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Musik

MUSIKREVIEWS

5.2.11

Hier sind unsere Reviews zu PASSARELLA DEATH SQUAD,  S.A. ANDRÈE,  THE THIRD EYE FOUNDATION und TANLINES.

PASSARELLA DEATH SQUAD

Passarella Death Squad

The Republic of Desire / Broken Silence

Danny Broddle und Emilie Albisser alias Passerella Death Squad stehen mit ihren knurpseligen Minimalismen knietief in der Tradition der Young Marble Giants. Der große Unterschied ist aber, dass Broddle und Albisser immer genau dort Töne fallen lassen, wo die Giants eine Leerstelle gesetzt hätten. Die Giants verstanden es, die Stille zu einem ohrenbetäubendem Lärm aufzutürmen. Passarella Death Squad dagegen müssen mit der Tatsache leben, dass sie einfach zuviel für ihre Plug-Ins bezahlt haben, um den Scheiß nicht zu benutzen.

CHRIS COLOSSAL

S.A. ANDRÈE

There's a Fault

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Lex Records

Ein Konzeptalbum über den schwedischen Entdecker S.A. Andrée, entsprechende Ausstellungen, Infos und all das werden angeboten. Klingt nicht so spannend, stimmt. Aber: Die Musik, der man letztlich so gar keinen Bezug zum Forscher nachweisen kann, ist wirklich nicht schlecht. Synthie Pop, nahezu zeitlos, nicht mehr, nicht weniger. Warum also all das Brimborium drumrum? Könnt ihr nicht einfach Lieder schreiben? Oder gibt’s dann keine Subventionen aus irgendwelchen Fördertöpfen?

VERKEHRTE WELT

THE THIRD EYE FOUNDATION

The Dark

Ici D’Ailleurs/Cargo

Auf seinem nach beinahe zehnjähriger Wartezeit nun endlich erschienenen Album arbeitet sich Matt Eliott weitgehend an der Idee ab, die charakteristischen Breakbeat-Loops seiner Heimatstadt Bristol mit melancholischen Streicherarrangements und markerschütternden Falsettstimmen zu mischen. Da es sich hier leider um die einzige Idee handelt, die dem guten Matt in dieser Dekade widerfahren ist, klingt sein Machwerk ein wenig, als ob vier Takte eines frühen Portishead-Albums in Endlosschleife laufen, was aber auch völlig ausreichen dürfte, um manch sanftes Gemüt in den spontanen Suizid zu treiben.

ZY KLOPS

TANLINES

Volume On

Family Edition

Diese gemischte Tüte aus so ziemlich allen bisherigen Tanlines-Releases bietet Neueinsteigern eine gute Möglichkeit, sich auf kompakte Weise mit New Yorks verzogensten Indie-Rockern vertraut zu machen. Aber auch die treuen Fans dürften hier noch ein paar Tracks finden, von deren Existenz sie bisher noch nichts wussten. Auf jeden Fall gut, mal ein paar Indie-Songs, die einen nicht zu Tode langweilen, auf einer Platte versammelt zu haben und sich so die Wartezeit bis zum Erscheinen des Debütalbums im nächsten Jahr zu versüßen.

PEWTER PERRET