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Thump

ANOHNI, Hudson Mohawke & Oneohtrix Point Never bringen selbst Naomi Campbell zum Weinen

Traurig-schön, was die Wunderstimme da gemeinsam mit ihren Co-Produzenten und dem Supermodel vorlegt.

Diese Stimme! Da wird selbst das nun nicht gerade für sentimentale Gefühlsausbrüche bekannte Supermodel Naomi Campbell ganz weich. Falls noch irgendwelche Zweifel bestanden: Die New Yorker-Sängerin und Musikerin ANOHNI ist eine der größten Künstlerinnen unserer Zeit. Nicht nur, dass sie Hercules and Love Affair mit dem majestätisch „Blind"—leider nur für ein Album lang—groß gemacht hat und unter ihrem bisherigen Bandnamen Antony and the Johnsons weltweit durch die Konzert- und Opernhäuser zieht. Sie hat darüber hinaus auch mit Björk, Lou Reed, Drew Daniel von Matmos sowie eben mit Frickelvirtuose Oneohtrix Point Never und Kanyes Beatflüsterer Hudson Mohawke zusammengearbeitet. Mit den beiden Letztgenannten hat ANOHNI nun auch ihr neues Album HOPELESSNESSaufgenommen, welches im Mai erscheint. Schon die erste Auskopplung „4 DEGREES" machte mächtig Dampf in Sachen Kampf-gegen-den-Klimawandel. „Drone Bomb Me" hingegen ist etwas weniger explizit, aber trotzdem klar aus der Perspektive jener Menschen verfasst, die täglich zwischen dem Yemen und Afghanistan befürchten müssen, unschuldig einem Dronen-Angriff zum Opfer zu fallen. Die moderne Kriegsführung ist schließlich bei Weitem nicht so präzise wie gerne von führenden Militärs behauptet: In Afghanistan forderten derartige US-Einsätze zuletzt in neun von zehn Fällen Zivilistenleben, bis November 2014 starben weltweit allein mindesten 1.147 Unbeteiligte, während die Bomben lediglich 41 Zielpersonen galten. In ANOHNIs Musikvideo von Bildmeister Nabil verkörpert Naomi nun tränenreich ihr Leid.