21 Dinge, die Sex so wahnsinnig sexy machen

Schweiß, Socken und fließende Körpersäfte sind nur ein paar Gründe, warum du eigentlich gar nichts anderes mehr tun solltest als Sex zu haben.

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31 Juli 2014, 10:39am

Titel-Illustration: Sam Taylor

Sex! Worum geht's denn da? „Muschifürze" und auf die Toilette kriechen, während dir das Sperma die Beine runter rinnt, wenn an diesem Artikel in einer englischen Zeitschrift etwas Wahres dran sein sollte. Die Autorin Hannah Gale, die „21 Dinge, die Sex unsexy machen" geschrieben hat, sagte sie sei „nur ehrlich" und hinterfrage „unrealistische" Sexszenen in Comedy-Romanzen. Mal ehrlich, wenn du so scheißeinfach gestrickt bist, dass deine Ansichten über Sex in irgendeiner Weise auf Comedy-Romanzen basieren, dann verdienst du auch beschissenen Sex. Sie leitet ihre Liste nicht mal mit einer Bemerkung ein, dass Sex auch Spaß machen kann oder dass das Vergnügen der Frau dabei auch wichtig ist. Es kommt rüber wie „Frauen haben keinen Spaß an Sex, es ist einfach nur schmutzig und peinlich". Toll gemacht, Hannah.

Der Artikel wurde in England mittlerweile über 112 000 Mal in sozialen Netzwerken geteilt. Wahrscheinlich von Frauen, die ihre Wochenenden damit verbringen, Kylie Minogue zu hören und Weißweinschorle zu trinken. Die Leute, die sich in den 90ern „Männer sind vom Mars, Frauen von der Venus" und Hasendildos gekauft haben, aber natürlich „nur zum Spaß", weil Samantha aus Sex and the City auch einen hatte. Ich weigere mich zu akzeptieren, dass irgendwelche Männer, die nicht Percy oder Harold heißen, diesen Artikel geteilt haben. Die meisten Männer würden nämlich wahrscheinlich sogar eine Wassermelone ficken, wenn sie a) kein Kondom benutzen müssten und b) in ihr abspritzen dürften. Männer scheißen auf Peinlichkeit. Kleiner Scherz, Jungs. Ne, aber ist doch so.

Es muss hier ein ernsthaftes Argument über die Sexualpolitik vorgebracht werden und wie Sex in unserer überhygienischen, digitalisierten Welt solch ein Auslöser für Peinlichkeit sein kann. Ich könnte mehrere Internetseiten für politische Debatten die ganze Woche am Laufen halten, mit meinen Gedanken über den Druck, der auf Frauen ausgeübt wird, ein bestimmtes Aussehen haben zu müssen. Und über den Mangel an hilfreicher moderner Sexualerziehung in unserer pornifizierten Kultur und warum besonders Frauen das Gefühl haben könnten, dass Sex eher was ist, das erledigt werden muss als etwas, das Spaß macht—aber ich will lieber einfach über Sex reden. 

Deshalb sind hier meine 21 Dinge, die Sex sexy machen. Ich habe über Facebook zu Vorschlägen aufgerufen und die Antworten bewegten sich zwischen „heiliger Sex, bei dem du einen Akt der Verbundenheit begehst" und „den Anus lecken, bis dein Partner dich darum anbettelt, dass du ihn fickst". Schweine. „Liebe machen" ist ja schön und gut, aber am Ende fickt es dich immer. In dieser Liste geht es um die Freuden einer vollends ausgelebten Leidenschaft. Ich verzichte auf das Beste am Sex, unsere Fantasie und die Ungewissheit, was als nächstes kommt. Vielleicht stimmst du nicht allen Punkten auf meiner Liste zu. Trotz meiner Mühe, so viele Leute wie möglich zu flachzulegen, kann ich nicht die Erfahrung und die Sehnsüchte jeder einzelnen Person widerspiegeln. Wenn du aber bessere Vorschläge hast, was Sex sexy macht, dann hinterlasse einen Kommentar. Mein Gott, dieser Scheiß macht mich richtig an.

Foto von der Autorin.

1 – Der Geruch. Wenn du den Geruch von Sex nicht magst, ich weiß nicht, dann bist du vielleicht kein Mensch? Sex riecht … sexy? 

2 – Socken. Wenn dein Fickpartner des Vertrauens dir Socken in den Mund stopft und dir die Hände hinter dem Rücken verbindet, während er dich wie ein Kaninchen rammelt. Das macht ihr doch auch alle, stimmt's?

3 – Wenn ein Typ in dir drin abspritzt und seinen Schwanz drin lässt und du dann spürst, wie er langsam wieder hart wird und dann fickt er dich und kommt noch mal und er hat seinen Schwanz dabei kein einziges Mal rausgezogen. Das ist nicht nur sexy—wenn du es so machst, musst du dir auch keine Gedanken um Muschifürze machen, liebe Hannah.

4 – Einen Typen drücken, wenn er in dir drin ist. Es ist so, als würde deine Muschi oder dein Arsch „Ich bin für dich da" sagen.

5 – Wenn wir gerade dabei sind, wenn er ihn reinsteckt und es fühlt sich an, als würdest du auf einer Dose Raumspray sitzen. Oh. Mein. Gott. Wie meinst du das, er ist noch nicht ganz drin? 

6 – Wenn du siehst, dass es deinem Partner wirklich gefällt. Wenn er stöhnt. Und wenn es ehrlich ist. Wenn ein Typ so aussieht, als wären alle seine Geburtstage auf einmal, denn er ist hier mit dir, mit Paris "Ja ich bin es wirklich und ja, ich bin auch im wahren Leben so" Lees, und er abspritzt wie eine Wunderkerze.

