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Würdest du das dänische Bier aus Festivalpisse trinken?

Das dänische Landwirtschafts- und Ernährungsministerium ist vom “Biercycling” begeistert. Wir haben mal in der THUMP-Redaktion rumgefragt, ob jemand das “Pisner” probieren würde.
10.5.17

Foto: David Shankbone / Wikimedia Commons / CC-BY-SA-3.0. Dieser Artikel ist zuerst bei THUMP UK erschienen

Auf einem sommerlichen Musikfestival wird in der Regel eine Menge Bier getrunken – und genauso viel muss auch irgendwann wieder raus aus dem Körper. Eine Mikrobrauerei aus Kopenhagen, Nørrebro Bryghus, hat sich diese Tatsache zu Nutze gemacht und auf dem Roskilde-Festival 50.000 Liter Urin gesammelt, um damit ein neues Bier namens "Pisner" zu brauen. Im Frühjahr 2016 haben die Dänen Gerstenfelder mit Urin gedüngt anstatt mit Gülle oder industriell hergestellten pflanzlichen Nährstoffen, berichtet Drinks Business.

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Das dänische Landwirtschafts- und Ernährungsministerium hat den Prozess als "Biercycling" bezeichnet und dessen Nachhaltigkeit gelobt. Mit der gesammelten Pisse kann die Brauerei 60.000 Liter Bier produzieren.

"Als die Nachricht öffentlich wurde, dass wir das Pisner brauen, dachten viele Leute, dass wir den Urin filtern würden, um ihn direkt für das Bier zu verwenden. Darüber haben wir wirklich gelacht", so der Geschäftsführer von Nørrebro Bryghus, Henrik Vang.

Das Projekt wurde bereits 2015 angekündigt, der Brauprozess für das Pisner begann allerdings erst im März diesen Jahres. Nächsten Monat wird es endlich erhältlich sein. Das wirft eine wichtige Frage auf: Wer will sowas überhaupt trinken? Um das herauszufinden, haben wir ein paar Leute aus der THUMP-Redaktion befragt.

Josh Baines: Wenn Bear Gryllz Kamel-Scheiße auswringt, um sie zu trinken, kann ich auch ein wenig Pissbräu schlürfen, um es durch ein Set von Lee Burridge zu schaffen.

Colin Joyce: Ich hab keine Bedenken, etwas zu trinken, das mit menschlichen Ausscheidungen gedüngt wurde (es ist steril… oder so), aber ich mag keine prätentiösen Biere. Ein Budweiser in Zimmertemperatur für mich, bitte.

Michelle Lhooq: Auf keinen Fall, ich konnte noch nie etwas mit Wassersportarten anfangen.

Josh Baines (schon wieder): Wenn du mir die Augen verbinden und mich bitten würdest, normales Lightbier in einem Plastikbecher von einem Glas meiner eigenen Pisse zu unterscheiden, würde ich den Unterschied ehrlich gesagt nicht merken.

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David Garber: Ist das Glutenfrei? Ich frage für einen Freund.

Emilie Friedlander: Ich trinke kein Bier, also nein (puh).

Max Mertens: Definitiv nein.

Trey Smith: Auf keinen Fall.

Koen van Bommel: Ich würde – irgendwann, wenn ich auf dem Festival wäre. Ich meine, irgendwas musst du ja trinken.

Philipp Kutter: Schlimmer als Pilsator kann es nicht sein.

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