuana verkauft haben – sondern auch LSD, MDMA und Pilze.

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Silver ist Israels Gesicht im Kampf für die Legalisierung von Cannabis. Und er ist der Gründer von Telegrass, einem virtuellen Marktplatz für Drogen. Jetzt sitzt er in einer israelischen Zelle, sein Gerichtsprozess läuft. Aber zuvor hat er eine Revolution losgetreten.

Sommer 2018. Es ist Mittag in Poughkeepsie, einer Kleinstadt nördlich von New York. Silver wirkt aufgedreht und müde zugleich. Ständig hüpfen seine Augen vom Skype-Fenster zum Smartphone in seiner Hand. 22 Stunden am Tag sei er online, sagt der 34-Jährige. Wegen der Zeitverschiebung zu Israel, und weil er eins begriffen hat: Service ist alles.


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Mit Dutt, Bart und Kassenbrille sieht er aus wie das Nullerjahre-Klischee eines Start-up-Gründers. Und tatsächlich moderiert Silver über sein Smartphone ein Unternehmen, das keine zwei Jahre existiert, aber um die 70 Millionen Euro Umsatz machen soll. Ein Journalist habe das geschätzt. Er deutet an, dass es um ein Vielfaches mehr sei. Dass er sich vage hält, hat guten Grund: Er versteckt sich nicht nur vor der Polizei, sondern auch vor der Drogenmafia, die selbst seine Mutter bedrohe. Zu diesem Zeitpunkt hat Telegrass 150.000 Mitglieder, täglich kommen neue dazu.

9.000 Kilometer weiter östlich, am selben Tag. Es ist Abend in Tel Aviv, und Eitan gibt noch schnell eine Bestellung auf. Zehn Gramm Gras, ziemlich viel für ihn. "Es ist so günstig, da muss ich einfach zuschlagen!" Eitan gehört zu dem Viertel der Israelis, die sich regelmäßig einen Joint anstecken. Trotz Israels Vorreiterrolle in der Forschung zu medizinischem Cannabis ist der Freizeitgebrauch zu diesem Zeitpunkt noch illegal, der Handel kann bis zu 20 Jahre Gefängnis einbringen.

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Der 33-jährige Kameramann sagt, er kiffe seit dem Teenageralter, aber oft sei einfach nichts aufzutreiben gewesen. Seit Telegrass im März 2017 auftauchte, fallen die Preise und Dealer buhlen um die Kunden wie auf dem freien Markt: Letztens, erzählt er, habe ihm einer seine Blüten in liebevoll bedruckten Tütchen überreicht.

Anfangs habe Eitan seine Zweifel gehabt, als er in seinem Facebook-Feed von der App las. Doch als im Sommer 2017 selbst bekannte Medien wie die israelische Tageszeitung Haaretz Amos Dov Silver mit Joint zwischen den Lippen porträtierten und – sehr zum Ärger der Polizei – seine Fans zitierten, die ihn als "Robin Hood" feierten, wagte sich Eitan an seine erste Bestellung.

Das Uber für Cannabis: Wie Telegrass funktioniert

Telegrass ist keine eigenständige App, sondern basiert auf dem Nachrichtendienst Telegram. Dieser wiederum gilt als derart sicher verschlüsselt, dass er nicht nur von der Bevölkerung im Zensur-Staat Iran, sondern auch von Journalistinnen gern verwendet wird. Und von Terroristen. Und Schwarzmarkt-Händlern.

Die entsprechenden Gruppen für Cannabis und andere Substanzen findet man schnell über die Suche. Im geheimen Chat nimmt man mit den Dealern Kontakt auf. So easy – wie riskant. Jeder kann einen Channel aufmachen, oder beitreten. Ob der Dealer wirklich ein Dealer ist, und der Käufer ein Kiffer und kein Polizist, stellt sich erst bei der Übergabe heraus. Telegrass dagegen verspricht seiner Community nicht nur einen Deal so einfach wie eine Pizza-Bestellung – sondern ein Rundum-Sorglos-Paket.

Das beginnt bei der Bedienung: Um sich in die Community einzuklinken, musste Eitan nur die Telegram-App auf sein Smartphone laden und auf den Link klicken, den er auf der Facebook-Seite von Telegrass fand.

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Der "Telegrass Bot" sieht aus wie das Fenster einer WhatsApp-Gruppe und begrüßt: "Willkommen, der einfachste Weg Cannabis zu kaufen und nicht nur das … eine ganze Welt … tritt ein!"

