Kaffee könnte dir die Lust auf Cannabis verderben

Eine neue Studie belegt: Ein kleines bisschen Kaffee könnte dir dabei helfen, deine Cannabis-Sucht in den Griff zu bekommen. Der Haken? Zu viel Kaffee könnte sie schlimmer machen.

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12 Mai 2015, 8:30am

Mach dich gefasst, Internet. Eine Studie, die letzte Woche Journal of Neuroscience veröffentlicht wurde, untersucht den pharmakologischen Zusammenhang zwischen dem Dream Team aller Drogen: Kaffee und Marihuana.

Laut der Studie, zu deren Zweck Totenkopfäffchen vor sowie nach dem Koffeinkonsum intravenös THC verabreicht wurde, besteht eine eindeutige, aber merkwürdige Verbindung zwischen Koffein-und THC-Konsum.

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Die Affen, die natürlich das Werk Gottes verrichten, verabreichten sich selbst anscheinend weniger häufig THC, wenn sie bereits eine kleine Menge Koffein im System hatten.

Der Grund? Kleine Mengen Kaffee blockieren unsere präsynaptischen A2A-Rezeptoren, während große Mengen Kaffee jedoch unsere postsynaptischen A2A-Rezeptoren blockieren. Forscher haben die Theorie aufgestellt, dass das systematische Blockieren von präsynaptischen A2A-Rezeptoren gegen Cannabis-Abhängigkeit helfen könnte.

Aber wenn es um Chemikalien und Synapsen geht, ist es nie so einfach, wie es scheint. Bei der Studie hat sich nämlich auch herausgestellt, dass zu viel Koffein genau das Gegenteil bewirken kann. Wie der Neurowissenschaftler Gary Wenk auf dem Forschungsblog der Oxford University Press schreibt: „Hohe Dosen Koffein erhöhen die Eigenverabreichung von Marihuana."

Das ist nicht das erste Mal, dass eine greifbare Verbindung zwischen THC und einem koffeinhaltigen Aufputschmittel (wie Kaffee) nachweislich eine Auswirkung auf die prä- und postsynaptischen Adenosinrezeptoren hat. 2010 veröffentlichte ein italienisches Forscherteam eine Studie im Journal Molecular Nutrition & Food Research, in der sie eine mögliche Verbindung zwischen dem Endocannabinoid-System des Gehirns und den süchtig machenden Eigenschaften von Kaffee untersuchten. Diese Studie kam zu dem Schluss, dass „chronischer Koffeinkonsum die Sensitivität der striatalen GABAergen Synapsen für die Stimulation von Cannabinoid-CB1-Rezeptoren erhöht." Ich bin mir fast ganz sicher, dass das bedeutet, dass ganz viel Kaffee das Cannabis-Erlebnis verstärkt.

Auf die Menge kommt es also wieder einmal an: Die neue Studie deutet darauf hin, dass eine kleine Menge Kaffee dir dabei helfen könnte, dir die (langersehnte?) Pause von Gras zu gönnen, zu der du dich nie durchringen konntest.

Mein Rat: Wirf alle Bedenken über Bord, hol dir beide Dinge aus derselben Quelle und mach dir diesen Bulletproof Coffee mit der perfekten Dosis Koffein und Cannabis.