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Hangover-News

In Bremen wurde eine dem IS nahestehende Moschee geschlossen, die CSU will, dass Ausländer zu Hause deutsch sprechen, und in Brasilien wurde ein Pool mit einem riesigen Hakenkreuz entdeckt.
9.12.14

Du hast nicht mitbekommen, was am Wochenende in der Welt da draußen passiert ist, weil du nur in deiner eigenen Welt warst? Dein Schädel brummt, alles ist zu laut, aber du willst dich trotzdem auf den neuesten Stand bringen? Dann haben wir hier für dich unsere allwöchentlichen Hangover-News.

ANNA NETREBKO POSIERT MIT UKRAINISCHEM SEPARATISTENFÜHRER

Анна Нетребко приняла знамя Новороссии! #Донбасс #Новороссия #Украина pic.twitter.com/srcpcSG3ow

— Олег Царев (@OlegTsarov) 8. Dezember 2014

„Ich bin sehr glücklich und hoffe, eine gute Österreicherin zu sein", sagte Anna Netrebko bei der Verleihung ihrer Doppelstaatsbürgerschaft 2006. Ob sie eine gute Österreicherin ist, wird ​seit gestern heftig diskutiert. Denn bei einer Pressekonferenz präsentierte die Opernsängerin gemeinsam mit Oleg Zarkow, der auf der schwarzen Sanktionsliste der EU steht, die Fahne von „Neurussland", wie die Separatisten das von ihnen beanspruchte Gebiet in der Ost-Ukraine nennen.

Die CSU will, dass Ausländer auch zu Hause deutsch sprechen

Ich finde ja, es geht die Politik nichts an, ob ich zu Hause lateinisch, klingonisch oder hessisch rede.

— Peter Tauber (@petertauber) 5. Dezember 2014

„Wer dauerhaft hier leben will, soll dazu angehalten werden, im öffentlichen Raum und in der Familie Deutsch zu sprechen." So lautet die Forderung in einem Leitantrag der deutschen CSU. Ausländern soll also nahegelegt werden, in welcher Sprache sie zu Hause kommunizieren: Deutsch. Der Vorschlag erntete nicht nur in den linken Parteien heftige Kritik. Selbst CSU-Abgeordnete distanzierten sich von der Forderung. ​Gegenüber der SZ sagte Martin Neumeyer, Integrationsbeauftragter der bayerischen Staatsregierung und Landtagsabgeordneter der CSU: „Das ist ein Schmarrn! Machen wir dann demnächst die Videoüberwachung in den Küchen?"

John Kerry will die Veröffentlichung des CIA-Folterberichts stoppen

Der US-Außenminister John Kerry soll den Senat davor gewarnt haben,  ​den Bericht über die Foltermeth​oden der CIA nächste Woche publik zu machen. Seiner Ansicht nach könnte der Bericht neue Gewalt im Nahen Osten auslösen und weitere Geiseln gefährden. Im April hatte der Geheimdienstausschuss des Senats dafür abgestimmt, 500 Seiten aus dem 6300 Seiten umfassenden „Torture Report" zu veröffentlichen. Darin geht es um die Foltermethoden der CIA im „Kampf gegen Terrorismus" in der Bush-Regierung. Präsident Obama drängt weiterhin auf eine schnelle Veröffentlichung.

Bei einem gescheiterten Rettungsversuch im Jemen tötete al-Qaida zwei Geiseln, eine davon hätte bald freigelassen werden sollen

Am Donnerstag drohte al-Qaida damit, ihre Geisel, den amerikanischen Fotojournalisten Luke Somers, innerhalb weniger Tage zu töten, wenn die USA nicht bestimmte Forderungen erfüllten. Am Ende des Videos ließen sie Somers sprechen: „Ich bitte Sie um Hilfe, mich hier rauszuholen. Ich bin mir sicher, dass mein Leben in Gefahr ist. Also, wenn Sie irgendetwas tun können, tun sie es. Vielen Dank." ​Präsident Obama ordnete die Befreiungsaktion an, die Somers retten sollte. Beim Gefecht wurde Somers durch Schüsse verletzt und erlag noch auf dem Weg zu einem Schiff der US-Marine seinen schweren Verletzungen. Außerdem wurde noch eine Geisel getötet, die bei Somers war. Es war Pierre Korkie, ein südafrikanischer Lehrer, für den eine Hilfsorganisation bereits eine Freilassung verhandelt hatte.

In Brasilien wurde ein Pool mit einem riesigen Hakenkreuz entdeckt

Bei einem Hubschrauberflug im südbrasilianischen Bundesstaat Santa Catarina haben Polizisten eine Villa mit Pool gesichtet,  ​auf dessen Boden ein riesiges Hakenkreuz zu sehen ist. Die Polizisten waren auf dem Weg zu einer Geiselnahme. Laut brasilianischen Medienberichten soll es sich bei dem Besitzer des Anwesens um einen Geschichstlehrer handeln, der den Pool wohl bereits vor 13 Jahren erbauen ließ. Allerdings muss er sich nicht vor einer strafrechtlichen Verfolgung fürchten. Weil sich das Hakenkreuz auf privatem Grundstück befindet und von außen nicht einsehbar ist, sehen die Behörden keinen Anlass, irgendwas zu unternehmen.