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Sexleben

Tote Hose im Bett? Rotwein und Beeren könnten helfen!

Klar, bei Potenzproblemen kann man schnell einfach eine der blauen Pillen einwerfen. Wie langweilig! Mutter Natur hat viel schmackhaftere Geheimrezepte, damit es im Bett besser läuft.
15.1.16

Essen war schon immer das Lieblingsmittel der Menschheit, damit es im Bett besser läuft.

Die Palette reicht dabei von übelriechenden Pilzen, über Maca und Bier, bis hin zu klassischen Austern. Überall auf der Welt gibt es irgendwelche absurde kulinarische Traditionen, mit denen Menschen versuchen, ihren (Liebes-)Hunger zu stillen. Essen und Sex passen einfach super zusammen.

Die Wissenschaft ist das Thema Erektionsprobleme bisher wesentlich unspektakulärer angegangen und hat einfach eine kleine blaue Pille auf den Markt gebracht. Mediziner waren eben schon immer skeptisch gegenüber natürlichen Aphrodisiaka. Aber mittlerweile erhärten sich die Beweise, dass bestimmte Stoffe in Nahrungsmittelndem kleinen Freund auf die Sprünge helfen können.

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Die Rettung bei akuten Bettproblemen: Flavonoide. Das klingt erstmal nicht unbedingt sexy, hat aber eine durchschlagende Wirkung. Wer bei seiner Ernährung auf einen hohen Flavonoidgehalt achtet, hat mehr Spaß im Bett, so die Ergebnisse einer neuen Studie, die im American Journal of Clinical Nutrition veröffentlicht wurde.

Natürliches Viagra in Form von Flavonoiden findet sich in Pflanzen, vor allem in Früchten mit tiefroter, blauer oder violetter Färbung, die auch viele Antioxidantien und entzündungshemmende Wirkstoffe enthalten, zum Beispiel Blaubeeren, Brombeeren, Johannisbeeren oder eben die Trauben für dein Glas Rotwein.

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Eine der Untergruppen der Flavonoide, die Anthocyane, sind bereits für ihre gesundheitsfördernde Wirkung bekannt.Sie verbessern den Blutfluss und erweitern die Blutgefäße, was offensichtlich bei Erektionsproblemen ziemlich hilfreich sein kann. Teilnehmer der Studie, die mit ihrer Ernährung viele Anthocyane und Flavonoide zu sich nahmen, hatten seltener Potenzprobleme.

Die Studie begann bereits 1986 mit einer Kohorte aus 51.529 Männern mittleren Alters. Die Teilnehmer waren fast alle weiße Europäer, die als Zahnärzte, Apotheker, Optiker, Osteopathen, Kinderärzte und Tierärzte arbeiteten und zwischen 40 und 75 Jahre alt waren.Alle vier Jahre wurde ihr Ernährungsverhalten dokumentiert, um so den Flavonoidkonsum zu bestimmen.

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Zu den Hauptursachen von Potenzproblemen gehören normalerweise Herzerkrankungen, verstopfte Blutgefäße, hohe Cholesterinwerte, zu hoher Blutdruck und Übergewicht. Den Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann man sicherlich mit Sport entgegenwirken. Die Ergebnisse der neuen Studie deuten nun aber darauf hin, dass man auch durch die Ernährung die Durchblutung des besten Stücks verbessern kann.

„Uns war bereits bekannt, dass durch Flavonoide das Risiko für Krankheiten wie Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen gesenkt werden kann", so Professor Aedin Cassidy, Forschungsleiterin an der University of East Anglia, in einer Presseerklärung. „In dieser Studie wurde aber zum ersten Mal der Zusammenhang zwischen Flavonoiden und Erektionsstörungen untersucht. Fast die Hälfte aller Männer mittlerem Alters sind davon betroffen."

Auch fanden die Forscher heraus, wie Alter, Ernährung und Sport zusammenwirken. „Junge Männer profitieren mehr von Flavonoiden", so die Forscher. „Männer mit Erektionsstörungen sind gewillter, einen gesunden Lebensstil zu führen mit mehr Sport und einer besseren Ernährung. Das trägt natürlich auch langfristig zur Herz-Kreislauf-Gesundheit bei."

Danke Wissenschaft! Du hast uns wieder einmal einen Grund geliefert, noch mehr Wein zu trinken. Aber nicht übertreiben, sonst geht das nach hinten los.

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