Die VICE Reports

Die VICE Reports: Episode 10

Polen bereitet sich in paramilitärischen Gruppen privat auf einen bewaffneten Konflikt mit Russland vor, Kambodschas Textilarbeiterinnen wünschen sich in die Prostitution zurück und in Rio spielt die Polizei mit den Drogengangs den Irak-Krieg nach.

von VICE Staff
16 Juli 2015, 2:00pm

Die VICE Reports bringen die zweite Staffel unserer Emmy-prämierten Dokuserie VICE on HBO in deutscher Erstausstrahlung und zeigen zusammen mit neuen VICE-Dokumentationen aus Deutschland zum ersten Mal unsere VICE News-Reportagen im Fernsehen. Immer montags um 23:15 Uhr auf RTL II.

Paramilitärische Gruppen haben in Polen lange Tradition. Seit dem Krieg in der Ukraine haben sich deren Mitgliederzahlen laut des polnischen Verteidigungsministeriums verdreifacht—auf etwa achtzigtausend Männer, Frauen, Studenten und Schüler. Wir sind ins Nachbarland gefahren, um herauszufinden, wie und warum diese Gruppen sich auf einen möglichen Konflikt vorbereiten, begleiten Ausbilder, Wochenendkämpfer und Freizeitschützen auf Übung, treffen einige der dreißigtausend Schüler, die in Polen eine der sogenannten Uniformklassen besuchen, sprechen mit demBeauftragten für Verteidigungsinitiativen aus der Gesellschaft General Bogusław Pacek über die polnische Ostgrenze als neue Flanke der Nato und diskutieren mit Slawomir Pocztarski, einem der bekanntesten Mitglieder der polnischen Widerstandsorganisation im Zweiten Weltkrieg, was Krieg als ständiger Gedanke für die Hoffnung auf Frieden bedeutet.

Im zweiten Teil: Der Hohe Preis der Billigklamotten. 2008 hat die kambodschanische Regierung auf Drängen der USA eine aggressive Kampagne gegen Menschenhandel gestartet, mit der sie viele tausend Frauen aus der Prostitution herausholen will. Viele der Frauen behaupten jedoch, dass die Behörden ihnen dabei eine Arbeit aufzwingen würden, bei der Arbeitsbedingungen und Bezahlung noch viel schlechter seien: die Textilproduktion für westliche Konzerne. Wir sind nach Phnom Penh gereist, um mit derzeitigen und ehemaligen Prostituierten, Behörden und Gewerkschaftsvertretern zu sprechen und herauszufinden, was mit den Frauen geschieht, die durch das Regierungsprogramm gerettet worden sind.

Und im dritten Teil: Während vor einem Jahr in Rio um die Fußball-Weltmeisterschaft gespielt wurde, lieferten sich Polizei und Drogenbanden in Rio einen heftigen Kampf in den Elendsvierteln. Viele der Favelas werden von schwerbewaffneten Gangs und Drogendealern kontrolliert, und um der Situation vor der WM und den Olympischen Spielen 2016 Herr zu werden, startete 2008 ein groß angelegtes Projekt zur sogenannten Befriedung der Favelas. Mit einer Operationsstrategie und speziellen Polizeieinheiten, die denen in den von Drogenkartellen umkämpften Slums Kolumbiens ähnlich sind, ging man hart mit den Kriminellen ins Gericht.Doch die Vorgehensweisen und ein Folterskandal 2013 lassen viele der Bewohner die Polizisten zum Teil mehr fürchten als die Drogengangs. Wir haben in Rio recherchiert, wie genau die Befriedung der Favelas funktioniert und wie die Militarisierung des Alltags im Schatten der WM Fahrt aufnahm.

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