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Der Weihnachtsmann war ein Schamane und high auf Pilzen

Nachdem ich von den Ursprüngen des Weihnachtsmanns inklusive psychedelischer Pilze, Rentierpisse und Schmanentum erfahren hatte, fühlte ich mich zu einem weihnachtlichen Weed-Festmahl inspiriert.

von David Bienenstock
19 Dezember 2014, 8:05am

Jesus hat noch nie eine Schneeflocke gesehen, zumindest nicht in seinen 33 Jahren auf der Erde. Und der heilige Nikolaus war im heutigen Demre in der Türkei beheimatet—wo die Durchschnittstemperatur Ende Dezember weit über 10°C liegt. Warum zur Hölle lebt also der Weihnachtsmann am Nordpol und fährt einen Schlitten?

Naja, das war ja nicht immer schon so. In der früheren niederländischen, recht rassistischen Tradition wohnte der Sinterklaas in Spanien und reiste ein Mal im Jahr ungefähr einen Monat vor Weihnachten (mit dem Boot) in die Niederlande, um ungezogene Kinder zu bedrohen, zu missbrauchen und zu kidnappen—mit der Hilfe seiner Gang von dunkelhäutigen Arabern. (Unterbrich mich, wenn du das schon einmal gehört hast, wenn nicht, David Sedaris erzählt die Geschichte viel besser.)

Der Weihnachtsmann wie wir ihn kennen, entstammt allem Anschein nach der Fantasie von Clement Clark Moore, ein Theologie-Professor am General Theological Seminary of the Protestant Episcopal Church in New York City. 1823 veröffentlichte Moore, ein wohlhabender Aristokrat, das Gedicht Als der Nikolaus kam mit der ikonenhaften ersten Zeile: 'In der Nacht vor dem Christfest…' Und von da an verschmolzen die verschiedenen religiösen, historischen und folkloristischen Traditionen—vom Sinterklaas und dem Heiligen Nikolaus bis hin zum heidnischen Gott Odin und der britischen Legende vom Father Christmas—für immer im „traditionellen" Geschenkemann, den man zur Weihnachtszeit in fast jedem Einkaufszentrum auf der Welt antrifft.

Was, wenn es aber noch einen anderen Vorgänger des Weihnachtsmanns gab? Einer, der die eher ungewöhnlichen Aspekte der Weihnachtsmann-Geschichte erklären würde?

Aspekte wie, Warum fliegen Rentiere?

Donald H. Pfister, Professor der Systematischen Botanik und Kurator der Farlow Library and Herbarium an der Harvard University, glaubt, Santas Rentiere „fliegen", weil sie high auf den roten Fliegenpilzen mit den weißen Punkten sind, die ihre psychedelische Wirkung entfalten. Aber nicht nur Dancer, Prancer, Donner, Blixen und Rudolph (besonders Rudolph) sind high auf Pilzen, sagt Pfister, der zu diesem Thema eine jährliche Vorlesung für seine erstsemestrigen Botanikstudenten hält, sondern auch der kräftige Old-Timer, der den Schlitten anführt.

Du weißt schon, der der in einen leuchtend roten Mantel mit einem weißen Pelzrand trägt und eine leuchtend rote Mütze mit einem weißen Bommel auf dem Kopf hat—ein Ensemble, das den traditionellen mit Fell verbrämten Jacken der sibirischen Schamanen, die sie bis heute zum Fliegenpilze für rituelle Zwecke sammeln tragen, erstaunlich ähnlich sieht.

„In der Geschichte heißt es, bis vor ein paar hundert Jahren sammelten diese praktizierenden Schamanen Fliegenpilze (der heilige Pilz), trockneten sie und verschenkten sie als Gaben zur Wintersonnenwende [21. Dezember]," erklärte John Rush, ein Anthropologe und Lehrer am Sierra College in Rocklin, California, LiveScience.com. „Weil der Schnee die Türen blockierte, gab es eine Öffnung im Dach, durch die die Leute ein und aus gingen. Daher kommt die Kamingeschichte."