Zu dieser Welt gehört im Sommer 2018 ein Marktplatz für vegane Haschkekse, eine Müttergruppe, ein Forum für Tierfreunde und eine Plattform zum Thema Legalisierung. Eitan allerdings interessiert nur ein Kanal: Über einen Klick auf "Dealer vor Ort" wählt er sich in die Gruppe Tel Aviv Süd. Ihn erwartet ein endloser Strom von Angeboten.

Sie nennen sich Bluescorpion, kushgirl1 oder greenholk1 und preisen ihre Blüten mit Foto und einer Menge lustiger Emojis an. Golden Haze, Gorilla Glue 26 Prozent THC, Sour Diesel. 5 Gramm für 500 Shekel, rund 130 Euro. In Israel ist das günstig. Sativa oder Indica: heute lieber high oder stoned?

Dann wird es ernst: Daten-Striptease. Im privaten Chat fragt der Dealer nach einem Foto des Ausweises, der Telefonnummer, einem Screenshot der Facebook-Seite und nach einem Selfie. Die Kundinnen und Kunden wiederum können Stoff und Transaktion nach Abschluss bewerten wie auf Amazon.

"Was kann mir die Polizei schon?", sagt Eitan. "Mit dem System sitzen alle in einem Boot." Und wenn es ein Daten-Leak gibt? "Familie, Freunde, Kollegen wissen, dass ich kiffe", winkt Eitan ab. Er erinnert sich an seine erste Bestellung: "Zwanzig Minuten später saß der Typ auf meiner Couch. Wir waren wohl beide etwas naiv." Der Lieferant sei ebenfalls Telegrass-Anfänger gewesen. Und er habe anders ausgesehen als erwartet, nicht nach Unterwelt jedenfalls. Heute, sagt Eitan, würde er die Dealer nicht mehr zu sich ins Haus einladen, aber er spüre, wie Stigma und Vorsicht verpuffen. Der Hipster, der in einem Kombi voller Baby-Accessoires zum Treffpunkt kommt. Die äthiopischen Jungspunde, die sich zu ihm an die Bar setzen. Oder der Typ, der mitten in der Nacht an der Haustür klingelt und freudig ruft: "Telegrass ist da!" Er hatte die falsche Adresse erwischt.

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Beim Skype-Gespräch am gleichen Tag freut sich Amos Dov Silver über solche Anekdoten. "Früher dealten Leute, die nichts mehr zu verlieren hatten, heute sind es Mütter, Großeltern. Ja, ganze Familien! Das, was die Gesellschaft 'normativ' nennt."

Wer über Telegrass dealen will, muss sich mit einem Foto bewerben, auf dem er eine Menge Cannabis in der Hand hält, die deutlich mehr als nur für den Eigenbedarf reicht. Daraufhin durchkämmen Techniker das Facebook-Profil des Anwärters und prüfen, ob es sich um eine reale Person handelt. "Wir haben eine Datenbank aller israelischen Bürger", sagt Silver. Später ermittelte die israelische Polizei, dass Telegrass über einen Leak im Innenministerium an die Daten gekommen war. Wer als Undercover-Cop geoutet wird, dessen Steckbrief landet damals noch in einem heute geschlossenen Kanal namens "Cops against humanity".

Dass die Polizei im März 2018 die Festnahme von 40 Telegrass-Dealern verkündet hat, scheint Silver eher zu belustigen, als dass es ihn verunsichert. "Das ist ein Witz, wir bekommen täglich 50 neue Anfragen."

Der erste Schritt zur Rekrutierung ist ein Klick auf den Button "Willst du Dealer werden?" auf der Startseite von Telegrass. Leicht zu übertreten scheint die Schwelle in den Drogenhandel. Kinderleicht?

"Wenn ein 14-Jähriger unbedingt mit Gras dealen will – gut für ihn!" Es ist das einzige Thema, bei dem Silver aneckt in Israel, bei Journalisten, auch bei seinem treuen Kunden Eitan. "Wer durch unseren Verifizierungsprozess kommt, und es klarkriegt, im Großhandel Gras zu kaufen", findet Silver, "der ist alt genug, um bei uns sein Geld zu verdienen."

Vom Kindergärtner zum Cannabis-Aktivisten zum Kartellchef

Die Möglichkeit, sich allein durchzuschlagen, der junge Amos hätte sie begrüßt, erzählt er im Skype-Gespräch: Aufgewachsen ist er in der Stadt Safed, in einer ultraorthodoxen Community. Eines Tages kehrte er nach dem Thora-Unterricht nicht nach Hause zurück. Als Aussteiger ohne Kontakte war das Leben auf der Straße hart, sagt er. Seine ersten Joints beruhigten ihn, aber bescherten ihm auch ein schlechtes Gewissen. Es habe ein paar Jahre gedauert, bis er beschloss: "Ich mache nichts falsch, die Gesellschaft ist es, die mich verurteilt." Dabei habe ihm der Rat seines Vaters geholfen: Aufrichtig solle er sein, vor allem aber zu sich selbst. Was der gläubige Jude vermutlich in einem anderen Kontext verstanden haben wollte, wurde zum Lebensmotto seines Sohnes. "Jedes Mal, wenn eine Person lügt, vergiftet sie sich", sagt Silver. "Das ist wie mieses Essen."

