Kunst & Kopfkrieg

Kunst und Kopfkrieg: Destroy Degenhardt über Psychosen und Selbsterkenntnis

"Wenn du vor 15 Jahren in Therapie warst, galtst du als verrückt." – Laurens Dillmann hat mit dem Düsseldorfer Rapper Destroy Degenhardt über Depression und Ängste, aber auch über Auswege gesprochen.

von Laurens Dillmann
02 Oktober 2018, 9:50am

Alle Fotos: Flora Rüegg (VICE)

Wenn du deine Eltern schocken willst, mach Destroy Degenhardt an. Schon immer haben seelische Abgründe eine starke Anziehungskraft auf mich ausgeübt. Als Heranwachsender las ich Wikipedia-Artikel über Massenmörder und sah Horrorfilme vorm Einschlafen. Ich wollte wissen, warum der Mensch tickt, wie er tickt und wenn bei der Antwortsuche ein bisschen Blut spritzt, muss man damit eben umgehen lernen. Als mir ein Freund die Musik von Degenhardt zeigte, war ich in der Dunkelheit auf eine kleine Sensation gestoßen.

Ich kannte davor keinen Deutschrap, in dem sich jemand so schonungslos nackt machte. Auch wenn dieser Jemand dabei unerkannt blieb. Seit der Maskenmann vor einigen Jahren seine düster-verzerrten Filmschnipsel-Klangbilder auf Deutschland losließ, fragt sich der geneigte Zuschauer: Ist das Method-Acting? Kann man wirklich so kaputt sein? Und warum hört man zwischen den Zeilen so viel Liebe zum Leben heraus?

Laurens Dillmann schrieb für das JUICE-Magazin und das splash! Mag und beschäftigt sich mit Körperpsychotherapie, Naturheilkunde und Ernährung. Er ist Autor eines Romans (Oskar, 2014) und eines Gedichtbandes (Hummerscheren und Wackelpudding, 2013). Für Noisey spricht er mit Künstlern über Depressionen, Krieg im eigenen Kopf, Meditation und wie man diese Krisen überwindet. Für den zweiten Teil seiner Interview-Serie "Kunst und Kopfkrieg" hat sich Laurens mit Destroy Degenhardt getroffen.

Laurens: Ich habe einen Freund, der großer Fan deiner Musik ist. Ein regelrechter Jünger! Er sagte mir mal, deine Musik habe ihm beim ersten Hören die Haut abgezogen. Wann hast du das erste Mal so eine Reaktion auf deine Kunst bekommen?
Destroy Degenhardt: Das hat ein bisschen gedauert. Ich mache seit circa acht Jahren Musik, aber habe ja immer noch so eine Art Untergrundstatus. Im Laufe der Zeit bekommt man natürlich die ersten Fans. Und ich habe schnell gemerkt: Die Reaktionen waren besonders. Erste Fans ließen sich meine Textzeilen tätowieren. Und ich bekomme generell drei Arten von Nachrichten. Die erste ist: "Danke." Dann: "Du hast mir in einer krassen Phase geholfen", dazu die eigene Geschichte der Hörer. Die dritte: "Ich will dich unbedingt mal kennenlernen." Das tut natürlich gut. Ich habe gemerkt, die Leute vertragen mich, die mögen offenbar sogar, was ich von mir gebe. Durch diese Rückmeldungen habe ich damals auch begonnen, in der Musik Dinge zu erzählen, die ich nicht mal meinen besten Freunden erzählt habe. Alle möglichen Ängste und Peinlichkeiten, die ich in meinen Texten einfach ausgesprochen habe. Deswegen verberge ich auch mein Gesicht, um für mich eine "sichere Zone" zu schaffen, wo ich einfach nicht aufpassen musste, was ich sage, sondern einfach machen kann.

