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Kuchen

Ein Charity-Kuchenverkauf für Waisenkinder wurde mit einem Dildo sabotiert

Das Glasgow City Council veranstaltete einen Kuchenverkauf, dessen Gewinn an rumänische Waisenhäuser gespendet werden sollte. Ein Dildo in einem der Kuchen sorgte jedoch für viel Aufruhr.

von Alex Swerdloff
04 November 2015, 3:15pm

Foto von kathryn via Flickr

Wir sind alle für einen guten Streich zu haben. Aber für jeden Streich gibt es einen angemessenen Ort und Zeitpunkt.

Und leider gibt es sehr viele unangemessene Orte und Zeitpunkte. Beerdigungen beispielsweise. Religiöse Zeremonien. Wohltätigkeitsveranstaltungen für rumänische Waisenkinder—oder jegliche Waisenkinder eigentlich. Streiche mit Waisenhäusern: nicht so lustig. Besonders, wenn ein Dildo im Spiel ist.

Leider ist dieses allgemeine Verständnis zu einem Streichspieler in Glasgow nicht durchgedrungen.

Das Szenario spielte sich vergangene Woche ab, als das Glasgow City Council einen Kuchenverkauf organisierte, um Geld für ein rumänisches Waisenhaus zu sammeln. Ein ziemlich guter Zweck, oder?

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Auf jeden Fall. Wie furchtbar das Leben in rumänischen Waisenhäusern ist, berichteten die Medien und mehrere Wohltätigkeitsorganisationen wurden gegründet, um die Misere der dort lebenden Waisenkinder zu lindern. Mit dem Kuchenverkauf wollten die Organisatoren des Glasgow City Council ihren Beitrag leisten.

Der Streich fiel erst auf, als jemand ein eigenartiges Objekt in einem der zum Verkauf stehenden Kuchen entdeckte. The Evening Times berichtet, dass die Wurzel des Problems bald entdeckt wurde: „Zu Geschäftsschluss wurde klar, um was es sich hier handelte—jemand hatte ein Sexspielzeug durch einen Schokoladenkuchen gerammt", erklärte einer der Anwesenden. Bei dem Sexspielzeug handelte es sich um einen Dildo.

Eine Ermittlung wurde in Gang gesetzt, um den taktlosen Täter aufzuspüren, aber für die rumänischen Waisenkinder war es zu spät. „Der Verkauf musste abgesagt werden und es sprach sich schnell herum, dass alle Kuchen wegen dieser bösartigen Aktion weggeworfen werden mussten", erklärte der Anwesende. Momentan wird gerade Material von Überwachungskameras im Pausenraum, wo das Event stattfand, auf Hinweise untersucht.

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Die Absage sorgte für große Enttäuschung. In den weisen Worten einer Sprecherin des Glasgow City Council: „Es ist enttäuschend, dass jemand absichtlich eine Wohltätigkeitsveranstaltung sabotiert, in das die Mitarbeiter sehr viel Zeit und Mühe gesteckt haben."

Glasgower Freunde von Schokoladenkuchen und rumänische Waisenkinder stimmen bestimmt zu. Bleibt nur die Hoffnung, dass der Dildo-Scherzbold zur Rechenschaft gezogen wird.