Hangover News

5 News vom Wochenende, die du nicht verpasst haben solltest

Die Ziele der neuen Regierung in Österreich, AfD-Beef auf WhatsApp, Werder-Ultras prügeln sich mit rechten Hooligans und eine Leiche, die keine war.
Symbolfoto: imago | allefarben-foto

Bitte mal kurz durchzählen und Hände hoch, wer am Wochenende auf einer Weihnachtsparty war. OK, alles klar – hoffentlich ist es euch nicht so ergangen wie einer 16-Jährigen in Biberach, die am Samstag deutlich zu viel getrunken hat. Sie fand alleine nicht mehr nach Hause und rief um 4 Uhr die Polizei an. Weil aber auch die nicht herausfinden konnte, wo genau sich der Teenager befand, wurde sogar ein Hubschrauber angefordert. Ging dann aber doch gut und der Großeinsatz konnte abgeblasen werden, berichten die Beamten.

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Dennoch hatten sicher auch viele von euch einen Kater und haben nicht richtig mitbekommen, was sonst so los war. Deswegen hier unsere Hangover-News.

Österreichische Regierung steht – Ihre Ziele in 5 Tweets

Der Titel besteht nur aus vier Wörtern, aber er macht alles klar: "Zusammen. Für unser Österreich” heißt das am Wochenende vorgestellte Regierungsprogramm unserer Nachbarn. Unter anderem sollen Familien mehr Geld bekommen, Arbeitslosen sollen längere Anfahrten zu potentiellen Arbeitsstellen zugemutet werden und stärkere "Arbeitsanreize” für sie geschaffen werden. Die konservative ÖVP und die rechtsnationale FPÖ wollen zudem härter mit Asylbewerbern umgehen: Ihnen sollen künftig bei Antragstellung ihr gesamtes Bargeld abgenommen und ihre Handydaten ausgelesen werden.

In Europa haben die üblichen Verdächtigen von AfD und anderen Rechtsnationalisten gejubelt.

Die allermeisten Kommentare sonst sind kritisch.

Und falls jemand gehofft hatte, dass die gemäßigten Kräfte innerhalb der ÖVP die rechte FPÖ schon bändigen würden: Think again.

Einen Überblick über weitere Ziele gibt’s hier:

Neue WhatsApp-Messages der AfD

Wem von uns entgleitet im Streit nicht schon mal ein lustiges "Heil, meine Führerin”? Das scheint zumindest ganz normaler Umgang in einer WhatsApp-Gruppe von AfD-Politikern aus Schleswig-Holstein zu sein. "Offenes Wort” heißt der Gruppenchat bemerkenswerterweise und es geht darin um Landeschefin Doris von Sayn-Wittgenstein und ihren umstrittenen Führungsstil. Laut den vom Stern veröffentlichten Mitteilungen beklagen die Chatgruppen-Mitglieder unter anderem die fehlende Distanz des Landesverbandes zu Rechtsextremen und Rechtsgefechte Sayn-Wittgensteins mit anderen Parteimitgliedern.

US-Gesundheitsbehörde soll böse Wörter nicht mehr sagen

Quiz zum Wochenstart: Was haben die Begriffe "Transgender”, "ungeschützt”, "wissenschaftsbasiert” und "Fötus” gemeinsam? Sie stehen alle auf einer Liste von Begriffen, die die US-Gesundheitsbehörde CDC laut Anweisung der Trump-Regierung im Zusammenhang mit der Haushaltsaufstellung fürs nächste Jahr nicht mehr benutzen soll. Als Vertreter der Regierung beim entsprechenden Treffen mit den Mitarbeitern des "Center for Disease Control” die Anweisung vortrugen, hat laut Washington Post ziemliches Erstaunen geherrscht. Die Leiterin des CDC, Brenda Fitzgerald, bemühte sich in einem Twitter-Thread um die Klarstellung, dass es dort keine verbotenen Wörter gebe, wie genau mit der Verbotsliste umgegangen wird, sagt sie darin nicht.

Werder-Anhänger liefern sich Massenschlägerei

Bremen hat am Wochenende 2:2 gegen Mainz gespielt – eigentlich ein okayes Ergebnis, kein Grund für Aggressionen. Nach dem Spiel sollen sich Werder-Fans dennoch eine Massenschlägerei in Bremens Innenstadt geliefert haben. Scheiben einer Kneipe gingen dabei zu Bruch. Ein Twitter-Video zeigt die Schlägerei und fliegende Stühle. Beteiligt waren bis zu 120 Personen, wohl bestehend aus zwei Gruppen: linken Werder-Ultras und rechten Neonazi-Hooligans.

Kritik gab es danach auch an der Polizei der Hansestadt, die manchen Beobachtern zufolge die Gefahr durch die Hooligans schon seit Längerem herunterspiele. Einsatzleiter Rainer Zottmann kündigte, ohne nähere Details zu nennen, an, dass die Polizei künftig ihre Taktik ändern wolle.

Leiche war nur Erste-Hilfe-Puppe

Glimpflicher ging da ein Polizeieinsatz in Saarlouis aus: Ein Mann hat dort am Samstag die Polizei gerufen, weil er annahm, in einem Blumenbeet eine Leiche gefunden zu haben. Die Beamten kamen – und konnten ihn schnell beruhigen. Das menschenähnliche Objekt war lediglich ein Erste-Hilfe-Dummy, Eigentümer noch unbekannt.

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