Die Reaktionen auf deine Musik haben dich also animiert, noch tiefer in dir selbst zu graben?
Ja. Es bedeutet mir viel, was da zurückkam. Generell schon, und dann noch als labiler Mensch mit Persönlichkeitsstörung und sehr schlechtem Selbstwertgefühl so viel Zuspruch zu bekommen – das ist einerseits sehr berauschend, aber andererseits auch eine schwierige Kombination. Ich wollte schon mit 14 Rockstar sein, Musik war immer das Wichtigste für mich. Und dann war ich das plötzlich, na ja, zumindest hat das, was passiert ist, ausgereicht, dass ich mich wie einer fühlte.

Ich hab das dann auch gelebt, alles Normale vernachlässigt. Bin alleine durch die Welt gestreift, habe mich quasi nur noch mit meinen düsteren Seiten beschäftigt. Die waren auch vorher immer da, ich habe nie irgendwas gespielt und es war mir immer am wichtigsten, dass meine Kunst authentisch ist, dass das ich bin. Aber man ist ja auch nie gleich, nicht immer in derselben Stimmung, und ich bin in meinen Abgründen aufgegangen.

Ähnlich wie in der Therapie konnte und habe ich in meiner Musik alles rausgeholt, was ich sonst nur für mich alleine behütet habe. Alles, für das ich mich geschämt habe und das ich im Alltag eher hinter einer Fassade versteckt habe, um nicht noch mehr anzuecken. Jetzt durfte ich endlich all das sein und wurde dafür nicht geächtet oder ausgestoßen, nein, das Absurde war plötzlich das Gute und ich habe genau dafür Zuspruch bekommen.

Das klingt für Außenstehende vielleicht banal, aber das war mein Leben zu 100 Prozent, da waren und sind sehr viel Ängste, Unsicherheit und Probleme. Und so habe ich weitergemacht, habe mich selbst geschröpft, sowohl emotional als auch total verkopft. Dazu meine absurde Arbeitsmoral. Ich habe mich komplett reingeworfen und nur noch gemacht. Das hat sowohl meine früheren Beziehungen als auch meine Psyche derart demoliert, bis es mir wieder so schlecht ging wie in meinen tiefsten Drogen-Zeiten. Aber ich schiebe das nicht auf die Musik, das bin eben ich, es ist einfach meine persönliche Geschichte, die da parallel zur Musik gelaufen ist.

Wie Degenhardt mir im Laufe des Gesprächs erzählt, hat er in früheren Zeiten seines Lebens zwei Psychosen wegen starken Drogenkonsums erlitten. Er kiffte, immens viel, Bong 24/7, und konsumierte sich durch Palette der bewusstseinsverändernden Drogen. Bis es nicht mehr weiterging. Ständige Anspannung, Gedankenrasen, “ein Plastikgefühl auf der Haut” und Schlaflosigkeit bestimmten einige Jahre sein Leben. Und seine Kunst, denn in seiner Musik darf man zuhören, wie sich seelische Abgründe anfühlen. Heute macht er Therapie, Selbsthilfegruppe, außerdem ein “bisschen Meditation und Sport”. Und er veröffentlicht Musik, für ein Klientel der Liebhaber und Sammler, die ihm dankbar sind, sich so verletzlich zu zeigen.

Ich habe den Eindruck, du hängst emotional sehr stark an Dingen. An Platten, Filmen, Erinnerungen. Was ist das für ein Charakterzug?
Dieses Glorifizieren. Zu sagen: Boah, dieser Film! Dieses Lied! Ich könnte dafür sterben. Um dieses Gefühl geht’s. Meine Sammelwut ist ja nur das Resultat daraus. Ich will schöne Dinge um mich rum, war früher viel in Bibliotheken, später in Videotheken, ich mochte immer diese wuchtige Ruhe von geilen Sachen. Das Gefühl hat mir mehr gegeben als alle menschlichen Kontakte, die ich um mich hatte. In der realen Welt habe ich diese Verbindungen nicht gefunden, eigentlich ein Zeichen von starken Defiziten. Mein Künstlertum ist ja auch viel Drama, positiv wie negativ. Am Anfang hieß es immer, bei mir sei alles nur depressiv, aber das stimmt ja nicht. Liebe, Leidenschaft und Hingabe habe ich ja genauso extrem in mir – halt eine völlig unverhältnismäßige Emotionalität.

