Diese Rechtspopulisten haben sich nicht mehr lieb – Die ultimative AfD-Beziehungsgrafik
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Diese Rechtspopulisten haben sich nicht mehr lieb – Die ultimative AfD-Beziehungsgrafik

In der AfD geht es zu wie in einer mexikanischen Telenovela. Nur ohne Paillettenkleider und raumgreifende Frisuren. Stattdessen mit Antisemitismus und in Stuttgart.
6.7.16

Der aktuelle Machtkampf in der AfD ist ein bisschen wie eine mexikanische Telenovela. Nur ohne Paillettenkleider und raumgreifende Frisuren. Stattdessen mit Antisemitismus und in Stuttgart. Das aktuelle Drama dreht sich um den baden-württembergischen Landtagsabgeordneten Wolfgang Gedeon. Der findet, dass das "Talmud-Judentum der innere Feind des christlichen Abendlandes" ist. Gedeon war bis gestern Abend in der Stuttgarter AfD-Fraktion, worüber Jörg Meuthen, Sprecher der Bundespartei und eigentlich Vorsitzender ebendieser Fraktion, nicht erfreut war und deswegen wiederum die Fraktion verlassen hat. Die Parteichefin Frauke Petry eilte nach Stuttgart, überzeugte Gedeon davon, die Fraktion zu verlassen, und dachte kurz, alle seien wieder glücklich. Da täuschte sie sich allerdings, weil Meuthen sich weigert, wieder zurückzukommen. Und als wäre das noch nicht genug Hauen und Stechen, Drama und verletzte Eitelkeit, wird es noch komplizierter:

Der stellvertretende AfD-Chef Alexander Gauland unterstützt wiederum Meuthen und ärgert sich im Morgenmagazin über Petry. Marcus Pretzell ist der NRW-Vorsitzende, aber zeitgleich auch der Lebensgefährte von Frauke Petry. Gut möglich, dass er schon allein deshalb Meuthen doof findet. Beatrix von Storch postet zwar auf ihrer Facebook-Seite, dass sie Antisemitismus blöd findet, aber hält sich ansonsten ziemlich raus. Der Thüringer AfD-Vorsitzende Björn Höcke ist schon länger nicht mehr #TeamPetry und deswegen sowieso schon mal für Meuthen. Bernd Lucke ist nach seinem Austritt gegen alle, aber tritt jetzt nochmal nach, und Hans-Olaf Henkel, ebenfalls Ex-AfDler, konnte natürlich genau so wenig wie Lucke ahnen, was er mit dieser Partei auf Deutschland losgelassen hat. Heute findet er, dass die AfD einen "extrem hohen Anteil von gescheiterten Existenzen" hat. Das ist wohl wahr. Und so schließt sich unser kleiner Seifenopernüberblick.


Fotos in der Tabelle:

Alexander Gauland, Björn Höcke, Jörg Meuthen, Wolfgang Gedeon: imago
Frauke Petry: Wikimedia | Olaf Kosinsky | CC BY-SA 3.0 DE
Marcus Pretzell: Flickr | Metropolico.org | CC BY-SA 2.0
Beatrix von Storch: Flickr | Metropolico.org | CC BY-SA 2.0
Bernd Lucke: Wikimedia | Robin Krahl | CC BY-SA 4.0
Hans-Olaf Henkel: Flickr | Metropolico.org | CC BY-SA 2.0