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Lebensmüde Maßstäbe: Neue Doku zeigt, warum Berlin Kidz eine der krassesten Graffiti-Crews ist

"Macht das nicht nach! Ist zu gefährlich. Peace!"
10.12.18

Wer in den letzten Jahren zu Besuch in Berlin war und die Zeit nicht nur in Techno-Kellern verbracht hat, dem dürften eine Reihe hieroglyphenartiger Graffitis in der ganzen Stadt aufgefallen sein. Urheber ist die Crew Berlin Kidz, der Arte nun ein Mini-Doku gewidmet hat.

Der Beitrag zeigt die riskantesten Aktionen der Berlin Kidz und ein Interview mit einem Mitglied der Crew, Paradox. Er redet über die Illegalität und den Adrenalinkick der Aktionen, Freiheit und Systemkritik. "Ich schreibe manchmal nur mit Farbrolle einen Spruch gegen das System. Für die Leute, um die aufzuwecken", sagt Paradox.

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Die Graffitis der Berlin Kidz sind so auffällig, weil sie einerseits oft an scheinbar unerreichbaren Wänden zu sehen sind – etwa auf einer Kirche in Berlin-Kreuzberg oder an einem 130-Meter-Windrad. Andererseits durch den aus Brasilien importieren Pichação-Style, wodurch die Parolen und Wörter für das ungeschulte Auge keinen Sinn ergeben. Das hat die Crew in wenigen Jahren zu den Stars der Berliner Graffiti-Szene gemacht.

Paradox habe sich laut Arte aber aus der Szene verabschiedet und die Crew sei mittlerweile zerstreut. "Das kann man nicht ewig machen. Graffiti, Abseilen, Trainsurfen", sagt er im Interview. Jetzt wolle er sich auf die Kunst und eine kommende Ausstellung konzentrieren. Ob es das wirklich mit den Berlin Kidz war? Vielleicht wollen sie zukünftig auch einfach etwas weniger Aufmerksamkeit …

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