Kann man auch an einer psychischen Krankheit klammern, weil sie einem irgendetwas gibt? Kann eine depressive Phase genauso wichtig wie ein Album sein?
Ich verstehe jetzt, dass Leiden wichtig ist und dass man daran festhalten kann. Auch Leiden ist eine extreme Emotion, und die war damals besser als mein Ich selbst. Denn mich wollte ich ja nicht. Ich habe mich komplett verdrängt, schon immer. Also habe ich den leidenden Künstler glorifiziert und ins Unendliche ausgelebt. Ich habe nicht bewusst verstanden, wie überdreht das ist.

Ich hatte nach meiner aktiven Drogenzeit zwei Psychosen in kurzer Folge, das war die Hölle. Daraus resultierend psychische Schwierigkeiten, die auf bereits vorgeebneten Boden fielen. Ich wurde zwar mit der Diagnose nicht geboren, die Grundlagen waren aber schon lange vor den Drogen und der Musik da. Anfang dieses Jahres war ich knapp drei Monate in einer Klinik und ich habe eine neue Therapeutin. Da gab es einen großen Break für mich, auch darin, wie ich meine eigene Diagnostik verstanden habe. Ich habe ein Kindheitstrauma, eine Borderlinestörung, ein unheimlich niedriges Selbstwertgefühl, was ich nach und nach mit narzisstischem Grundverhalten kompensiert habe, habe depressive Episoden und eine starke Bindungsstörung.

Disko Degenhardt: "Rote Kirschen" – In diesem Song beschreibt er sein Kindheitstrauma:

Was ist in deiner Kindheit passiert?
Ich komme aus der ehemaligen DDR, meine Eltern sind dort über Nacht inhaftiert worden. Sie hatten einen Ausreiseantrag gestellt und sind von der Polizei vorgeladen worden. Das haben sie mir morgens auch erzählt, ich hab‘s aber nicht gerafft, weil ich viel zu klein war. Abends waren sie weg, irgendwann kam die Polizei und ich kam zu meiner Oma. Damals war es üblich, dass man mit politischen Gefangenen keinen Kontakt haben durfte. Meine Oma war sehr regimetreu, hat nur langsam und teilweise durchsickern lassen, was los ist. Ich wusste immerhin, dass sie nicht tot waren, aber sie waren nicht da. Ich habe keine emotionalen Erinnerungen daran, Symptom eines Traumas. Da ist eine Tür in mir zugegangen. Das habe ich aber erst Anfang des Jahres in der Klinik realisiert, bis dahin hab ich das einfach so hingenommen und nicht hinterfragt. Gerade deswegen ist Hilfe von außen wichtig, weil man sich sonst in seiner Selbsttherapie eingräbt, aber natürlich nur das sieht, was man bereits kennt, den Rest verdrängt man oder sucht halbgare Erklärungen.

Selbsterkenntnis: Plötzlich wird dir etwas klar, das eigentlich die ganze Zeit offensichtlich, aber unbewusst war.
Ja. Hat ewig gedauert. Ich habe schon früher Therapie gemacht, aber einfach nicht verstanden, welche Probleme genau welche Auswirkungen bei mir haben. Teilweise habe ich das auch einfach hingenommen und nicht als wichtig gesehen oder erkannt. Zum Beispiel konnte ich mich früher nicht im Spiegel erkennen. So ähnlich wie Asperger-Autisten, hatte ich keine Gesichtserkennung. Also, ich habe mich schon gesehen, visuell, aber ich konnte das irgendwie nicht auf- oder wahrnehmen, das hat sich ganz seltsam angefühlt, und dann habe ich es eben irgendwann ignoriert.


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Du bist hochemotional, hast vorhin aber auch gesagt, dass du sehr verkopft bist. Kann man beides gleichzeitig sein?
Ich hab lange gekifft, habe genug Zeit zum Nachdenken gehabt. Reflektiert und nachgedacht habe ich schon immer, aber nur in dem Kosmos, den ich kannte. Wie gesagt, du kannst deine Besonderheiten durchanalysieren und drehen und wenden, aber du bewegst dich doch nur in deinem bekannten Horizont und kommst alleine nicht weiter. Du landest immer nur wieder bei deinen immergleichen Ergebnissen.

