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Paul van Dyk hat seinen Sturz tatsächlich nur mit Glück überlebt

Der wiedergenese DJ hat erstmals detailliert über seinen Unfall und dessen Folgen gesprochen.
9.6.16
Für Paul Van Dyk ist es ein Wunder, dass er überlebt hat. Foto: Promo

Im Februar stürzte Paul Van Dyk beim ASOT-Festival in Utrecht bekanntermaßen vom Podium einer Bühne, auf das er geklettert war. Sechs Meter tief. Überall war zu lesen, dass der deutsche Trance-DJ sich eine Gehirnerschütterung und gebrochene Wirbel zugezogen habe. Zwar müsse er noch eine Weile im Krankenhaus, wenn sein Zustand sich aber weiter bessere, würde er sich wieder vollständig erholen. Wie lebensgefährlich van Dyks Verletzungen tatsächlich waren, wurde erste jetzt bekannt

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In einem Interview mit Billboard Dance erklärte Van Dyk: „Einem Tag nach dem Unfall wurde meiner Mutter und meiner Verlobten gesagt, dass wir von Glück reden können, wenn die lebenswichtigen Organe weiterhin funktionsfähig bleiben. Vermutlich würde ich nicht mehr wissen, wer ich bin oder wo ich mich grad befinde. Ich war dann über drei Tage bewusstlos."

An den Sturz selbst kann er sich nicht mehr erinnern. Vermutlich sei er auf etwas getreten, das nicht stabil genug gewesen war, um ihn zu halten, jedoch auch nicht dementsprechend gekennzeichnet war. Van Dyk hatte nicht einfach nur eine Gehirnerschütterung, wie zunächst berichtet wurde, sondern ein schweres Schädel-Hirn-Trauma. Außerdem hatte er eine offene Wunde am Hinterkopf und zwei gebrochene Wirbel im Rückgrat. Die Hirnverletzung ist jedoch schwerstwiegend.

„Stell dir vor du brichst dir dein Rückgrat, und das ist noch die leichteste Verletzung. Dann kannst du dir vorstellen, wie die letzten drei Monate für mich waren. Und wie die nächsten Monate sein werden, bis ich wieder völlig genesen bin."

Van Dyk saß fünf Wochen im Rollstuhl und musste aufgrund der Hirnverletzung wieder lernen zu laufen. Auch das Sprechen musste er sich wieder aneignen; ebenso essen und trinken. Aufgrund der neurologischen Beeinträchtigungen könne er nie wieder so viele Tätigkeiten und Fähigkeiten erlernen wie zuvor, er kann jedoch nahe rankommen. Man könne nicht mal davon reden, dass er Glück hatte, es sei ein Wunder, dass er überlebt habe: „Sogar der Doktor sagte, dass es ein Wunder sei, er habe noch nie eine derartige schnelle Genesung bei einem Patienten gesehen. Ohne meine Verlobte hätte ich das allerdings nicht geschafft. Sie war der Grund, weiterzuleben."

Die Anteilnahme in den sozialen Medien habe ihn überwältigt. Er will am 19. Juni in Las Vegas beim Electric Daisy Festival wieder auf der Bühne stehen, allerdings sollen es deutlich weniger Shows in den nächsten Monaten werden als zuvor. Zu gegebener Zeit will er auch an seinem Album weiterarbeiten, das er vor dem Sturz begonnen hatte. Denn seine Musikbegeisterung hat sich trotz des Unfalls nicht geändert:

„Ich bin immer noch der Musik-Freak, der ich vorher war."

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