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Popkultur

Ein Ire hat unabsichtlich das ultimative Selfie-Video gemacht

Der Mann war mit der GoPro seines Sohnes in Las Vegas unterwegs. Zu unserem Glück war das Objektiv in die falsche Richtung gedreht.
17.11.15

Wenn früher Alltagsgeschichten von Elizabeth T. Spira im Fernsehen liefen, hatte ich bei jeder Folge früher oder später denselben Gedanken: Wäre es nicht viel spannender, wenn Elizabeth T. Spira die Kamera umdrehen und sich selbst dabei filmen würde, wie sie die um sie herum grundelnden Gestalten beschreibt?

Genau diese Frage hat jetzt ein mittelalter Ire während seines Las Vegas-Trips für uns beantwortet. Wie PetaPixel berichtet, filmte der Mann seinen gesamten Urlaub mit der GoPro seines Sohnes—nur, dass das Objektiv in die falsche Richtung zeigte. Der Sohn hat das komprimierte Ergebnis inzwischen auf YouTube veröffentlicht und zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung weit 4 Millionen Views generiert.

„Ich habe meinem Vater meine GoPro geliehen, ihm aber nicht erklärt, wie man sie richtig benutzt", erklärt Evan Griffin in der Video-Beschreibung. „Weil mein Vater eben mein Vater ist und noch dazu ein Landei, wusste er nicht, in welche Richtung er das verdammte Ding richten soll."

Nachdem Selfies nun also tödlicher sind als Haie und der Tiergarten Schönbrunn (gemeinsam mit dem Wiener MUMOK) sogar ein Selfie-Stick-Verbot erlassen hat hat, haben wir nun das nächste Stadium erreicht: Selfie-Videos vom Urlaub als ultimative Ich-Show. Das verkehrte GoPro-Video hat aber auch etwas Gutes: Es gibt dem Selfie die Authentizität zurück, die es mit Duckface- und Prä-Party-Spiegel-Bildern verloren hat.

Markus auf Twitter: @wurstzombie