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Woran liegt es also, dass sich A Dame to Kill For so falsch, so enttäuschend, so leer anfühlt? Daran, dass Sin City 2 sich nicht einmal mehr die Mühe macht, die bereits bekannten Charaktere mit irgendetwas zu unterfüttern, sondern—insbesondere in Nancys Fall—grundsätzlich emotional aufgeladene Storylines zu einem müden, lustlosen Ende schleppt, das in aller Regel mit einem letzten dramatischen Monolog und einer Kugel endet? Dass die durchgehechelten Geschichten mehr Fragen aufwerfen, als sie beantworten, und man nicht einmal ansatzweise das Gefühl hat, dass diese stetigen „Häh?!“-Momente gewollt sind? Oder eben doch daran, dass die neu eingeführten Charaktere nicht dazu in der Lage sind, das Sin City-Universum in irgendeiner Art und Weise zu bereichern?Der charismatische Spieler Johnny (Joseph Gordon-Levitt) und die verführerische Ava Lord (Eva Green) hätten jedes Potential gehabt, die schleppend voranschreitende Rachestory und den okayen, aber insgesamt wenig bereichernden Marv-Moment zu Beginn zu retten. Insbesondere die Femme Fatale Ava, deren Geschichtsstrang dem Film überhaupt erst seinen Namen gegeben hat, scheint aber nur als werbewirksames Eyecandy herhalten zu dürfen. Greens Figur hat keine erklärte Motivation für ihr Handeln und wirkt streckenweise wie eine optisch überinszenierte, gelangweilte Hausfrau, die für alles und jeden die Beine breit macht und hofft, dass dabei irgendetwas für sie herausspringt.
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