esportes de verão

Bluten für die Bruderschaft: Ein Aussteiger aus einer schlagenden Verbindung berichtet

Fechten ist seit Jahrhunderten fester Bestandteil von Studentenverbindungen. Ein Aussteiger hat uns von Skalpierungen berichtet und erklärt, was Waffenduelle mit Wetttrinken zu tun haben.
8.3.17

"Als Erstes decken sie die Gemälde ab, weil das Blut überall hinspritzen kann", legt Hans gleich mal mit einer plastischen Beschreibung los. "Ich habe viele Duelle gesehen und, verdammt nochmal, da floss eine Menge Blut." Weil Hans Angst vor Repressalien hat, will er anonym bleiben und heißt natürlich anders. Außerdem besteht er darauf, dass wir nicht den Namen seiner schlagenden Verbindung in Heidelberg nennen. "Das ist nichts für die Öffentlichkeit", so Hans weiter. "Darum gibt es auch keine Videos von Duellen."

Anzeige

Die geheimen Fechtkämpfe, die von einer kleinen Anzahl von studentischen Verbindungen in Deutschland (und einigen anderen europäischen Ländern) organisiert werden, sind das Überbleibsel einer ehemals weit verbreiteten Praxis namens Mensur. Bei der Mensur treten sich zwei männliche Mitglieder unterschiedlicher Studentenverbindungen, die 'Paukanten', mit scharfen Waffen gegenüber. Erste Duelle gab es schon im 16. Jahrhundert. "In der Vergangenheit durften nur Adlige Waffen tragen. Weil aber so Studenten auf ihren Reisen leicht überfallen werden konnten, erlaubte der König auch ihnen das Tragen von Waffen. Die haben sich natürlich gefreut und schon bald gab es erste Duelle."

Die ganze Geschichte könnt ihr hier bei VICE Sports lesen.