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Hangover-News

Israel verringert seine Truppenzahlen im Gazastreifen, der „Islamische Staat“ dehnt seine Herrschaft aus, ein Muslim darf nicht Schützenkönig sein und 50 Kilo Kokain sind aus einer Asservatenkammer gestohlen worden.

von VICE Staff
04 August 2014, 7:32am

Du hast nicht mitbekommen, was am Wochenende in der Welt da draußen passiert ist, weil du nur in deiner eigenen Welt warst? Dein Schädel brummt, alles ist zu laut, aber du willst dich trotzdem auf den aktuellsten Stand bringen? Dann haben wir hier für dich unsere allwöchentlichen Hangover-News:

Israel zieht Großteil seiner Soldaten aus dem Gazastreifen ab/Vermisster israelischer Soldat ist tot

Die israelische Armee hat begonnen, große Teile ihrer Bodentruppen aus dem Gazastreifen abzuziehen und Einheiten in Richtung palästinensisches Küstengebiet zu verlagern. Premierminister Netanjahu sagte allerdings, dass der Armeeeinsatz nicht beendet sei und man so lange im Gazastreifen bleiben werde, bis alle Kriegsziele erreicht seien. Klarheit gibt es nun bezüglich des angeblich von der Hamas verschleppten israelischen Soldaten Hadar Goldin. Die israelische Armee bestätigte nun, dass der 23-Jährige am Freitag bei Kämpfen im Gazastreifen getötet worden sei.

„Islamischer Staat“ dehnt Herrschaft im Irak aus

Die irakische Terrorgruppe „Islamischer Staat“ hat ihre Herrschaft im Norden des Landes ausgebaut. Sie konnte die Städte Sindschar und Samar sowie zwei weitere Ölfelder unter Kontrolle bringen. Die kurdische Verwaltung berichtet, dass IS den Mossul-Staudamm, den größten Staudamm des Landes, erobern konnte.

Muslim darf kein Schützenkönig sein

Mithat Gedik wurde in seinem Schützenverein im nordrhein-westfälischen Sönnern zum Schützenkönig gewählt. Nun musste er den Titel wieder abgeben—und zwar weil er kein Christ ist. Denn laut des Bunds der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften (BDHS) sei die Bruderschaft eine „Vereinigung von christlichen Menschen“, wie es in Paragraf 2 der Satzung steht. Gedik hätte also gar nicht antreten dürfen, nur weil er Muslim ist. Willkommen im 21. Jahrhundert.

Australisches Ehepaar lässt behinderten Jungen bei Leihmutter zurück

Für große Empörung in Australien sorgte ein Ehepaar, das das Kind, das ihnen von einer thailändischen Leihmutter ausgetragen worden ist, nicht annehmen wollte, weil der Junge das Down-Syndrom hat. Die gesunde Zwillingsschwester des Jungen wollte das Paar sehr wohl annehmen, nicht aber den Jungen, der dringend eine Herzoperation benötigt, die sich die Leihmutter nicht leisten kann. Australier hatten bis gestern bereits 150.000 Euro Spenden gesammelt, um der Mutter zu helfen.

Einem Todeskandidaten wurde 15-fache Dosis gespritzt

Für eine neue Debatte über die Todesstrafe in den USA sorgte jetzt ein neuer Fall in den USA. Dem verurteilten Doppelmörder James Wood wurden bei seiner Exekution am 23. Juli 15 Giftspritzen gesetzt. Die Exekution hätte eigentlich nur zehn Minuten dauern sollen, am Ende dauerte Woods Todeskampf zwei Stunden. Woods hätte in der Zeit 600 Mal nach Luft geschnappt, sagen seine Anwälte. Die Behörden dagegen behaupten, dass er bei der Hinrichtung nicht gelitten habe und während dessen komplett „komatös“ gewesen sei.

Ein Lidl-Zulieferer will Bangladeschs Regierung erpressen, indem er Näherinnen nicht bezahlt

Vor eineinhalb Jahren starben 112 Näherinnen bei einem Brand in der Tazreen-Textilfabrik in Bangladesh. Der verantwortliche Besitzer Hossain musste daraufhin ins Gefängnis, aus dem er sich jetzt zu erpressen versucht. 1500 Näherinnen seines Unternehmens Tuba Group, das unter anderem den Discounter Lidl beliefert, zahlt er deshalb seit drei Monaten kein Geld mehr. In der letzten Woche traten deshalb viele Näherinnen in Hungerstreik.

50 Kilogramm Kokain aus Pariser Asservatenkammer gestohlen

Foto: Wikimedia | Drug Enforcement Administration | Public Domain

Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve spricht von einer „ernsten Angelegenheit“: 50 Kilogramm Kokain im Wert von zwei bis drei Millionen Euro wurden aus der Asservatenkammer eines Pariser Polizeipräsidiums geklaut. Die Vermutung lag nahe, dass es sich um einen Dieb aus den Reihen der Polizei handeln müsste. Am Samstag wurde nun ein 34-jähriger Polizist festgenommen. Er war den Ermittlern unter anderem wegen seines Besitzes mehrerer wertvoller Immobilien aufgefallen.

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