Ich habe immer lieber ein Buch über Depressionen gelesen, anstatt meine Depression zu fühlen. Aber dadurch ging sie nicht weg. Als mir das bewusst wurde, habe ich drei Nächte durchgeheult. Diese Nächte haben meinen Heilungsprozess in Gang gesetzt. Ich glaube, übertrieben emotional zu sein, ist ein großes Geschenk. Und ich glaube, dass es daran einen großen Mangel in unserer Welt gibt. Vielen Leuten fehlt der Fokus darauf, sich selbst zu spüren.
Diese hohe Sensibilität ist ja auch etwas Gutes, ja. So ein Knackpunkt, wie du ihn beschrieben hast, ist wichtig. Davor packt man seine Verrücktheit nämlich ständig weg. Jetzt weiß ich: Ich bin immer so, das ist ein Teil von mir. Ich kann sehr tief und sehr hoch und ich wollte das auch immer, es fühlte sich weitaus ehrlicher an.

Aber natürlich möchte ich jetzt hauptsächlich klarkommen. Dadurch ist zwar einiges an Romantik weg, aber ich bin eben doch kein abgefuckter Rockstar. Ich bin nicht das eine und nicht das andere Extrem, sondern ein Mensch mit seiner eigenen Geschichte, und ich sollte es auch schaffen, das zu sein. Das fühlt sich richtig an. Früher war ich teilweise eine übertaktete Variante von mir selbst, aber damit gleichzeitig auch immer ich.

Ich glaube auch, wir bauschen unsere Gefühlswelt auf, weil wir eben nicht lernen, in uns hineinzufühlen. Und dann sind wir geschockt, wieviel wir verdrängt haben. Eigentlich geht es in der Therapie und auf dem Heilungsweg immer nur darum, Erlebtes und Gefühle anzunehmen. Ja, ich fühle mich nicht geliebt. Ja, ich bin verlassen worden als Kind. Die Geschichten sind individuell, die Themen oft identisch. Und die Lösungen auch. Weinen. Schreien. Extreme Gefühlsausbrüche. Das ist wie Ballast abwerfen.
Ich war schon immer sehr emotional und hochsensibel – das ist ein Problem als Mann. Ich hatte früher fast nur weibliche Freunde, fühle mich auch heute noch mit sehr maskulinen Menschen unwohl. Doch mein eigenes Bild von mir als Mann habe ich irgendwann geändert, beziehungsweise bin mir dessen bewusst geworden. Ich kann auch jähzornig, aggressiv und maskulin sein und trotzdem sehr sensibel. Aber gesellschaftlich gibt es da ein großes Manko: Dann bist du eben das Weichei. Ich fühle mich jetzt sehr wohl in meiner Rolle als sensibler Mann.

Was hat geholfen, damit es dir besser geht?
Ich hatte viel Hilfe von außen, von alleine ging es meistens nicht. Jetzt habe ich, auch wenn es für den Ottonormal-Otto läppsch und esoterisch klingt, mit der Arbeit mit meinem inneren Kind angefangen und das war sehr krass. Wenn es euch gut geht, seid ruhig ein bisschen arrogant und macht euch über sowas lustig, das hab ich auch gemacht und das ist auch OK. Aber wenn es euch dreckig geht, überlegt lieber zweimal, ob es nicht einfach mal einen Versuch wert ist, etwas seltsam Wirkendes auszuprobieren. Wenn du wirklich leidest, sollte dir das kackegal sein, sonst geht es dir eben noch nicht schlecht genug.

Wenn es dir akut dreckig geht, finde ich auch medikamentöse Unterstützung okay. Aber nur, um erstmal ein bisschen klarzukommen und wenn du dann ein bisschen Ruhe gefunden hast, musst du in die Tiefe gehen und arbeiten. Nur Symptombekämpfung hat bei mir nicht geholfen. Ich hätte das einfach immer benutzt, um meinen inneren Kern zu schützen. Deswegen habe ich ja auch so gelebt, wie ich gelebt habe und Drogen genommen. Um ja nicht an meine Substanz zu gehen. Da tut es richtig weh und da wollte ich nicht ran.

