

Jean-Patrice Keka Ohemba Okese: Ich habe mich schon als Kind für Wissenschaft interessiert, aber anfangs musste ich mich auf die Forschung beschränken. Die geringen Mittel im Kongo waren natürlich nicht gerade ermutigend. Ich studierte Wirtschaftslehre und kritzelte mein Notizbuch mit allen möglichen Ideen voll und baute in meiner Freizeit Raketen. Irgendwann nahm die Regierung Kontakt zu mir auf—damals war Mobutu Sese Seko Präsident—und man rief mich ins Verteidigungsministerium, wo ich einige hochrangige Militärtechniker kennenlernte, die bereit waren, mir zu helfen.An Bord der Troposphäre V war auch eine Ratte, die beim Absturz gestorben ist?
Von jetzt an wird an jedes Raketenprojekt auch ein biologisches Experiment beinhalten. Ich will afrikanischen Raumfahrttourismus möglich machen. Deshalb muss ich das Verhalten von Tieren im Weltraum erforschen. Wir haben die Ratte in einen Käfig gesetzt, und an alle möglichen elektronischen Geräte angeschlossen, um ihre Reaktionen, Zellen und Organfunktionen zu überwachen.Wann wird deine nächste Rakete—die Troposphäre VI—starten?
Wenn alles nach Plan läuft, in diesem Frühling. Die Rakete soll eine Höhe von zwei Kilometern erreichen. Sie wird auf dem gleichen Platz starten wie bisher, auf einem Feld in Menkao etwa 60 Kilometer von Kinshasa entfernt. Ich habe ein neues Kontrollzentrum gebaut, und wir haben die Sicherheitsvorkehrungen erhöht, um etwaige Nebenschäden
zu vermeiden.
