Munchies

Ein Londoner Café will seine Cereals jetzt in Avocado-Schalen servieren

Trollen die Besitzer uns nur? Oder handelt es sich hier wirklich um die schlimmste Geschäftsentscheidung aller Zeiten?

von Ian Burke
18 Juni 2018, 9:07am

Foto: Twitter

Dieser Artikel erschien ursprünglich auf MUNCHIES UK.

Entweder ein ironischer Kommentar zur herrschenden Avocado-Hysterie oder ein absurder Versuch, vegane Kundschaft anzulocken. Anders können wir uns die aktuellste Geschäftsentscheidung des Cereal Killer Cafes nicht erklären. Vor Kurzem verkündete das Londoner Frühstücksflocken-Etablissement, seine veganen Produkte von nun an in Avocado-Schalen servieren zu wollen.

Avocados haben sich in den vergangenen Monaten und Jahren zu einer Art Allzweckwaffe der Lebensmittelwelt gemausert. Überteuerte Latte-Getränke langweilen dich? Dann fülle sie doch einfach in eine Avocado-Schale. Fades Brot bereitet dir Albträume? Dann erschaffe einfach einen ganzen Kult um Avocado-Toasts. Vegane Frühstücksflocken sind dir noch nicht vegan genug? Dann serviere sie einfach in einer ausgehöhlten Avocado.

Natürlich ist der Hype um die grüne Frucht irgendwo schon gerechtfertigt. Avocados sind lecker, enthalten viele gesunde Fette und passen zu so ziemlich allem. Allem außer Cereals. Das Café behauptet, durch die Schalen als Schüsseln Wasser zu sparen. Aber kommt das wirklich hin? Werden die Avocado-Schalen nicht auch gewaschen, bevor die verschiedenen Müslis hineinkommen? Falls ja, wird dabei nicht ähnlich viel Wasser verbraucht wie beim Auswaschen normaler Porzellanschüsseln? Avocado-Schalen sind nämlich garantiert nicht spülmaschinengeeignet. Dazu kommen noch die Tausenden Liter Wasser, die beim Anbau der Frucht verbraucht werden.

Twitter hat zu der ganzen Aktion natürlich auch seinen Senf abgegeben:

Die veganen Müsli-Schalen können eigentlich nur als Scherz gemeint sein, oder? Ein für virale Zwecke gedachter PR-Troll-Move, durch den das Cereal Killer Cafe noch mehr überteuerte Frühstücksflocken (eine Schüssel kostet umgerechnet rund fünf Euro) an den Mann bringen will. Hoffen wir es mal, immerhin hat das Etablissement auf Twitter auch schon wieder etwas zurückgerudert.

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