Aber es gibt eine große Regel: Da, wo es weh tut, ist der Weg. Diese Erkenntnis war sehr wichtig für mich. Ich hab mein halbes Leben in meinem Schmerz rumgewühlt, aber selbst in dem Leiden und bei meinem vermeintlichen daran Arbeiten, blieb ich in meiner Komfortzone. Jetzt bin ich näher an mir selber als früher. Ich kann jetzt auch mal stinknormal und langweilig sein, ich halte es jetzt auch mal mit mir aus, ohne Ablenkung.

Überall gibt es Yoga-Kurse, alle meditieren fleißig, essen gesund. Es gibt offenbar einen kulturellen Wandel Richtung erhöhter Selbstwahrnehmung. Ist das ein Versprechen für eine positivere Zukunft?
Inzwischen sind Themen wie Depression und Burnout salonfähiger. Wenn du vor 15 Jahren in Therapie warst, galtst du als verrückt. Jetzt trauen sich viele, es auszusprechen. Stell dir vor, ein Mainstream-Promi gibt zu, er muss immer heulen, bevor er schlafen geht. Heute ist es schon Popkultur und schlägt fast in die andere Richtung, als suche man diese ganzen gescheiterten Charaktere. Lil Peep. $uicideboy$, und so weiter. Und es wird fast schon verwässert: Du bist nicht depressiv, weil du dich mit Anfang 20 ein bisschen melancholisch fühlst, auch wenn das ein berechtigtes Gefühl ist. Aber Depression ist ein wirkliches Drecksgefühl, also bitte nicht übertreiben.

Was empfiehlst du denen, die an einem ähnlichen Punkt sind, wie du es warst?
Therapie und Klinik. Falls ihr nicht damit klarkommt, es nichts bringt, habt ihr den falschen Therapeuten, seid da ruhig selbstsicher und sucht euch jemand anderes. Gerade vor stationärer Unterbringung habe ich echt Angst gehabt, weil ich früher auf einer geschlossenen Station gearbeitet habe. Aber diese Angst war unberechtigt, natürlich ist es krass und sehr, sehr intensiv, aber das ist ja auch der Sinn der Sache. Und es hilft viel.

Psychische Probleme sind nicht banal, haben aber immer ein simples Problem, das ihnen zugrunde liegt. Angst, Unsicherheit, Zurückweisung. Man fühlt sich nicht geliebt oder angenommen oder hat schlichtweg Angst vor Menschen und Situationen. Das zu bewältigen, ist die schwere Aufgabe. Und der wichtigste Ratschlag: Übertreibt es nicht! Egal, ob beim Denken und Fühlen, oder am wichtigsten: beim Reagieren. Verliert euch nicht in euren Emotionen. Du bist nicht verloren, nicht todesgefickt und es ist auch nicht das krasseste Drama aller Zeiten, auch wenn es sich so beschissen anfühlt.

Erstmal musst du irgendwie überleben ohne Scheiße zu machen, dann geh rein in den Schmerz, aber vorsichtig. Frag dich, wo fehlt dir etwas, was GENAU zwickt da? Und das Erste, was dir einfällt, ist es meistens nicht, das ist nur ein vorgeschobener Dummy, die Basis ist darunter. Also verrenne dich nicht in temporären Empfindungen und nimm sie NIE als endgültig und letzte Weisheit an. Alles ist im Wandel, ständig. Zum Glück. Scheiße, zum Glück.

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Ihr wollt auch mit Laurens reden? Dann könnt ihr ihn über mail[at]laurensdillmann.de kontaktieren.

Notrufnummern für Menschen mit Depressionen und anderen psychischen Notfallsituationen bieten Hilfe für Personen, die Unterstützung brauchen – oder sich Sorgen um einen nahestehenden Menschen machen. Die Nummer der Telefonseelsorge in Deutschland ist: 0800 111 0 111. Hier gibt es auch einen Chat. In dieser Liste sind bundesweite Anlaufstellen für Menschen mit Depressionen aufgeführt.

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