Er absolvierte seinen Armeedienst in einer Kampfeinheit, aber zur Patrouille habe er seine Bong mitgenommen. Später, sagt Silver, habe er als Kindergärtner gearbeitet. Seine Chefin habe gewusst, dass er für den Eigenbedarf züchtete. Er habe nicht gelogen, als der Psychologe ihn fragte, ob er stoned Auto fahre – und es in Kauf genommen, dafür ein paar Tage in einer geschlossenen Anstalt zu verbringen. Als die Polizei schließlich im Januar 2012 seine Wohnung stürmte, habe er ihnen die Hanfpflanze freiwillig gezeigt. Auch vor dem Richter habe er nicht gelogen, als dieser ihn fragte, ob er jemals gedealt habe. Und als er sowieso schon angeklagt war wegen Besitzes und Handels mit Drogen, postete er auf Facebook ein Foto von sich, über eine sprudelnde Bong gebeugt.

Das war 2014. "Ein Schocker damals", sagt Silver. Seinen Ruf als Aktivist hatte er weg. Er organisierte eine Demo vor der Knesset, dem israelischen Parlament: die "Big Bong Night". Ein "Smoke-a-thon" mit tausend Teilnehmern. Als er im selben Jahr das zweite Mal wegen Drogenhandels vor dem Richter stand, brachte ihn seine Ehrlichkeit für sieben Monate ins Gefängnis. Es wurde anstrengend mit der Aufrichtigkeit. Weil er zwei Staatsbürgerschaften hat, lieh er sich von seinem Bruder Geld für ein Flug-Ticket und haute ab in die USA. Zwei Jahre sei er dort von Motel zu Motel gezogen, sagt Silver.

Die Geburt von Telegrass

Telegrass entstand nicht aus einem nebeligen THC-Traum. Sondern, wenn man Silver glaubt, aus Verantwortungsbewusstsein. Und zwar den Kiffern gegenüber. Im Exil war seine Facebook-Seite zur Kontaktbörse geworden. Er gab Tipps, wer was hatte. Und wer gerade suchte. Freunde und Freunde von Freunden. Bald boten Dealer ihre Ware unter falschem Namen direkt auf seiner Pinnwand an, oder taggten sein Profil. Alle vertrauten Silver. Es nahm überhand, sagt Silver. Da habe ihm ein Kumpel vorgeschlagen, die Nachrichtenflut auf Telegram umzuleiten, einen Bot zu programmieren, der anonym Käufer und Händler zusammenbringt – und damit zu verdienen.

"Eine Transformation vom Bauchladen zum Raumschiff", sagt Silver. Nie hätte der Kindergärtner gedacht, dass er mal mehr als 200 Dealer koordinieren würde. Etwa 100 Administratoren sollen zu diesem Zeitpunkt im Sommer 2018 für Telegrass arbeiten, sagt Silver. Sie moderieren, verwalten, verifizieren, programmieren, automatisieren. Offiziell ehrenamtlich. Auch Silver bezieht angeblich kein regelmäßiges Einkommen. "Wenn ich etwas brauche, frage ich den Schatzmeister." Er könnte Provision einstreichen bei jedem Deal. Stattdessen lasse er die Händler in der ersten Ortsgruppe kostenlos inserieren, für jede weitere zahlen sie 100 Dollar. Wer in den Kanälen für den Großhandel Anzeigen schalten will, zahle 1.000 Dollar in den Telegrass-Topf. Dazu kommen Spenden von Unterstützern, erklärt Silver. Im Gegenzug habe er sich vorgenommen, zwanzig Prozent der Gewinne an wohltätige Projekte zu spenden.

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Silver hat eine virtuelle Mikronation geschaffen. Weil Polizei und Gesetz hier nichts zu sagen haben, ist er nicht nur Drogenbaron, sondern auch Richter.

