News

Die Türkei hat den VICE-News-Journalisten Mohammed Rasool gegen Kaution freigelassen

Nachdem er mehr als vier Monate aufgrund von Terrorismus-Vorwürfen in einem türkischen Gefängnis saß, ist unser Kollege nun gegen Kaution freigelassen worden.
05 Januar 2016, 5:50pm

Nachdem er mehr als vier Monate aufgrund Terrorismus-Vorwürfen in einem türkischen Gefängnis saß, ist der VICE-News-Journalist Mohammed Ismael Rasool nun gegen Kaution freigelassen worden.

Rasool wurde zusammen mit zwei Kollegen von VICE News am 27. August verhaftet und in einem Hochsicherheitsgefängnis inhaftiert.

In einem Dokument, das von einem Gericht in Diyarbakır veröffentlicht wurde, heißt es, dass keine Kautionszahlung erfolgt sei, dass Rasool „als Schutzmaßnahme" festgehalten worden sei und dass er das Land nicht verlassen dürfe.

Rasool, Jake Hanrahan und Philip Pendlebury waren dabei, über den Konflikt zwischen der türkischen Polizei und jugendlichen Mitgliedern der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans, der PKK, im Südosten der Türkei zu berichten, als sie von den türkischen Behörden beschuldigt wurden, „im Auftrag einer terroristischen Organisation" zu arbeiten.

Weltweit verlangten Organisationen, die sich für Menschenrechte und freie Meinungsäußerung einsetzen, die Freilassung der drei Journalisten. Auf einen gerichtlichen Antrag hin wurden Hanrahan und Pendlebury am 3. September entlassen, doch Rasool, ein Iraker, wurde weiterhin gefangen gehalten.

VICE News hat zur Freilassung von Mohammed Rasool folgendes Statement abgegeben:

VICE News ist erfreut zu bestätigen, dass VICE Reporter Mohammed Rasool gegen Kaution aus dem türkischen Gefängnis entlassen wurde, nachdem er dort 131 Tage festgehalten wurde.

Zusammen mit seinen Journalistenkollegen Phil Pendlebury und Jake Hanrahan ist Rasool am 27. August 20015 während eines Drehaufenthalts in der Region für VICE von der türkischen Polizei festgenommen worden.

Während Pendlebury und Hanrahan nach 11 Tagen freigelassen wurden, hat man Rasool über vier Monate unter dem Vorwurf, „terroristische Organisationen unterstützt zu haben", festgehalten.

Rasool freut sich nun, seine Familie, Freunde und Kollegen wiederzusehen, welche zur Zeit um die Wahrung ihrer Privatsphäre bitten.