Fliegenpilze, die meistens unter Kieferbäumen—die, die wir auch in unsere Wohnzimmer stellen, üppig dekorieren und unter die wir unsere Geschenke legen—vorkommen, sind leicht giftig für den Menschen. „Manchmal tranken die Leute den Urin des Rentiers, weil die halluzinogenen Stoffe so ausgestoßen werden, aber viele der schädlichen Chemikalien im Pilz nicht mehr vorhanden sind", so Rush.

Kurz zusammengefasst bedeutet das also: Santa ist ein arktischer Schamane, der sich wie ein Fliegenpilz anzieht, Rentieren durch den Wald folgt, bis sie ein par Pilze verschlungen haben, und der dann auf die Wintersonnenwende wartet, um mitten in der Nacht in dein Haus einzubrechen und dir giftige, getrocknete Pilze oder psychedelischer Rentierurin zu schenken, oder beides. Dann verbringt deine Familie den ganzen Tag halluzinierend zu Hause und fragt sich, wieso der Kieferbaum, den du hereingeschleppt hast, mit Ornamenten verziert ist.

Was zugegebenermaßen ein bisschen ungewöhnlich klingt, wenn man es so sagt.

Da der Weihnachtsmann sich scheinbar hin und wieder mehr bewusstseinserweiternde Substanzen als nur Rumkugeln gönnt, beschloss ich, dieses Jahr zu Weihnachten Milch und Haschcookies vor die Tür zu stellen, die ich so dekorieren werde, dass sie wie sein Lieblingspilz aussehen. Da der Weihnachtsmann normalerweise auf seiner Reise um die Welt eine Nachtschicht einlegen muss, dachte ich mir, eine milde Dosis THC in den Cookies wäre angemessen. Außerdem erschien es mir ratsam, sie zuerst zu kosten—nicht dass diese fliegenpilzförmigen Haschcookies den Weihnachtsmann noch vorübergehend außer Gefecht setzen.

Wie dem auch sei, die Kekse selbst sind nichts Besonderes—nur normale Zuckerkekse—aber frisch gebacken und mit leckerem Eierlikör oder einem schönen warmen Glas Rentierpisse schmecken sie aber wie die Verkörperung der Weihnachtszeit mit einer dezenten „Weihnachtsbaum"-Note.

Aber als stolzer Pizza Bagel (halb Italiener, halb Jude) habe ich das Glück, sowohl Weihnachten als auch Chanukka zu feiern. Im Jahr 2012 schrieb meine Frau The Official High Times Cannabis Cookbook, das auch ein Rezept für mit Cannabis angereicherte Latkes [Kartoffelpuffer] enthielt, das wiederum auf einem alten Familienrezept basiert.

REZEPT: Entspannte Latkes

„Großmutter frittierte ihre Chanukka-Latkes nie in Ganja-Öl", steht in der Beschreibung dieser frittierten Festtagsleckereien, „aber der wunderbare Geruch verbreitete sich im gesamten Haus. Das war der ideale Zeitpunkt, kurz mit den anderen Kiffercousins für ein paar Züge im Dachboden zu verschwinden. Es wurde noch besser, als wir in die Küche zurückkamen—die wie eine Menora am achten Abend erleuchtet war—warteten diese leckeren, goldbraunen Kartoffelpuffer in all ihrer Pracht auf uns und wurden mit Apfelsauce und Sauerrahm serviert."

Anders als gehackte Leber und gefilte Fisch kommen Großmutters Latkes auch wirklich gut an, mit oder ohne Geheimzutat. Ob du jetzt Jude bist oder dir vielleicht einfach nur die Vorstellung gefällt, von ein paar extra knusprigen Latkes high zu werden, du solltest dir auf jeden Fall dieses Rezept ansehen und gleich mal loslegen—nachdem du dich mit ein bisschen Kosher Kush eingedeckt hast.

Anmerkung: Cannabis ist definitiv koscher—besonders, wenn es medizinisches ist—zumindest, wenn du den richtigen Rabbi hast.

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