So sauber, ja niedlich sich die Plattform präsentiert – nicht alle Verkäufer sind Familienväter oder rebellische Großmütter. Immerhin bedient Telegrass 2018 bereits 70 Prozent des israelischen Markts. Silver ist ehrlich: "Es ist ein Dschungel." Diejenigen, die private Details der Käufer nutzen, um sich innerhalb der Dealer-Gruppe über sie lustig zu machen, seien noch harmlos. Immer wieder gebe es Fälle von Erpressung, Diebstahl oder Belästigung. Wer unangenehm auffällt, werde befragt und bei Überführung geblockt. Den meisten reiche das schon als Drohung. In Fällen von sexueller Belästigung werde eine Kompensation in Form von Geld oder Gras ausgehandelt. Die Todesstrafe in Silvers Universum aber ist die "Wall of Shame". Ein Kanal, in dem die Steckbriefe von Wiederholungstätern gepostet werden.

Seine eigenen Ethikvorstellungen bestimmen auch das Angebot auf Telegrass. LSD oder Mushrooms konsumiere er selbst und halte sie deshalb für vertretbar. Allerdings frage ein Moderator die Kunden nach Alter und Erfahrung. "Wer keine hat, soll sich erstmal auf dem offenen Markt versorgen", sagt Silver.

Im Sommer 2018 und sieben Monate vor seiner Verhaftung hat er noch große Pläne. Telegrass soll international expandieren. In Deutschland, der Ukraine und den USA laufen Testversionen. Im nächsten Schritt wolle er sich vom Mutterschiff Telegram unabhängig machen, eine eigene App bauen. In Zukunft solle die Kunden-Verifizierung zentral laufen. Und um den Zahlungsverkehr ebenfalls aus den Händen der Dealer zu nehmen, will Silver auf Bitcoin umstellen.

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Ob Silver sich tatsächlich als Robin Hood versteht? Oder ist er das Aushängeschild eines durchkalkulierten Drogen-Start-ups? Vielleicht ist es die Einsamkeit, die ihn dazu veranlasst, selbst auf der Flucht Interviews zu geben. Auf seiner Facebook-Seite kommentiert er die Pressemeldungen der Polizei mit derselben Schnoddrigkeit wie die Veggie-Burger, die er an tristen Raststätten verzehrt.

Silver wird festgenommen, aber Telegrass lebt weiter

Zum Verhängnis wird Amos Dov Silver ausgerechnet seine Gutmütigkeit. Das erzählt später seine Freundin gegenüber Investigativ-Journalisten des israelischen TV-Dokuformats Uvda: Als es der israelischen Polizei gelingt, einen gefassten Dealer umzudrehen, identifiziert er nicht nur die bisher im Verborgenen agierenden Mitgründer, sondern lädt Silver zu einer fingierten Hochzeit in der Ukraine ein. Der ist gerührt und fliegt im März 2019 trotz des Risikos nach Kiew. Ukrainische Polizisten nehmen ihn fest und liefern ihn später nach Israel aus.

In Israel wird zeitgleich sein Geschäftspartner festgenommen, der die Technologie hinter Telegrass aufgebaut hat. Bar-El Levi ist ein Veteran der elitären 8200-Einheit der Armee, die als Talentschmiede für die Start-up-Szene gilt. Der dritte Kopf der Organisation ist Yossi Meshi. Von Berlin aus kümmert er sich um die Finanzen. Deutsche Ermittler sind ihm dort eine Zeit lang auf der Spur, observieren im September 2018 ein Treffen der drei auf der Greifswalder Straße. Aber sie nehmen niemanden fest. Yossi Meshi entkommt und mit ihm das Geld.

April 2020. Eitan kauft seine Blüten nach wie vor über Telegrass. Der alte Bot wurde zwar von der Polizei gesperrt, aber es dauerte nicht lange, bis ein neuer aufgesetzt wurde. Mindestens 60.000 Mitglieder nutzen die App, aber die Zahl schwankt ständig. Zum Corona-Lockdown schreibt ein Administrator auf der Facebook-Seite: "Cannabis ist wichtig für die Gesundheit. Wir sind auch in dieser verrückten Zeit für Euch da."

Für die Kunden scheint alles beim Alten, nur etwas ruhiger ist es geworden. Weil einige Dealer abgewandert sind, versorgt sich Eitan jetzt manchmal auch in einem der autonomen Channel, oder bei der Telegrass-Nachmache: Get Weed.

Silver hatte Recht in seinem Brief, den er aus der Haft an die Polizei schrieb und aus dem die Times of Israel zitierte: "Telegrass läuft auch ohne mich. Die Idee macht ihr nicht kaputt." Oder wie er im Sommer vor zwei Jahren in Poughkeepsie sagte: "Unser Ziel war es, ein System zu bauen, das den Nutzern den Markt erklärt – und ihnen beibringt, selbst Verantwortung zu übernehmen."

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