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Hangover-News – 19. März 2018

5 News vom Wochenende, die du nicht verpasst haben solltest

Wie lange Wladimir Putin noch russischer Präsident bleiben kann, wieso Pegida der Verlierer des Wochenendes ist und warum die Liebesgeschichte der vergangenen Woche kein Happy End hatte.​

von Christian Fahrenbach
19 März 2018, 7:49am

Screenshot: Twitter/ErsanMondtag

Endlich einmal ein Gedenktag, mit dem wir uns so richtig identifizieren können: Am Sonntag war Awkward Moments Day:

Größte Heldin in unseren Timelines am Wochenende war allerdings diese Dame hier:

Ähnlich energisch geht es weiter: Wir erklären, wie lange Wladimir Putin eigentlich noch russischer Präsident bleiben kann und wieso Pegida kein erfolgreiches Wochenende hatte. Wir denken über Ansichten unseres neuen Gesundheitsministers zum Thema Abtreibung nach – und schauen, ob in Berlin die schönste Liebesgeschichte des Wochenendes ein Happy End gefunden hat. Willkommen bei den Hangover-News.

Putin siegt bei Wahlen in Russland – so lange kann er noch bleiben

Wladimir Putin hat die Präsidentschaftswahlen in Russland gewonnen, er kann jetzt mit seinem bisher stärksten Ergebnis im Rücken eine vierte Amtszeit beginnen: Putin kam auf rund 77 Prozent der Stimmen, die AfD freut das. Einschüchterung von Oppositionellen und rund 2.700 Unregelmäßigkeiten bei der Wahl sorgen dafür, dass niemand kontrollieren kann, wie die Wahl tatsächlich ausgegangen ist.

Im Land gibt es auch wegen immer größerer Wirtschaftsprobleme verhaltene Kritik am Präsidenten.

Wie lange kann der 65-Jährige aber noch regieren? Theoretisch, so lange er will, mit einer Ausnahme: Jeweils nach zwei Amtszeiten am Stück muss der russische Präsident eine volle Amtszeit aussetzen. Das hieße in Putins Fall, dass er von 2024 an pausieren würde, aber dann 2030 mit 77 Jahren noch einmal ran könnte, möglicherweise bis 2042, befürchten Politikwissenschaftler in Russland.

2.500 gegen Pegida in München

Geht doch: Gleich zweimal standen am Wochenende in Deutschland große Gruppen von Gegendemonstranten den Protesten von Rechtskonservativen und Rechtsextremen gegenüber. Nachdem "Pegida München" zu einem zahlenmäßig bedeutungslosen Häufchen von etwa 50 Personen aus dem rechtsradikalen Milieu geschrumpft ist, reiste "Pegida Dresden" in Bayern an. Deutlich mehr kamen aber auch nicht – Gegendemonstranten allerdings schon: Auf gut hundert Pegida-Demonstranten kamen rund 2.500 Teilnehmer der Veranstaltung "Bella Ciao".

Mitglieder von mehr als 35 Chören waren gekommen, um die Rechten mit "Bella Ciao", "Imagine" und "Schrei nach Liebe" niederzusingen.

Auch in Potsdam standen 45 Neonazis etwa 1.000 Gegendemonstranten von "Potsdam bekennt Farbe" gegenüber.

Pegida-Chef Bachmann darf nicht nach London einreisen

Von München aus wollte Pegida-Chef Lutz Bachmann dann nach London weiterreisen, doch auch das ging schief. Am Flughafen London Stansted wurde er an der Einreise gehindert. Seine Anwesenheit in Großbritannien sei "dem Gemeinwohl nicht zuträglich", hieß es laut The Independent als Begründung.

Bachmann wollte am Speaker’s Corner im Hyde Park eine Rede des österreichischen Identitären Martin Sellner halten. Ursprünglich hatte der vor einer Woche selbst sprechen wollen, war aber auch schon an der Einreise gehindert worden. Auf Facebook dokumentierte Bachmann den Vorfall. Schon heute will er wieder in Dresden bei Pegida sprechen, berichtet die Welt .

Jens Spahn bekommt Gegenwind für seine Anti-Abtreibungs-Aussagen

Nicht nur der neue Innen- und Heimatminister Horst Seehofer hat einen PR-Aufschlag in Richtung konservative Basis gewagt. Der neue Gesundheitsminister Jens Spahn macht vor, wie es geht, und gönnt sich schon die zweite Nachrichtenwelle mit seinem Namen drauf. Nach den Aussagen zu Hartz IV in der vergangene Woche forderte Spahn am Wochenende, dass es in Deutschland keine Werbung für Abtreibungen geben darf. Spahn sagte: "Mich wundern die Maßstäbe. Wenn es um das Leben von Tieren geht, da sind einige, die jetzt für Abtreibungen werben wollen, kompromisslos."

Konkret geht es um den Strafrechtsparagrafen §219a, der unter anderem dafür sorgte, dass im vergangenen Jahr eine Ärztin zu 6.000 Euro Strafe verurteilt wurde, weil sie auf ihrer Webseite aufgeführt hatte, auch Abtreibungen durchzuführen. Linke und Grüne wollen den Paragrafen abschaffen.

Wieder wurde damit ein wichtiges Thema in knalligen Forderungen abgearbeitet, obwohl Spahn eigentlich genug zu tun hätte, wenn er sich darauf konzentrieren würde, einfach nur seinen Job als Minister zu machen.

Noch kein Happy End auf der Suche nach "Junge vom Gleis gegenüber"

Denise ist 16 Jahre alt und sie hat die meistbeachtete Liebesgeschichte des Wochenendes erlebt. Am Berliner S-Bahnhof Bornholmer Straße hat sie vor einer Woche am gegenüberliegenden Bahnsteig einen Jungen gesehen und sich in ihr Gegenüber verguckt. Sie schrieb einen Zettel und schlug ein Treffen für Sonntagmittag vor.

Weil das Schreiben inzwischen online viral gegangen war, sind zwar Journalisten gekommen, der Junge von gegenüber allerdings nicht.

Vielleicht haben wir bei den Hangover-News nächste Woche Neues zu dem Fall.

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