7 –Sperma. Es ist einfach nur großartig und ich mag es am liebsten, wenn es als Überraschung kommt. Wie, wenn du einen Typ bei einer Hausparty vögelst und ein anderer Typ kommt rein und du sagst zu ihm: „Hey, mach mit!" Aber er ist so geil, dass er, als er seinen Schwanz rausholt, einfach direkt über euch beide wichst (echt jetzt, was hatten wir an dem Abend eigentlich alle genommen?). Oder wenn du einem Fremden in einem dunklen Raum einen runterholst und du dann plötzlich etwas warmes, feuchtes zwischen deinen Beinen und deinen Oberschenkeln auf deinen Lederminirock tropfen spürst. Mann, du hast mir gar nicht gesagt, dass du schon so weit warst! Heiß!

8 – Deine Unterwäsche. Nenn mich altmodisch, wenn du willst, aber ich finde du kannst mit sexy Dessous, Champagner und ausreichend du-weißt-schon-was nie falsch liegen. Das ist traditionell, oder? 

9 – Unattraktive Typen ficken. Die Typen, die du nicht deinen Freunden vorstellen wollen würdest. Einige meiner besten Ficks waren einmalige Geschichten mit dicken Perversen, die dreckige Bandshirts aus den 90ern anhatten. Wenn dir egal ist, was sie denken, kannst du so richtig loslassen. Vielleicht solltest du ihnen aber sagen, dass sie besser noch ein Kondom extra drüberziehen sollten. 

10 – Die Sexsäfte dazu verwenden, dir noch mal einen runterzuholen. Scheiße, ist das gut.

11 – Dir selbst im Spiegel zusehen, wie du ein unartiges Mädchen bist. Ein Spit Roast mit zwei Männern ist echt eine Verschwendung, wenn die Person in der Mitte nicht sehen kann, wie es aussieht. Nämlich verdammt geil.

12 – Dirty Talk. Ich geb's zu, es braucht Chuzpe und ein bisschen echte Leidenschaft dazu. Aber was bist du? Eine Maus? Oder ein Ficker? Du bist ein Ficker—als nenn mich eine Schlampe und sag mir, dass ich deinen Schwanz lutschen soll.

13 – Wenn ihr schon eine Weile am Rumknutschen und Fummeln seid und es dort unten langsam ziemlich klebrig wird und du dann deinem Partner einen drängenden Blick zuwirfst und ihm sagst, dass er jetzt endlich dein Höschen ausziehen soll. Zu diesem Zeitpunkt weiß er ganz genau, dass du es wirklich, wirklich willst und er zieht es dir aus, über deine Knöchel und der heiße Ort zwischen deinen Beinen pulsiert in freudiger Erwartung. Du weißt, dass diese Hände gleich hoch kommen. 

14 – Jemandem in die Augen sehen, während er einen Orgasmus hat und dabei zusehen, wie sich die Pupillen erweitern. Es ist wirklich wunderschön.

15 – Deinen Nachbarn dabei zuhören. Das macht mich richtig an. Und wenn irgendjemand mal so einen richtig guten Fick nötig hatte, dann waren das diese verbitterten Fotzen von nebenan.

16 – Der Schweiß. Hannah hat Schweiß auf ihrer Liste von Dingen, die unsexy sind. Aber Hannah liegt falsch. Einfach FALSCH. Wenn du jemanden attraktiv genug findest, dass du mit der Person Sex hast, Hannah, dann musst du auch mit deren Schweiß klarkommen. Und sie mit deinem. Ernsthaft Liebes, das ist keine Chorprobe. Wenn du es richtig machst, schwitzt du dabei.

17 – Feuchtigkeit. Frau oder Mann, es ist heiß, wenn dein Partner anfängt zu tropfen. Wenn du Körperflüssigkeiten zu eklig findest, muss ich dich ernsthaft fragen, wieso hast du eigentlich Sex? Sex ist feucht. Guter Sex ist noch feuchter. Wenn du wissen willst, ob er dich liebt, dann scheiß auf seinen Kuss—es ist in seinem Geilheitstropfen. Obwohl küssen auch heiß ist.

18 – Doggy-Style. Nicht nur, wenn du wie ein Tier gefickt werden möchtest; es hat auch den Vorteil, dass deine Hände und dein Mund frei sind, falls seine Freunde gerne zur gleichen Zeit bedient werden wollen. 

19 – Nummer 19 auf Hannahs Liste ist „Kiefersperre". Dafür habe ich auch Verständnis, wirklich. Ich bin eine Feministin. Aber dann schreibt sie: „Stell dir vor du würdest im Fitnesscenter so viel Einsatz zeigen." Und ich denk mir nur, echt jetzt?! Du denkst ans Fitnesscenter, während du jemanden einen bläst? Wie auch immer, Hannahs Liste ist beschissen und Nummer 19 auf meiner Liste ist „manhandling". Das ist, wenn sich ein Mann mit großen starken Händen und adrigen Armen dich anpackt. Würge mich! Zieh mich an den Haaren! Ich halte das aus! Ich komm aus dem Norden, Baby!

20 – "Dödel und Mösen", wie Hannah so originell sagt. Sie glaubt, sie sind eigenartig und hässlich, dabei sind es besondere Knöpfe für unendliche Lust. Mir ist egal, ob du homosexuell, heterosexuell oder ein verdammter Steinbock bist. Warme feuchte Zungen sind für warme feuchte Muschis gemacht.

21 – Zurückrollen, direkt zurück auf seinen Schwanz. Hannah rollt auf einen nassen Fleck. Hannah ist in die falsche Richtung gerollt.