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Popkultur

Floridas berüchtigtste Po-Ärztin muss zehn Jahre ins Gefängnis

Oneal Ron Morris kam zu zweifelhaftem Ruhm, als man sie beschuldigte, Reifenflüssigkeit und Dichtungsmittel in die Hinterteile ihrer Patientinnen injiziert zu haben.

von Alli Conti
29 März 2017, 3:24pm

Oneal Ron Morris, vor Gericht, 2015. Foto: AP Photo/South Florida Sun-Sentinel | Mike Stocker

Oneal Ron Morris, die berüchtigtste Quacksalberin Floridas, wurde am Montag zu einer zehnjährigen Haftstrafe verurteilt, berichtet die Washington Post. Eine ihrer illegalen Hintern-Injektionen war furchtbar danebengegangen.

Die auch Duchess genannte Kurpfuscherin war bereits 2011 verhaftet worden, weil sie ohne Zulassung als Ärztin praktiziert hatte. Nach ihrer einjährigen Haftstrafe machte sie sich landesweit einen Namen, als grauenvolle Details zu ihren verpfuschten Arsch-Operationen ans Tageslicht kamen. Ihr wird unter anderem vorgeworfen, Chemikalien wie Reifendichtmittel und Fugendichtung in die Hinterteile verzweifelter Frauen injiziert zu haben.

Die Staatsanwaltschaft konnte am Ende zwar nicht beweisen, aus welchen exakten Bestandteilen ihr Gemisch bestand, allerdings verweigerte Morris im Februar die Aussage zu den Anschuldigungen und übernahm damit letztendlich die Verantwortung für den Tod mindestens einer Patientin. Ein Gerichtsmediziner hatte festgestellt, dass sich das Silikongemisch in Shatarka Nubys Hinterteil auf andere Körperteile ausgebreitet und schließlich zum Atemstillsand geführt hatte.


Schau dir hier unsere Dokumentation über illegale Po-Injektionen und ihre Gefahren an:


Natürlich hat Morris die Methode der Arsch-Injektionen nicht erfunden und ist auch nicht die einzige Quacksalberin, der vorgeworfen wird, jemanden mit diesem Prozedere umgebracht zu haben. Dennoch ist sie die wohl berühmteste und ihre Heimatstadt Miami gilt als Zentrum dieser Epidemie. Wie Morris selbst handelt es sich bei vielen Menschen, die sich dieser gefährlichen Prozedur unterziehen, um Transfrauen, die es auf besonders üppige Kurven abgesehen haben. Dabei hatte 2015 erst der Fall des brasilianischen Supermodels Andressa Urach für Aufsehen gesorgt, als Teile ihres Allerwertesten regelrecht verfaulten.

Das Gericht verurteilte Morris zu zehn Jahren Gefängnis und anschließend fünf Jahren Bewährung. Die Familie der verstorbenen Nuby hatte eine lebenslange Haftstrafe gefordert.

"Meine Tochter ist einen zutiefst unmenschlichen Tod gestorben", sagte Nubys Mutter bei er Urteilsverkündung. "Achtzehn Monate hat sie gelitten, ohne wirklich zu wissen, was man ihr in den Körper getan hatte."

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