5 News vom Wochenende, die du nicht verpasst haben solltest

Die Bombendrohung von Potsdam in fünf Tweets – außerdem: Hamburg hat keinen Bock auf Neonazi-Klamotten, Berlin auch nicht – und ein aggressiver Hirsch mit Warnweste randaliert.

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04 Dezember 2017, 7:45am

Screenshot: Twitter

Holy … Wir sind tatsächlich im Advent angekommen: Besinnlichkeit, Vorfreude, das volle Programm. Doch trotz Mariah Carey in Dauerschleife und erstem Schnee: So richtig gemütlich konnten wir es uns noch nicht machen, was unter anderem am AfD-Parteitag lag, bei dem die Partei, man glaubt es kaum, noch weiter nach rechts rutschte. Dazu haben wir später noch eine Geschichte auf der Seite.

Und sonst? In Potsdam tauchte eine Paketbombe auf und sofort dachten viele, dass Islamisten den Weihnachtsmarkt nebenan treffen wollten – war dann aber wohl eine Erpressung der DHL. Und sonst? Die Kleiderspende in Berlin hat keinen Bock auf Neonazi-Pullis und in Thüringen tragen aggressive Hirsche Warnwesten. Hier sind fünf Storys vom Wochenende, die du nicht verpasst haben solltest.

Bombendrohung: Die versuchte DHL-Erpressung in Potsdam in fünf Tweets

Freitagnachmittag erhielt die Polizei Potsdam Hinweise wegen eines "verdächtigen Gegenstandes".

Sofort gingen die Gerüchte los, dass angeblich ein Bombenanschlag auf den Weihnachtsmarkt in Brandenburgs Hauptstadt geplant gewesen sei. Der Markt wurde evakuiert.

Doch es ging dem oder den Täter/n darum, den Paketdienst DHL zu erpressen.

Aber wir fragen uns:

Die Polizei sucht jetzt nach Zeugen, DHL-Kunden sollen keine Pakete von unbekannten Absendern öffnen.

"Nazi-Scheiß nicht erwünscht": Berliner Kleidersammlung hat keinen Bock auf Neonazi-Klamotten

Die Berliner Obdachlosenhilfe hat in ihrer Kleiderspende zuletzt immer mal wieder T-Shirts und Pullover mit Nazi-Parolen gefunden. In einem Facebook-Posting macht sich der Verein Luft: "Schon oft haben wir klargestellt, dass rassistische, nationalistische oder antisemitische Einstellungen und Aussagen bei uns nichts verloren haben. Leider versuchen immer wieder rechte Gruppen, die Obdachlosenhilfe zu benutzen, um ihre Positionen zu verbreiten." Die Pullis und Shirts werden an die Initiative Apabiz zur Aufklärung gegen Rechts weitergegeben.

Aus für Thor-Steinar-Laden in Hamburg

Und auch in Hamburg war es ein schlechtes Wochenende für Neonazi-Klamotten: In Barmbek muss die Filiale der in der Szene beliebten Bekleidungskette Thor Steinar schließen. Das Amtsgericht Barmbek findet, dass der Laden den Anwohnern nicht zumutbar sei, heißt es in Medienberichten. Immer wieder hatte es Streit um den Laden gegeben, Anwohner hatten wiederholt dagegen demonstriert.

70-Jähriger Britin wird Haus geklaut

Foto: Polizei Devon/Cornwall

Die Vorweihnachtszeit wird nicht so gemütlich wie geplant für Sonia McColl aus Cullompton im Südwesten von England. Die 70-Jährige hatte sich für umgerechnet 35.000 Euro ein Mobile Home gekauft – als sie dann einziehen wollte, hatten Diebe das komplette Zehn-Tonnen-Haus gestohlen. Von dem Heim fehlt jede Spur, berichtet die Sun. Die Polizei geht davon aus, dass die Räuber es auf einen flachen Laster verladen haben müssen, und fahndet nun nach den Dieben. McColl hatte zuvor eine Kampagne für Wohnwagen-Siedlungen gestartet.

Hirsch mit Warnweste tritt Frau

In einem Wildgehege bei Nordhausen in Thüringen fanden Kinder einen Hirsch besonders niedlich – nicht sooo verwunderlich, denn das Tier trug eine Warnweste. (Symbolfoto) Weil die Mutter der Kinder den Hirsch als bedrohlich wahrnahm, stellte sie sich vor ihre Kinder. Das Tier ging auf die Hinterhufe, trat mit den Vorderhufen nach der Frau und verletzte sie leicht am Rücken. Die Polizei fing das auffällig gekleidete Tier schnell ein. Wie es an sein Outfit kam? Eventuell hatten die Besitzer dem Tier die Weste angezogen – als Vorsichtsmaßnahme.

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